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08:23 Uhr, 25.02.2026

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe sinkt im Dezember

DOW JONES--Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Dezember saison- und kalenderbereinigt um 4,9 Prozent gegenüber dem November gesunken. Im Vorjahresvergleich stieg der reale Auftragseingang im Dezember kalenderbereinigt um 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Nominal betrug der Anstieg 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Im Gesamtjahr 2025 stieg der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der nominale Auftragseingang lag mit einem Volumen von 113,0 Milliarden Euro um 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im Hochbau lagen die Auftragseingänge im Jahr 2025 real 7,5 Prozent und nominal 10,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Damit stiegen sie erstmals seit dem Jahr 2021 wieder an. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau - ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - mit real 10,1 Prozent (nominal: 12,6 Prozent) ein größeres Wachstum als der Nichtwohnungsbau (real: 5,8 Prozent, nominal: 8,4 Prozent).

Der Auftragseingang im Tiefbau lag real 6,2 Prozent und nominal 8,6 Prozent über dem bisherigen Höchststand aus dem Vorjahr. Großaufträge im gesamten Bauhauptgewerbe, vor allem bei der Bahnstreckensanierung und beim Ausbau der digitalen Infrastruktur, trugen maßgeblich zu diesem neuen Rekordergebnis bei.

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe lag im Jahr 2025 real 2,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis und stieg damit erstmals seit 2020 wieder an. Nominal lag er 5,0 Prozent höher und erreichte einen neuen Höchststand von 120,5 Milliarden Euro.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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