COMMERZBANK - UniCredit überschreitet 30%-Marke
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Die italienische Großbank UniCredit weitet ihren Einfluss als größter Einzelaktionär der Commerzbank aus: Im Rahmen des laufenden Übernahmeangebots hat die UniCredit die wichtige Marke von 30 % überschritten. Die direkt gehaltene Beteiligung sei von 26,8 % auf über 30 % gestiegen, meldet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag.
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Kein attraktives Angebot für die Aktionäre
Für die Commerzbank-Aktionäre ist das UniCredit-Angebot denkbar unattraktiv: Die UniCredit bietet 0,485 eigene Aktien pro Commerzbank-Aktie. Dies entspricht aktuell einem Abschlag von rund 3 % auf den Börsenkurs der Commerzbank. Für Aktionäre der zweitgrößten deutschen Privatbank ist es also lukrativer, ihre Commerzbank-Aktien über die Börse zu verkaufen, statt diese im Rahmen des Übernahmeangebots anzudienen.
Der Zweck des Übernahmeangebots für die UniCredit dürfte vor allem darin liegen, im Rahmen des Angebots die Schwelle von 30 % zu überschreiten, was nun gelungen ist. Denn dadurch vermeidet sie ein teures Pflichtangebot für alle Commerzbank-Aktien und kann nun einfach ihre Beteiligung über die Börse weiter ausbauen und dafür auch Schwächephasen im Kursverlauf nutzen.
Sowohl die Commerzbank selbst als auch die Bundesregierung lehnen eine Commerzbank-Mehrheitsübernahme durch die UniCredit ab. Vorstand und Aufsichtsrat haben den Aktionären empfohlen, das laufende Übernahmeangebot nicht anzunehmen. Allerdings sind die Möglichkeiten, eine weitere Erhöhung der Beteiligung durch die UniCredit zu verhindern, begrenzt. Das Übernahmeangebot läuft noch bis zum 16. Juni. Anschließend könnte es eine erweiterte Annahmefrist geben, die voraussichtlich am 3. Juli 2026 endet.
Nach der Bilanzsumme ist die Commerzbank die zweitgrößte deutsche Privatbank hinter der Deutschen Bank und das drittgrößte deutsche Geldhaus insgesamt hinter der Deutschen Bank und der DZ Bank.
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Fazit: Die UniCredit hat mit dem Überschreiten der 30%-Schwelle ein wichtiges taktisches Ziel erreicht. Für Commerzbank-Aktionäre bleibt das laufende Angebot wegen des Abschlags zum Börsenkurs denkbar unattraktiv, auch wenn das grundsätzliche Interesse der UniCredit natürlich positiv ist. In den kommenden Monaten ist nun weniger entscheidend, mit welcher Annahmequote das laufende Übernahmeangebot beendet wird, sondern ob und in welchem Umfang die UniCredit ihre Beteiligung an der Commerzbank über Zukäufe an der Börse ausbaut. Der politische und unternehmensseitige Widerstand bleibt hoch, dürfte den strategischen Druck auf Commerzbank aber nur begrenzt verringern. Für die Aktie bleibt die Übernahmefantasie ein zentraler Kurstreiber.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 2,33 | 3,08 | 3,75 |
| KGV | 16 | 12 | 10 |
| Dividende je Aktie in EUR | 1,10 | 1,52 | 1,88 |
| Dividendenrendite | 2,94% | 4,06% | 5,02% |
|
*e = erwartet, Erwartungen basieren bei |

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