DAX® - Innenstäbe als Taktgeber
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Innenstäbe als Taktgeber
Der Wochenauftakt – und damit auch der Start in den November – sind beim DAX® geglückt. Damit kratzen die deutschen Standardwerte wieder an der runden 26.000er-Marke. Charttechnisch fällt ins Auge, dass die Hoch-Tief-Spannen der letzten beiden Handelstage jeweils innerhalb des Pendants vom vergangenen Donnerstag verblieben. Unter dem Strich entstehen also zwei Innenstäbe. Damit verteidigt der DAX® gleichzeitig die bekannte Ausbruchszone bei rund 25.700 Punkten. Solange diese Bastion hält, kann die Kursentwicklung seit September als Bodenbildung mit einem Anschlusspotenzial von 900 Punkten interpretiert werden. Rein rechnerisch reicht dieses Kurspotenzial aus, um perspektivisch Kurs auf das bisherige Allzeithoch bei 26.619 Punkten zu nehmen. Ein neues Bewegungshoch oberhalb der Marke von 26.106 Punkten – verbunden mit der Auflösung der angeführten „inside days“ – würde diesem Szenario Nachdruck verleihen. Um den vorliegenden Ausbruch dagegen nicht zu gefährden, gilt es in Zukunft, die Kombination aus den horizontalen Ausbruchsmarken bei 25.700 Punkten und der 50-Tage-Linie (akt. bei 25.576 Punkten) nicht mehr zu unterschreiten. Heute dürfte der DAX® zunächst leichter in den Handel starten.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Marktbreite trifft auf charttechnische Schwäche
Der S&P 500® beendete den Oktober mit einem Minus von 0,93 %. Auf den ersten Blick wirkt das wenig dramatisch – doch der Vergleich mit der Equal-Weight-Variante der US-Standardwerte, die im selben Zeitraum um 4,9 % zulegte, wirft Fragen auf. Grund genug, den amerikanischen Leitindex technisch ausführlicher zu beleuchten. Charttechnisch notiert der S&P 500® aktuell auf dem Niveau von Ende Mai. Zuletzt gab es also weder Aufwärtsmomentum noch weitere Kursgewinne. Zum Wochenschluss musste das Aktienbarometer dann eine markante Abwärtskurslücke (7.691 zu 7.637 Punkte) hinnehmen. Dieses Gap dient als Warnsignal und erhöht das Risiko, dass sich eine kleine Schulter-Kopf-Schulter-Formation herausbildet. Eine erste wichtige Unterstützung stellt jetzt das Septembertief (7.508 Punkte) dar, dessen Unterschreiten eine etwas größere Topbildung vervollständigen würde (siehe Chart). Danach stellt die 200-Tage-Linie (akt. bei 7.313 Punkten) den nächsten wichtigen Rückhalt dar. Schließlich gilt dieser gleitende Durchschnitt oftmals als wichtiger Gradmesser für den übergeordneten Trend.
S&P 500® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Silberstreif am Horizont
Die Rheinmetall-Aktie befindet sich seit mehr als einem Jahr im Rückwärtsgang. Kurse von über 2.000 EUR sind lange Geschichte. Dennoch gibt es aus markttechnischer Sicht einen Silberstreif am Horizont: Im Bereich um 900 EUR könnte sich ein tragfähiger Doppelboden herausbilden (siehe Chart). Der unterstützende Charakter dieser Bastion wird zusätzlich durch das untere Bollinger Band (akt. bei 892 EUR) zementiert. Einen Fingerzeig liefern möglicherweise auch die positiven Divergenzen seitens des MACD sowie seitens der Relativen Stärke (Levy). Auf der Indikatorenseite zeichnen sich also bereits deutliche Verbesserungen ab. Nach zwei Innstäben auf Wochenbasis würde ein Anstieg über das Oktoberhoch bei 1.097 EUR die Ambitionen in Sachen "technische Erholung" unterstreichen. Um die diskutierte, untere Umkehr abzuschließen, müsste die Rheinmetall-Aktie allerdings die Erholungshochs bei 1.232 EUR bzw. 1.238 EUR überwinden. Lohn der Mühen wären ein kalkulatorisches Anschlusspotenzial von 330 EUR. Bis zu dem diskutierten Befreiungsschlag können Anlegerinnen und Anleger auf attraktive Seitwärtsrenditen mit Discount-Zertifikaten setzen.
Rheinmetall (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Rheinmetall
Quelle: LSEG, tradesignal²
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