DAX rauscht in die Tiefe – Wenn aus Drohungen ein echter Handelskrieg wird
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Chinas Gegenzölle bescherten dem DAX heute weitere 1.000 Punkte Minus, 600 davon in gerade einmal 20 Minuten. Mit 34 Prozent Zoll auf alle aus den USA importierten Waren hat sich das, was vor wenigen Wochen als Drohung aus dem Weißen Haus begann, zu einem echten Handelskrieg ausgeweitet.
Weltweit erteilten die Anleger mit dem Verkaufsknopf einer möglichen Stabilisierung der Aktienmärkte vor dem Wochenende eine Absage. Niemand will von der nächsten Gegenzoll-Ankündigung, die über die Nachrichten-Ticker läuft, kalt erwischt werden. Die Käuferseite hat sich noch weiter zurückgezogen als in den vergangenen Tagen schon. Wir sehen ein Austrocknen des Orderbuchs. Solange die Volatilität so hoch ist, gehen einige Programme automatisch aus dem Handel, was ein weiteres Austrocknen der Liquidität bewirkt. Im Endeffekt führt dies alles zu einem weiteren Hochschießen der Volatilität, es ist ein Teufelskreis.
Vielleicht sind die von Donald Trump eingeführten Zölle Absicht, um eine Abkühlung der US-Wirtschaft zu erreichen, mit dem Ziel, die Zinsen zu senken und so USA vor dem finanziellen Zusammenbruch zu bewahren. Die USA müssen in den kommenden vier Jahren 28 Billionen US-Dollar an Schulden refinanzieren. Die Zinsen sind aber nicht mehr bei kurz über null wie noch vor ein paar Jahren, sondern lagen zeitweise bei über fünf Prozent.
Seit den Zollandrohungen von Trump sind die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen auf 3,9 Prozent gefallen. Wenn es das Ziel des Präsidenten war, die Renditen zu senken, dann hat er dieses bereits erreicht. Er wird sie aber wohl noch tiefer sehen wollen. Jetzt gilt es, sich vorzubereiten und nicht verrückt machen lassen. Wenn die jetzt überall befürchtete Rezession nicht kommt, dann wären auch die Aktienkurse zu weit gefallen. Die Wende nach oben könnte dann sehr schnell kommen.
Noch gibt es keine Konjunkturzahl, die den Status Quo der Wirtschaft ab Eintritt der Wirksamkeit der wechselseitigen Zölle beschreibt, auch die heutigen Arbeitsmarktdaten zählen nicht dazu. Eigentlich müsste sich der Markt über gute Zahlen wie diese freuen, immerhin ist aus ihnen keine aufkommende Rezession ablesbar. Jedoch haben sich in den vergangenen 48 Stunden die Eckpfeiler des Welthandels durch Trumps Zollankündigungen derart verschoben, dass die Daten schon veraltet waren, nachdem sie frisch erschienen waren. Bis jetzt ist es noch zu früh, um sagen zu können, wie sich der Arbeitsmarkt in diesem neuen Umfeld entwickeln wird.
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