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10:56 Uhr, 24.03.2026

Bundesanleihen schwächer – Ölpreise ziehen wieder an

Deutsche Staatsanleihen standen am Dienstag unter Druck. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,20 Prozent auf 125,36 Punkte, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,01 Prozent. Beobachter verwiesen auf erneut anziehende Ölpreise nach dem kräftigen Rückgang am Vortag; am Montag hatte die Zehnjahresrendite mit 3,07 Prozent bereits den höchsten Stand seit 2011 markiert.

Hintergrund ist die anhaltende Unsicherheit im Iran-Konflikt; die Kämpfe gehen vorerst weiter. Angekündigte US-Angriffe auf iranische Energieanlagen wurden zwar verschoben und Signale möglicher Gespräche ließen Öl zeitweise sinken; offizielle Dementis nahmen den Druck jedoch schnell heraus – am Morgen legten die Notierungen wieder zu. Zuvor gefallene Ölpreise hatten Inflationserwartungen gedämpft und Anleihen kurzzeitig gestützt.

Zudem trübte sich die Unternehmensstimmung in der Eurozone im März ein: Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen gab nach, während die Industrie etwas aufhellte. Ökonomen warnen jedoch, dass die bessere Bewertung teilweise auf Vorzieheinkäufe aus Furcht vor Lieferunterbrechungen zurückgehen könnte. In Summe ergibt sich ein gemischtes Bild der Konjunktur.

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