Analyse

APPLE - Michael Burry mit perfektem Timing!

Michael Burry legte Ende März eine große Shortposition auf Apple offen. Inzwischen wissen wir: Der Hedgefondsmanager hat ausgecasht. Zum Juni hielt Burry nur mehr eine Positon im Fonds.

Erwähnte Instrumente

  • Apple Inc. - WKN: 865985 - ISIN: US0378331005 - Kurs: 173,190 $ (Nasdaq)
  • GEO Group Inc., The - WKN: A11662 - ISIN: US36162J1060 - Kurs: 7,600 $ (NYSE)

Der Hedgefondsmanager Michael Burry wurde berühmt durch seine Shorts in der Immobilienkrise, verfilmt wurde das Ganze in dem Streifen "The big short". Nun macht ein solcher Treffer natürlich noch keinen guten Trader, aber wenn man Burry als Vorbild betrachten möchte, so ist es vorrangig sein Kontradenken, was mir zusagt. Mit dem Markt mitzuschwimmen ist kein Problem. Das geht am besten mit ETFs. Will man aber eine Überrendite erzielen, so geht das nur mit einer sehr guten Auswahl der Basiswerte und/oder sehr gutem Timing. Beim Timing bedeutet das oftmals zu verkaufen, wenn alle euphorisch sind und zu kaufen, wenn der Markt in depressive Stimmung verfallen ist.

Gerade über das Timing von Burry machten sich erst vor einigen Tagen wieder einige Schreiberlinge lustig. Denn Burry hatte Ende März eine große Short-Position auf die Apple-Aktie offengelegt (knapp 18 % seines Portfolios), wohlgemerkt Ende März. Das Thema wurde dann, wie so oft hochgekocht "Burry vs. Buffett". Dabei ist dieser Vergleich allein schon aufgrund der unterschiedlicher Anlagehorizonte, ziemlich unsinnig.

Marktbeobachter gingen aber zum Großteil davon aus, dass Burry die Shortposition immer noch hält, was sich nun als großer Fehler erwiesen hat. Vielmehr hat Burry seinen guten Riecher an der Börse erneut unter Beweis gestellt, indem er die Shortposition im Laufe des zweiten Quartals komplett verkauft hat. Das wissen wir seit gestern, denn gestern wurden die 13F-Filings in den USA veröffentlicht. Und demnach hat Burry mit Stand 30.6. nicht nur den Apple-Short gecovert, sondern fast alle Aktienpositionen, beispielsweise in den Tech-Größen Alphabet und Meta, liquidiert. Nur eine einzige Position befand sich Ende Juni noch in seinem Portfolio: 501.360 Aktien von Geo Group, einem Betreiber von Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen.

Die 13F-Filings werden 45 Tage nach Ablauf eines Quartals veröffentlicht. In ihnen müssen Großinvestoren mit einem Anlagevolumen von über 100 Mio. USD ihre Positionen offenlegen. Das Problem ist das große Timelag der Veröffentlichungen. Die Märkte haben sich seit Ende Juni deutlich erholt. Ob Burry sich weiter defensiv verhält oder im jüngsten Anstieg neue Positionen eröffnet hat, werden wir erst im September erfahren. Im Extremfall könnte er die Position in Geo Group zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bereits wieder veräußert haben.

Fazit: Die zeitliche Verzögerung der Offenlegung der Positionierungen von Großinvestoren in den 13F-Filings muss unbedingt berücksichtigt werden. Interessanterweise reagieren Aktien auf diese Filings oftmals dennoch mit starken Kursausschlägen. Dabei weiß der Ottonormalanleger gar nicht, ob der Großinvestor die Position zum Zeitpunkt der Offenlegung überhaupt noch hält.

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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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