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08:45 Uhr, 12.06.2026

DAX® - Gleitende Durchschnitte halten Stand

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Gleitende Durchschnitte halten Stand

Gestern gab es an dieser Stelle zu viele andere charttechnische Dinge zu besprechen, weshalb der Blick auf die Börsenstimmung ausfiel. Die Analyse der wöchentlichen Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors (AAII) holen wir deshalb heute nach. Sowohl das Bullen- als auch das neutrale Lager mussten in der vergangenen Woche kräftig Federn lassen. In der Konsequenz ist der Anteil der Pessimisten unter den US-Privatanlegern um mehr als 10%-Punkte auf 47,7 % angestiegen. Per Saldo ist das Sentiment also eher verhalten. Charttechnisch geht es beim DAX® weiterhin darum, die Haltezone aus der 50- und der 200 Tage-Linie (akt. bei 24.322/24.179 Punkten) zu verteidigen. Auf dieser Basis haben die deutschen Standardwerte gestern einen lehrbuchmäßigen „doji“ ausgebildet. Dieses Kerzenmuster – noch dazu als klassischer „inside day“ – unterstreicht nochmals die Bedeutung der beschriebenen Bastion. Die beiden Glättungen und die beiden Formationen dürfte der DAX® heute zu einem Kurssprung nutzen, was die Hoffnung auf den Abschluss der korrektiven Phase seit dem Hoch vom 25. Mai (25.438 Punkte) nährt.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Zu viel des Guten?

Die Intel-Aktie hat lange für ein neues Allzeithoch gebraucht. Letztlich dauerte es 26 Jahre, ehe der Technologietitel das Rekordhoch vom August 2000 (75,81 USD) überwinden konnte. Umso beeindruckender fällt die jüngste Wertentwicklung aus: Allein in diesem Jahr betrug die Performance in der Spitze 250 % - seit August 2025 hat sich das Papier sogar versechsfacht. Für den absoluten Ausreißer sorgt aber der April, denn allein in den Wochen um Ostern stieg die Intel-Aktie von 44,98 USD auf 94,48 USD. Nach dieser „Fahnenstange“ sind diverse Indikatoren (z. B. MACD, RSI) massiv überhitzt. Gleichzeitig legt der Faktor „Saisonalität“ eine zyklische Atempause nahe. Schließlich signalisieren die Daten seit Beginn des Jahrtausends jetzt den Beginn einer saisonalen Dürreperiode: Von Mitte Juni bis Ende Oktober sind im historischen Mittel keine weiteren Kursgewinne mehr zu erwarten. Nach einem derart dynamischen Kursanstieg fällt der zyklische Gegenwind 2026 vermutlich eher stärker als schwächer aus. Deshalb können Anlegerinnen und Anleger Gewinnmitnahmen in Erwägung ziehen und sich defensiver aufstellen. Das alte Allzeithoch stellt eine wichtige Unterstützung dar, welche bei der Auswahl des passenden Discount-Zertifikats berücksichtigt werden kann.

Intel (Monthly)

Chart Intel

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Intel

Chart Intel

Quelle: LSEG, tradesignal²

Die Kurve bekommen?

Mit Hilfe des „HSBC Trendkompass“ filtern wir jede Woche über 100 Einzelaktien anhand der Kriterien Relative Stärke nach Levy und Momentum (4 Wochen). Für die Zalando-Aktie signalisiert unsere objektive Auswertung endlich wieder einen mittel- und langfristigen Aufwärtstrend. Letztlich ist der Titel ein gutes Beispiel, wie sich so immer wieder spannende Tradingkandidaten mit klaren Setups finden lassen. Charttechnisch sticht eine untere Trendwendeformation in Form eines Doppelbodens hervor (siehe Chart) – und zwar auf Basis der wichtigen Haltezone bei 19/17 EUR. Dieses Muster spricht für einen nachlassenden Verkaufsdruck, was auch der Wochenchart mit den dortigen positiven Divergenzen untermauert: Weder MACD noch RSI hatten zuletzt neue Tiefs noch von der Indikatorenseite bestätigt. Im Verlauf des Oszillators ist zudem eine Bodenbildung erkennbar. Aus dem o. g. Doppelboden lässt sich ein technisches Kursziel von knapp 30 EUR ableiten. Auf dem Weg in diese Region steckt die 200-Tage-Linie (akt. bei 26,95 EUR) ein wichtiges Etappenziel ab. Als engmaschiger Stopp ist dagegen die Nackenlinie der unteren Umkehr bei 24 EUR prädestiniert.

Zalando (Weekly)

Chart Zalando

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Zalando

Chart Zalando

Quelle: LSEG, tradesignal²

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Autor: Jörg Scherer