Commerzbank sieht in Unicredit-Angebot keine Gesprächsgrundlage
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DOW JONES---Die Commerzbank sieht in dem Übernahmeangebot der Unicredit keine Grundlage für Gespräche. Die Kommunikation der Unicredit beinhalte keine weiteren Informationen bezüglich der Eckpfeiler einer wertstiftenden Transaktion, teilte die Frankfurter Bank mit. "Das wäre die notwendige Grundlage für etwaige Gespräche". Die Bank setzt weiter auf Eigenständigkeit.
"Wir sind überzeugt von der Stärke und dem Potenzial unserer Strategie, die auf Eigenständigkeit und profitables Wachstum setzt", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp laut Mitteilung. "Das Vorgehen ist nicht mit uns abgestimmt." Sie hob hervor, dass die Offerte "faktisch keine Prämie" für die Commerzbank-Aktionäre enthalte.
Unicredit hatte am Morgen ein freiwilliges Angebot vorgelegt, um bei der Commerzbank zunächst die 30-Prozent-Schwelle zu überwinden. Das Angebot in Aktien entspricht einem Aufschlag von 4 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag.
Unicredit geht aber nicht davon aus, mit dem Angebot deutlich über 30 Prozent zu landen. Sie strebt damit nicht die Mehrheit an, sondern einen "konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern", wie Unicredit-CEO Andrea Orcel am Morgen in einer Telefonkonferenz gesagt hatte. "Unsere Botschaft an die Commerzbank ist, dass es jetzt Zeit ist für Gespräche."
Mit einer Beteiligung von über 30 Prozent müsste Unicredit keine Pflichtofferte mehr abgeben und anders als jetzt nicht darauf achten, dass ihr Anteil im Zuge der laufenden Aktienrückkäufe der Commerzbank diese Schwelle nicht überschreitet. Überdies könnte sie Aktien am Markt erwerben.
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank wollen die Angebotsunterlage prüfen, sobald die veröffentlicht ist. Dies hat Unicredit für Anfang Mai angekündigt.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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