Kommentar
12:43 Uhr, 16.05.2026

Bitcoin gibt Clarity-Act-Gewinne vollständig ab: Letzter Reset vor dem Bullrun?

Bitcoin verliert nach dem Clarity-Act-Hype fast fünf Prozent. Doch On-Chain-Daten machen Hoffnung. Ist das das letzte Aufbäumen der Bären?

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Die Freude der Anleger über den Fortschritt beim Clarity Act war nur von kurzer Dauer. Bitcoin gab am Samstagmorgen die Gewinne vollständig wieder ab und rangiert deutlich unter 79.000 US-Dollar. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt BTC bei 78.450 US-Dollar – ein Rückgang von fast 5 Prozent im Vergleich.

Das Krypto-Gesetz entpuppt sich damit als klassisches Sell-the-News-Event. Nachdem das Krypto-Gesetz in den USA eine wichtige Hürde nehmen konnte, war der BTC-Kurs zwischenzeitlich auf über 82.000 US-Dollar gestiegen. Manche sahen das bereits als Start eines neuen Bullenmarktes – und wurden vom plötzlichen Pivot kalt erwischt. Das zeigen die Liquidationsdaten auf Coinglass.

Demnach wurden an den Derivatemärkten in den letzten 24 Stunden über eine halbe Milliarde US-Dollar ausgelöscht. Fast ausschließlich traf es Anleger, die auf steigende Kurse gesetzt hatten. Ein Bild, das sich auch bei den US-Spot-ETFs wiederholt. Die Bitcoin-Indexfonds verloren bereits am Freitag 290 Millionen US-Dollar.

Im Altcoin-Sektor sieht das Bild nicht anders aus. Die zehn wertvollsten Kryptowährungen verloren zwischen 3 und 5 Prozent. Besonders hart traf es jedoch Hyperliquid, das knapp 10 Prozent einbüßte.

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Grund zur Panik sei die aktuelle Marktentwicklung allerdings nicht, sagt Analyst CryptoZeno auf der Plattform CryptoQuant. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht deuteten die On-Chain-Daten darauf, dass die aktuelle Schwächephase sogar ein notwendiger Reset innerhalb des laufenden Bullzyklus sein könnte.

So zeige sich, dass der massive Verkaufsdruck der vergangenen Monate zunehmend abschwäche. Anleger realisieren deutlich weniger Gewinne als noch zuletzt – ein Zeichen dafür, dass die aggressive Distribution langsam ausläuft. Gleichzeitig kam es zuletzt zu einem spürbaren Anstieg realisierter Verluste. Schwächere Marktteilnehmer kapitulierten während der jüngsten Korrektur und verkauften ihre Bestände im Minus.

Historisch treten solche Phasen häufig mitten in Bullenmärkten auf. Überhitzte Spekulation werde aus dem Markt gespült, während langfristig orientierte Investoren die Coins absorbieren. Auch wichtige Bewertungsindikatoren wie das MVRV-Verhältnis haben sich zwar deutlich abgekühlt, befinden sich laut dem CryptoQuant-Analysten aber weiterhin oberhalb jener Bereiche, die in der Vergangenheit echte Bärenmärkte signalisierten.

Besonders bemerkenswert: Trotz der eingetrübten Stimmung hält sich Bitcoin weiterhin klar über wichtigen langfristigen Bewertungsniveaus. Für den Analysten spricht das dafür, dass die strukturelle Nachfrage nach BTC intakt bleibt – und die aktuelle Korrektur eher eine Konsolidierung als das Ende des Bullruns darstellt.

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