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13:32 Uhr, 16.10.2018

Bier oder Spirituosen: Was ist das bessere Investment?

BNY-Mellon-Portfoliomanager Paul Flood hat das 185. Münchner Oktoberfest zum Anlass genommen, einen Blick auf die Märkte für Bier und Spirituosen aus Investorensicht zu werfen.

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New York (GodmodeTrader.de) - Der weltweite Biermarkt ist stark konzentriert: Die fünf führenden Brauereien stellen 50 Prozent des weltweiten Volumens her und erzielen 65 Prozent der Gewinne. In den westlichen Nationen haben demographische und strukturelle Änderungen in den letzten Jahren dazu geführt, dass der Bierkonsum stagniert. Nicht nur sinkt der Anteil jüngerer Verbraucher insgesamt, sondern diese trinken auch weniger Alkohol als die Generation ihrer Eltern oder Großeltern, wie Paul Flood, Portfoliomanager des BNY Mellon Global Multi-Asset Income Fund bei Newton – eine Boutique von BNY Mellon Investment Management, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Doch es gebe auch Wachstumsfelder: Hochpreisige Craft-Biere, Biersorten mit weniger oder ohne Alkohol sowie aromatisierte Malzgetränke würden immer beliebter – nicht nur in der westlichen Welt, sondern auch in den Schwellenländern. Die Folge: Die Bewertung dieses Sektors sei gestiegen, obwohl das Volumen stabil geblieben sei. Und sobald sich die Wirtschaft der Schwellenländer wieder erhole, dürfte der dort noch vergleichsweise niedrige Pro-Kopf-Verbrauch von Bier deutlich ansteigen und die Wachstumsaussichten der Branche beflügeln, heißt es weiter.

„Dennoch: Als Investmentmöglichkeit bevorzugen wir Spirituosen. Im Gegensatz zu Bier ist der Spirituosenmarkt trotz einer deutlichen Konsolidierung in den letzten Jahrzehnten immer noch relativ fragmentiert. Spirituosen bieten aus unserer Sicht ein höheres Umsatzwachstum bei besserer Qualität, und der Absatz wächst sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern. Hinzu kommt, dass die Preisstaffelung von Spirituosen viel ausgeprägter ist. Ein Beispiel: In einigen afrikanischen Märkten kostet die gleiche Menge eines lokalen Schnapses ein Drittel eines Bieres. Ein seltener Remy Martin Louis XIII Jeroboam mit drei Litern kann dagegen bis zu 100.000 US-Dollar erzielen“, so Flood.

Vor dem Hintergrund des geringen Pro-Kopf-Verbrauchs internationaler Spirituosenmarken in Schwellenländern stehe zu erwarten, dass die Wachstumschancen – sowohl auf den Konsum als auch auf die Bewertung der Industrie bezogen – entsprechend groß seien. Beispielsweise sei Diageo, der weltweit führende Spirituosenhersteller, durch seine globale Präsenz und die Preisgestaltung seines breiten Produktangebots sehr gut positioniert, heißt es abschließend.

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