Bitcoin-Fehlbewertung? Bitwise-CIO warnt vor Denkfehlern bei Investoren
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- “Überall, wohin ich schaue, verkündet die Wall Street lautstark, dass sich die Finanzwelt auf die Blockchain verlagert. Nicht nur ein kleiner Teil davon, sondern alles“, schreibt Bitwise-CIO Matt Hougan in seinem wöchentlichen Memo. Das Problem: “Traditionelle Investoren können es nicht hören.”
- Dem Branchenkenner zufolge steckt der Krypto-Markt in einer Art von Wahrnehmungsfalle. Viele Investoren litten unter einem “Anchoring Bias” und bewerteten Bitcoin noch immer mit dem Blick auf die frühen Tage im Cypherpunk-Milieu. Das Image vom rebellischen Nischenprojekt verdecke aber längst die heutige Realität.
- “Sie sehen immer noch den tätowierten Punk-Skateboarder”, schreibt Hougan. Tatsächlich habe sich die Krypto-Industrie stark professionalisiert und baue inzwischen Infrastruktur für die nächste Generation der Kapitalmärkte.
- Auch Krypto-Anleger selbst würden die Dynamik unterschätzen. Zu oft sei institutionelle Adoption in der Vergangenheit angekündigt worden, ohne dass der große Durchbruch folgte. Das habe zu einer Art “Der Junge, der Wolf rief”-Syndrom geführt. Laut Hougan bewegt sich die Entwicklung nun aber mit regulatorischem Rückenwind. Die SEC habe ausdrücklich das Ziel formuliert, Finanzmärkte On-Chain zu bringen.
- Der Wert tokenisierter Vermögenswerte auf Blockchains nähere sich der 20 Milliarden US-Dollarmarke und habe sich 2025 mehr als vervierfacht. Angesichts von Hunderten Billionen US-Dollar in ETFs, Aktien und Anleihen sei das Potenzial enorm, sodass sich der Markt vervielfachen könnte.
- BlackRock und Apollo haben bereits milliardenschwere tokenisierte Fonds aufgelegt, US-Großbanken prüfen Stablecoin-Projekte. Für 2026 prophezeite Bitwise noch im Dezember neue Allzeithochs – bislang lassen die Krypto-Rekorde aber auf sich warten. Bitcoin korrigierte im laufenden Handelsjahr um 22 Prozent und fiel zeitweise bis auf 60.000 US-Dollar zurück.
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