Kommentar
09:48 Uhr, 06.02.2026

Bitcoin testet 60.000 US-Dollar: Saylors Strategy sitzt auf 8 Milliarden-Minus

Der apokalyptische Abverkauf geht weiter am Krypto-Markt. Bitcoin testet die 60.000 US-Dollar und bringt Michael Saylors Strategy in die Bredouille. Die Gründe.

Erwähnte Instrumente

  • Das Lagebild am Krypto-Markt nimmt langsam apokalyptische Züge an. In den frühen Morgenstunden testete Bitcoin kurzzeitig das Niveau um die 60.000 US-Dollar. Das zeigen Daten auf Tradingview.
  • Mittlerweile konnte sich der Kurs zwar bei 65.000 stabilisieren, dennoch sorgte die Bewegung für ein echtes Blutbad an den Krypto-Derivatemärkten. In den letzten 24 Stunden wurden hier Positionen im Gesamtwert von 2,6 Milliarden US-Dollar liquidiert. Der Großteil davon entfiel auf Bitcoin-Anleger, die auf steigende Kurse gehofft hatten.
  • Gleichzeitig bleibt der Verkaufsdruck hoch. Wie Daten auf Cryptoquant zeigen, reißt der Strom an Großinvestoren (sogenannter Wale), die ihre Mittel auf Krypto-Börsen senden, nicht ab. Der größte Handelsplatz Binance erreichte Gesamtzuflüssen von rund 78.500 BTC. Davon entfielen auf Wale fast die Hälfte (48,5 Prozent). Es ist der höchste Wert seit dem Krisenjahr 2022.
  • Ein Mega-Wal bleibt derweil standhaft, obwohl er laut jüngsten Daten auf einem Gesamtverlust von fast 8 Milliarden US-Dollar sitzt – Michael Saylor. Zwischenzeitlich lag der Wert sogar bei 11 Milliarden US-Dollar, als Bitcoin auf 60.000 US-Dollar abrutschte.
  • Gegenüber Fox Business zeigte er sich dennoch gelassen: “Solange Bitcoin jedes Jahr um 1,25 Prozent steigt, kann Strategy seine Dividenden für immer zahlen.”
  • Noch schlimmer sieht es derweil für Tom Lee und seine Ethereum-Position bei Bitmine aus. Erst kürzlich kaufte das börsennotierte Unternehmen fast 42.000 ETH nach, um Verluste etwas auszugleichen. Dennoch verlor das Portfolio insgesamt über 8 Milliarden US-Dollar, mehr als 50 Prozent des Gesamtwerts.
  • Insgesamt zeigte sich bei der zweitgrößten Kryptowährung ein ähnlich düsteres Bild wie bei Bitcoin. Ethereum verlor über die letzten 24 Stunden knapp 10 Prozent. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt ETH bei 1.891 US-Dollar.

Wer die Gelegenheit nutzen möchte, um bei Ethereum oder Bitcoin zuzuschlagen, kann das über Coinbase. Neukunden erhalten hier 30 Euro in Bitcoin geschenkt, wenn sie mindestens die gleiche Summe investieren.

  • Gründe für die weiter anhaltende Krypto-Schwäche liefern auch die traditionellen Märkte. Der Nasdaq100 wertete zwischenzeitlich um fast 3,5 Prozent ab. Krypto und insbesondere Bitcoin wiesen in der Vergangenheit immer wieder Korellationen zum Technologieindex auf.
  • Analysten führen die Schwäche am Nasdaq unter anderem auf anhaltende Sorgen aus dem KI-Sektor zurück. Amazon-CEO Andy Jassy gab gestern bei der Präsentation der Quartalszahlen bekannt, in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar in KI-Projekte bei Amazon investieren zu wollen.
  • Amazon hatte mit seiner Gewinnprognose für das erste Quartal enttäuscht. Der Internet-Riese ging von einem Betriebsgewinn von bis zu 21,5 Milliarden US-Dollar aus, Analysten hatten mit 22,2 Milliarden gerechnet.
  • Zudem bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran weiter angespannt. Gestern veröffentlichte die US-Botschaft, die für Teheran zuständig ist eine Warnung. Alle US-Bürger sollten das Land verlassen. In der Folge nahmen Prognosen über einen möglichen Angriff der USA auf Polymarket zu.

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