Kommentar
15:03 Uhr, 27.02.2026
Bitcoin wird bankfähig: Citi und Morgan Stanley starten Custody-Offensive
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- Zwei US-Großbanken setzten auf der Konferenz Strategy World neue Signale Richtung Bitcoin-Infrastruktur. Citi will laut Nisha Surendran, Leiterin für den Aufbau der Digital-Asset-Custody, später in diesem Jahr eine Plattform starten, die Bitcoin in klassische Bankprozesse integriert.
- Im Fokus stehen zunächst Verwahrung, institutionelles Key-Management und Wallet-Infrastruktur, damit Kunden Bitcoin-Positionen ähnlich wie traditionelle Assets verwalten können.
- Parallel skizzierte Morgan Stanley auf der Konferenz eine Roadmap für mehr Krypto-Angebote.
- In einem Gespräch sagte Amy Oldenburg, Head of Digital Asset Strategy, die Bank wolle zunächst E*Trade-Kunden den Handel mit Spot-Kryptowährungen über einen Partner ermöglichen.
- Reuters hatte bereits 2025 berichtet, dass Morgan Stanley dafür mit Zerohash zusammenarbeitet und der Start für die erste Hälfte 2026 geplant ist. In einem nächsten Schritt soll eine stärker integrierte Custody- und Trading-Lösung folgen. Zusätzlich prüft Morgan Stanley laut Oldenburg auch Krypto-basierte Ertrags- und Lending-Produkte, ohne einen konkreten Zeitplan zu nennen.
- Für den Markt ist das mehr als Symbolik. Custody ist der Engpass, über den Banken Krypto in Reporting-, Steuer- und Compliance-Prozesse ziehen können und damit Kunden abholen, die Bitcoin bislang außerhalb der Bankplattform halten – etwa bei Börsen oder in eigenen Wallets.
- Der Trend zeigt, dass sich Bitcoin als Anlageklasse weiter institutionalisiert, während Banken versuchen, die Schnittstelle zum Kunden nicht an Krypto-Börsen zu verlieren. Gerade institutionelle Investoren brauchen für große Bitcoin-Bestände oft verwahrfähige Strukturen mit klaren Kontroll- und Audit-Prozessen – hier wollen Banken als vertrauenswürdige Schnittstelle punkten.
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