Analyse

ASANA – Aktie bricht nach Herabstufung ein

Das US-Software-Unternehmen Asana hat für das dritte Quartal bessere Zahlen vorgelegt als erwartet. Auch der Ausblick für Q4 liegt über den Analystenschätzungen. Die Aktie verliert heute dennoch zweistellig.

Erwähnte Instrumente

  • Asana Inc. Registered Shares Cl.A o.N. - WKN: A2QAMV - ISIN: US04342Y1047 - Kurs: 18,982 $ (NYSE)

Asana ist ein SaaS-Anbieter, der Produkte zur Verbesserung und Vereinfachung des Arbeitsmanagements und der Teamzusammenarbeit anbietet. Analysen zufolge adressiert das Unternehmen einen 45 Mrd.-USD-Markt, der bis zum Ende des Jahrzehnts auf über 80 Mrd. USD ansteigen soll.

Im dritten Quartal erhöhte Asana den Umsatz um 18 % auf 166,5 (VJ 141,4) Mio. USD. Die Bruttomarge stieg auf 90,4 (VJ 89,3) %. Der Verlust nach Non-GAAP wurde auf 8,2 (VJ 52,4) Mio. USD deutlich verringert. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf -0,04 (VJ -0,26) USD. Der Analystenkonsens ging von einem Umsatz in Höhe von 164,1 Mio. USD und einem Ergebnis pro Aktie von -0,11 USD aus.

Der operative Cashflow lag mit -8,2 Mio. USD zwar deutlich über dem Vorjahreswert von -46,2 Mio. USD, ist aber nach wie vor negativ. Das gilt auch für den freien Cashflow, der auf -11,5 (VJ -48,5) Mio. USD verbessert wurde.

Mit den Kernkunden wurden 20 % mehr Umsatz erzielt. Die Zahl der Kunden, mit denen mehr als 5.000 USD Umsatz pro Jahr erwirtschaftet wird, erhöhte sich um rund 14 % auf 21.346 und die Anzahl der Kunden, die mehr als 100.000 USD Umsatz im Jahr bringen, stieg sogar um 18 % auf 580.

Im Neunmonatszeitraum erlöste Asana mit 481,4 (VJ 397,0) Mio. USD 21 % mehr als im Vorjahr. Der Nettoverlust (Non-GAAP) ging auf 35,1 (VJ 174,0) Mrd. USD zurück bzw. -0,16 (VJ -0,89) USD pro Asana-Aktie. Der freie Cashflow stellte sich auf -13,4 (VJ -133,0) Mrd. USD.

Ausblick über Erwartungen

Für das am 31. Januar endende vierte Quartal rechnet Asana mit einem Umsatzanstieg zwischen 11 und 12 % auf 167 bis 168 (VJ 150,2) Mio. USD und einem Ergebnis pro Aktie auf Non-GAAP-Basis von -0,10 bis -0,09 (VJ -0,15) USD. Analysten gingen bislang von einem Umsatz in Höhe von 166,7 Mio. USD und einem Ergebnis je Aktie von -0,16 USD aus.

Für das Gesamtjahr 2023/24 liegt die Guidance des Unternehmens folglich bei Erlösen zwischen 648,5 und 649,5 (VJ 547,2) Mio. USD bei einem Verlust (Non-GAAP) je Aktie zwischen 0,27 und 0,26 (VJ 1,04) USD. Auch diese Werte liegen über den bisherigen Markterwartungen von 646,1 Mio. USD für den Umsatz bzw. 0,38 USD für den Verlust pro Aktie.

So manchem Analysten fiel das vorgelegte Zahlenwerk bzw. die Aussichten anscheinend nicht gut genug aus. So hat HSBC die Aktie von „Halten“ auf „Verkaufen“ mit einem Kursziel von 18 USD herabgestuft. JPMorgan ist da etwas optimistischer gestimmt und sieht Asana nach wie vor als „Outperformer“. Das Kursziel wurde aber von 30 USD auf 27 USD reduziert.

Fazit: Mit einer Marktkapitalisierung von um die 5 Mrd. USD ist Asana (noch) einer der kleineren Player in seinem Bereich. Das Unternehmen wächst zwar ordentlich, wird aber auf absehbare Zeit noch rote Zahlen schreiben. Analysten rechnen erst im Geschäftsjahr 2025/26 mit dem Erreichen der Gewinnzone. Die Asana-Aktie ist erst seit gut drei Jahren an der Börse notiert. Das bisherige Allzeithoch bei 143 USD ist meilenweit entfernt. Vom Jahrestief bei rund 12 USD hat sich das Papier aber auch schon wieder deutlich erholt. Meiner Meinung nach ist die Aktie nur für sehr risikobewusste Anleger geeignet.

Jahr 2022/3 2023/24e* 2024/25e*
Umsatz in Mio. USD 547,21 647,82 726,49
Ergebnis je Aktie in USD -1,04 -0,26 -0,22
KGV neg. neg. neg.
Dividende je Aktie in USD 0,00 0,00 0,00
Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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