Kommentar
17:01 Uhr, 03.01.2026

Dank Trump: Milliardenschwerer Bitcoin-Hacker vorzeitig aus Haft entlassen

Nur gut ein Jahr nach seiner Verurteilung wegen des historischen Milliarden-Diebstahls wurde Ilya Lichtenstein vorzeitig aus der Haft entlassen.

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  • Ilya Lichtenstein, der Hacker hinter einem der größten Bitcoin-Diebstähle der Geschichte, wurde etwas mehr als ein Jahr nach dem Antreten seiner fünfjährigen Haftstrafe vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Dies wurde durch ein Gesetz zur Reform des Strafvollzugs ermöglicht, das während der ersten Amtszeit von Donald Trump unterzeichnet wurde.
  • In einem Beitrag auf der Plattform X bedankte sich Lichtenstein ausdrücklich beim “First Step Act” von Präsident Trump für seine frühe Freilassung und erklärte, dass er beabsichtige, so bald wie möglich einen positiven Beitrag im Bereich der Cybersicherheit zu leisten.
  • Der First Step Act aus dem Jahr 2018 erlaubt es Häftlingen, durch die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen und Wohlverhalten Gutschriften zu sammeln, die ihre Haftzeit verkürzen. Lichtenstein war im November 2024 verurteilt worden, nachdem er gestanden hatte, die Krypto-Börse Bitfinex im Jahr 2016 gehackt und die dabei erbeuteten fast 120.000 Bitcoin gewaschen zu haben.
  • Auch seine Ehefrau Heather Morgan, die unter dem Künstlernamen “Razzlekhan” bekannt wurde, reagierte erfreut auf die Nachricht und nannte die Freilassung das “beste Neujahrsgeschenk”. Morgan war wegen ihrer Beteiligung an der Geldwäsche der gestohlenen Mittel zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, wurde jedoch selbst bereits im Oktober vorzeitig entlassen.
  • Das Paar war 2022 nach langjährigen Ermittlungen verhaftet worden, in deren Verlauf die US-Behörden einen Großteil der gestohlenen Bestände sicherstellen konnten. Lichtenstein hatte während des Prozesses betont, dass er allein für den Hack verantwortlich war und seine Frau erst Jahre später davon erfahren habe.
  • Während der juristische Prozess um die Entschädigung der Opfer andauert – wobei laut jüngsten Gerichtsunterlagen möglicherweise nur Bitfinex selbst Anspruch auf Rückzahlungen hat –, deutet Lichtensteins Entlassung auf eine allgemeinere Entwicklung hin.
  • Donald Trump hatte zuletzt signalisiert, auch andere prominente Fälle aus der Krypto-Welt, wie den des Samourai-Wallet-Mitbegründers Keonne Rodriguez, einer erneuten Prüfung zu unterziehen.

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