DAX® - Ausbruch voraus?
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Ausbruch voraus?
Zweiter Handelstag der Woche und zum zweiten Mal kann der DAX® deutliche Kurszuwächse verbuchen. Dank der konstruktiven Kursentwicklung im bisherigen Wochenverlauf rücken bei den deutschen Standardwerten die entscheidenden Hürden auf der Oberseite mehr und mehr in den Mittelpunkt. Gemeint ist die Kombination aus der Glättung der letzten 50 Tage (akt. bei 25.592 Punkte) sowie den jüngsten Hochpunkten bei 25.700 Punkten. Gelingt dem Aktienbarometer der Ausbruch, würde die zuletzt mehrfach diskutierte Bodenbildung doch noch komplettiert. Aus der Höhe dieses Kursmusters ergibt sich im Erfolgsfall ein kalkulatorisches Anschlusspotenzial von gut 900 Punkten, welches perspektivisch sogar ausreichen würde, um das bisherige Allzeithoch bei 26.619 Punkten ins Visier zu nehmen. Auf der Unterseite bilden dagegen die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.881 Punkten) zusammen mit den jüngsten Verlaufstiefs bei 24.832/24.793 Punkten weiterhin einen ganz wichtigen „support“. Diese beiden Taktgeber werden noch zusätzlich durch die Bollinger Bänder (akt. bei Punkten) bestätigt. Die Begrenzungen des Volatilitätsindikators untermauern also das gegenwärtige „make or break“-Szenario. Anders ausgedrückt: Ein Ausbruch dürfte für eine mittelfristige Richtungsentscheidung sorgen.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Neuralgische Chartzone aus dem Lehrbuch
Der Philadelphia Semiconductor Index nähert sich einer absolut neuralgischen Chartmarke, die Anleger unbedingt im Blick haben sollten. Schließlich bündelt der aktuelle Kursbereich eine Reihe wichtiger technischer Unterstützungen: Zunächst ist dabei der seit April 2025 bestehende Aufwärtstrend (akt. bei 10.779 Punkten), dann die viel beachtete 38-Wochen-Linie (akt. bei 11.053 Punkten) sowie das Tief von Ende Juli (10.445 Punkte) zu nennen. Abgerundet wird das entstehende Halte-Cluster durch zwei unterschiedliche Fibonacci-Retracements (10.870/10.351 Punkte). Damit steht der Halbleiterindex an einer entscheidenden Weggabelung. Solange die genannte Bastion verteidigt wird, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Ein erfolgreicher Rebound an dieser Zone könnte den Bullen neuen Rückenwind verleihen und die jüngste Konsolidierung als konstruktive Verschnaufpause bestätigen. Das Motto lautet daher klar: Hier muss es halten. Sollte der „SOX“-Index dagegen nachhaltig unter den Unterstützungsbereich rutschen, würde dies eine Topformation mit einem Abschlagspotenzial von mindestens 3.000 Punkten vervollständigen. Angesichts der hohen Bedeutung des Sektors für den gesamten Technologiesektor könnte ein solches Signal weit über den Index hinaus ausstrahlen.
Philadelphia Semiconductor Index (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Philadelphia Semiconductor Index
Quelle: LSEG, tradesignal²
Vor den Zahlen: Die großen Leitplanken
Im Vorfeld der heutigen Quartalszahlen können Anlegerinnen und Anleger mit Hilfe des Chartverlaufs die wichtigsten Schlüsselmarken definieren. Bei der Microsoft-Aktie liefert derzeit vor allem der langfristige Quartalschart eine wichtige Orientierungshilfe. Die hohe Zeitebene trägt dabei sowohl der erhöhten Unsicherheit im Umfeld wichtiger Unternehmensnachrichten als auch den großen charttechnischen Leitplanken Rechnung. Das beste Quartal des Jahrtausends (+ 37 %) ließ aus Sicht der Candlestickanalyse einen klassischen „morning star“ entstehen. Dank dieses konstruktiven Kerzenmusters rückt das bisherige Allzeithoch vom September 2025 bei 555 USD erneut in den Mittelpunkt. Ein nachhaltiger Vorstoß in „uncharted territory“, also in charttechnisches Neuland, ließe ein weiteres, prozyklisches Signal entstehen. Schließlich könnte die Kursentwicklung der letzten zweieinhalb Jahre im Ausbruchsfall als nach oben aufgelöste Schiebezone zwischen 350 USD und 555 USD interpretiert werden (siehe Chart). Lohn der Mühen wäre dann ein ordentliches Anschlusspotenzial von 200 USD. Um diese Perspektive dagegen nicht aus den Augen zu verlieren, gilt es in Zukunft, die Aufwärtskurslücke im Wochenbereich bei 475/467 USD nicht mehr zu unterschreiten.
Microsoft (Quarterly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Microsoft
Quelle: LSEG, tradesignal²
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