Kommentar
16:59 Uhr, 05.03.2026

DAX rutscht wieder unter 24 000 Punkte – Anleger weiter zwischen Hoffen und Bangen

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    Aktueller Kursstand:   (XETRA)

Kurz nach Handelseröffnung in Frankfurt hatten Gerüchte über einen möglichen Verhandlungswillen des Iran im Hinblick auf das Atomprogramm den DAX noch über 24 350 Punkte getrieben. Doch mit weiteren militärischen Aktionen im Tagesverlauf wich dieser Optimismus sogleich wieder der Ernüchterung. Es stellen sich nicht wenige auf dem Parkett die Frage, wer denn mit den USA sprechen könnte, wenn es aktuell keinen eindeutigen Verhandlungsführer im Iran gibt. Die Situation bleibt also weiterhin verworren und daran wird sich wahrscheinlich mal mindestens bis zum Wochenende auch nicht viel ändern.

Auch deshalb rutschte der DAX im Tagesverlauf wieder unter die 24 000er-Marke. Die Anleger bleiben in Sorge, dass sich der Krieg im Nahen Osten jederzeit weiter dynamisieren kann. Gerüchte und Spekulationen erreichen die Finanzmärkte und machen die Lage zunehmend undurchsichtiger. Das schürt Verunsicherung und sorgt für fallende Aktienkurse.

Vorerst bleibt auch nicht absehbar, ob sich die europäischen Aktienmärkte zeitnah wieder erholen können oder noch einmal deutlich unter Abgabedruck kommen. Ein wichtiger Faktor bleibt die Entwicklung beim Rohöl. Sollten die Preise weiterklettern, dürften sich die Investoren mehr und mehr von europäischen Aktien trennen. Beim Öl geht es derzeit eher um die Trenddynamik als um die tatsächlichen Preisniveaus.

Anleger fürchten sich vor einer Phase höherer Preise, die dann die Inflationsdynamik erneut anheizen könnte. Zu hoch ist dann die Gefahr, dass sich die noch junge und fragile Konjunkturbelebung in Europa in Luft auflöst, bevor sie so richtig begonnen hat. Der Europäischen Zentralbank wären in diesem Szenario die Hände gebunden, da sie mit Zinssenkungen die Inflation zusätzlich treiben würde.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA konnten am Nachmittag zumindest die Konjunktursorgen etwas lindern und fielen mit 213 000 leicht unter den erwarteten 215 000 Anträgen aus. Die Importpreise lagen mit einem Anstieg von 0,2 Prozent ebenfalls unter den Erwartungen von 0,3 Prozent. Im Export zogen die Preise im Februar allerdings leicht an und lagen etwas über den Prognosen.

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