Kommentar
15:00 Uhr, 05.02.2026

Bitcoin im freien Fall: Das erwarten Insider in den kommenden Monaten

Bitcoin und der Krypto-Markt stürzen ab. Krypto-Insider schätzen ein, worauf es jetzt ankommt und was Hoffnung macht.

Die aktuelle Situation ist für Bitcoin- und Krypto-Investoren nicht leicht. Die Kurse befinden sich im freien Fall und der Bullenmarkt ist in weite Ferne gerückt. Umso wichtiger ist es jetzt, auf die Themen zu schauen, die die kommenden Monate im Markt prägen können. Deswegen haben wir gemeinsam mit Prof. Dr. David Florysiak von der IU Internationale Hochschule 42 Krypto-Insider nach ihren Markteinschätzungen gefragt. Der vollständige BTC-ECHO Insider Report beleuchtet die Antworten im Detail und liefert neben Bitcoin-Kursprognosen auch Einschätzungen zu den Krypto-Trends 2026.

Q1 2026: Konsolidierung in vollem Gange

Dr. André Dragosch, Director Head of Research bei dem Krypto-ETF- und ETP-Anbieter Bitwise, rechnet kurzfristig nicht mit einer Wiederkehr des Bullenmarkts. “Ich denke, der Krypto-Markt wird voraussichtlich noch im ersten Quartal weiterhin konsolidieren, auch wenn der Boden höchstwahrscheinlich bereits hinter uns liegt.” Gleichzeitig sieht er die Voraussetzungen für weiter steigende Kurse noch nicht vollständig erfüllt. “Dennoch benötigt Bitcoin noch einen eindeutigen Katalysator, um den Bullenmarkt mit steigender institutioneller Adoption fortzusetzen.”

Als möglichen Auslöser nennt Dragosch eine Verschiebung zwischen Assetklassen. “Ich denke, der Katalysator wird höchstwahrscheinlich eine Korrektur am Edelmetall-Markt sein, die dann entsprechend eine mehr oder weniger starke Rotation in Kryptoassets nach sich ziehen wird.”

US-Politik: Unberechenbarkeit erschwert Prognosen

Nils von Schoenaich-Carolath, Chief Growth Officer von der Wertpapierhandelsbank tradias, hält Prognosen für dieses Jahr für kaum belastbar. Die Ursachen sieht er vor allem außerhalb des Krypto-Marktes selbst. “Die Unberechenbarkeit der US-Politik und die sich weiter zuspitzende geopolitische Lage erhöhen die Volatilität und machen Richtungsentscheidungen extrem fragil.” Entsprechend könne sich das Marktbild sehr schnell drehen. “Ein einziges regulatorisches Signal oder Gesetz kann Bitcoin in kurzer Zeit in Richtung mehrerer Hunderttausend US-Dollar treiben – genauso schnell kann sich das Bild durch wirtschaftliche Schocks, geopolitische Eskalationen oder restriktive Maßnahmen ins Gegenteil verkehren.”

Krypto-Markt reagiert schnell auf das Makroumfeld

Ed Prinz, Founder vom Web3 Hub Vienna und neob.ai, verweist auf die starke Abhängigkeit des Marktes von makroökonomischen Rahmenbedingungen. “Der Krypto-Markt zeigt Anfang 2026 eine starke Abhängigkeit von der globalen Zinspolitik.“

Gleichzeitig reagiert der Markt schneller und heftiger als der traditionelle Finanzmarkt, wie Krypto-Forensiker Albert Quehenberger, CEO von AQ Forensics, hervorhebt. Dafür nennt er mehrere strukturelle Gründe. “Das liegt unter anderem daran, dass rund um die Uhr gehandelt wird, viele Transaktionen öffentlich einsehbar sind und der Markt insgesamt noch weniger tief ist als bei Aktien oder Anleihen.” Diese Umstände hätten direkte Auswirkungen auf die Preisbildung. “Diese Eigenschaften führen zwar zu stärkeren Kursschwankungen, sorgen aber auch dafür, dass neue Informationen sehr schnell im Markt berücksichtigt werden.”

Mögliche KI-Blase als Gefahr?

Malte Häusler, CEO von der Tokenisierungsplattform Timeless Investments, geht auf die Korrektur bei Tech-Aktien ein, die zu einem Sell Off am gesamten Finanzmarkt geführt hat: “KI wird die Kurse der Tech-Unternehmen nach unten korrigieren.” Gleichzeitig rechnet er mit weiteren Übertreibungen. “Die Chipmania wird sich weiter zuspitzen, was die Märkte heute wohl noch nicht vollständig eingepreist haben.”

Wer die Korrektur nutzen möchte, um in Bitcoin oder andere Krypto-Assets zu investieren, kann dies bei Coinbase tun. Neukunden erhalten jetzt 30 Euro in BTC, wenn sie mindestens die gleiche Summe investieren. Hier registrieren.

Bitcoin: Es fehlt aktuell an Hoffnung

Beim aktuellen Stimmungsbild überwiegt Zurückhaltung. Bitcoin-Steuerberater Matthias Steger bringt die Lage pointiert auf den Punkt: “Es fehlt Hopium – alle anderen Zeichen stehen aber eigentlich gut.” Werner Hoffmann, CEO vom Krypto-Reporting-Dienstleister Pekuna beobachtet eine ähnliche Stimmung, insbesondere im deutschsprachigen Raum. “Ich beobachte die deutsche Krypto-Szene derzeit sehr gemischt, zum einen gibt es noch Optimismus, dass der richtige Bullenmarkt noch kommt, großteils sehe ich jedoch, dass viele sich eher auf einen Bärenmarkt vorbereiten.”

Tipp: Nicht verrückt machen lassen

Der CEO der Bitcoin-App 21bitcoin, Daniel Winklhammer, und Chris Seedor, CEO von SEEDOR und Bitsurance, teilen einen nüchternen, strukturellen Blick auf den Markt. Winklhammer verweist auf die zunehmende funktionale Nutzung von Bitcoin. “Bitcoin wird zunehmend als Treasury-Asset für Unternehmen betrachtet, da es eine Inflationsabsicherung und potenziell hohe Renditen bietet.” Zudem wachse die Bedeutung von Bitcoin als Sicherheiteninstrument. “Die Verwendung von Bitcoin als Sicherheit für Kredite gewinnt ebenfalls an Bedeutung.”

Seedor ergänzt diese Sicht um den Umgang mit vermeintlichen Marktrisiken wie Quantencomputer. “Das eigentliche Risiko sind irreversible Fehlentscheidungen im Konsens.” Entsprechend plädiert er für Zurückhaltung statt Aktionismus. “Der einzig vernünftige Weg ist langweilig: erst handeln, wenn reale Signale auftauchen, statt Narrative.”

Wer wissen möchte, was andere Insider über den Krypto-Markt denken, welchen Bitcoin-Kurs sie bis Juli 2026 erwarten und was die wichtigsten Krypto-Trends für 2026 sind, der kann dies im kostenlosen BTC-ECHO Insider Report nachlesen.

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