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19:42 Uhr, 21.06.2024

Apple: Regulatorische Bedenken verzögern Start von KI-Funktionen in Europa

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Von Aaron Tilley

NEW YORK (Dow Jones) - Apple wird in diesem Jahr wahrscheinlich keine KI-Funktionen für Millionen von Kunden in Europa einführen, weil es Bedenken wegen der EU-Vorschriften für die Technologiebranche gibt.

Das EU-Gesetz über digitale Märkte, oft auch DMA genannt, hat weitreichende Beschränkungen für große Technologieunternehmen und den digitalen Wettbewerb erlassen. Eine Anforderung war die Interoperabilität, das heißt die Entwicklung von Software, die über Betriebssysteme und Hardware hinweg funktioniert und es den Verbrauchern erleichtert, ihre Daten zu übertragen oder den Anbieter zu wechseln.

Apple wies speziell auf diese Vorschrift hin und erklärte, dass diese Anforderungen "uns dazu zwingen könnten, die Integrität unserer Produkte in einer Weise zu beeinträchtigen, die die Privatsphäre und die Datensicherheit der Nutzer gefährdet."

"Wir sind hoch motiviert, diese Technologien allen Nutzern zugänglich zu machen", hieß es weiter vom Unternehmen in einer Erklärung und man habe sich dazu verpflichtet, mit der Europäischen Kommission zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden. Apple erklärte weiter, dass sein neues KI-System namens Apple Intelligence zu den Produkten gehöre, die man den europäischen Kunden in diesem Jahr voraussichtlich nicht anbieten könne.

Apple Intelligence bietet Nutzern einen KI-Assistenten, der in die Betriebssysteme von iPhone, iPad und Mac integriert ist. Die KI soll in der Lage sein, die persönlichen Daten der Nutzer zu scannen, um sie bei verschiedenen Aufgaben zu unterstützen, wie etwa beim Korrekturlesen eines Textes, beim Aufrufen von Fotos oder beim Erstellen eigener Emojis.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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