Am kommenden Dienstag wählen die Amerikaner - US-Zwischenwahlen!
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Research von JP Morgan. Links sieht man Trumps Zustimmungswerte. Seit Anfang 2025 ist die Zustimmung deutlich gefallen, während die Ablehnung stark gestiegen ist. Rechts geht es aber um die Finanzen der Parteien. Der Republikanische Nationalausschuss RNC hat seit Anfang 2025 deutlich mehr Geld eingesammelt als der DNC (Demokraten) rund 341 Mio. USD gegenüber 252 Mio. USD. Gleichzeitig verfügt der RNC über rund 76 Mio. USD Cash, der DNC nur über rund 22 Mio. USD und zusätzlich über 15 Mio. USD Schulden. Die Demokraten haben derzeit das bessere politische Momentum, die Republikaner aber den finanziellen Vorteil. Für die US-Zwischenwahlen entscheidet jetzt, ob der Geldvorsprung des RNC reicht, um den Gegenwind durch Trumps schwache Zustimmungswerte abzufedern.
Am 3. November, am Dienstag kommender Woche, finden die US-Zwischenwahlen statt. Die Finanzmärkte direkt davor sehr stark volatil.
Auf der Wettbörse Polymarket liegen die Demokraten deutlich vorn. Die Händler preisen derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit einen kompletten Machtwechsel ( ein „Blue Wave“) im Kongress ein. US-Repräsentantenhaus: Hier gilt ein Sieg der Demokraten als fast sicher. Sie führen überragend mit 93 bis 94% Gewinnwahrscheinlichkeit, während die Republikaner nur noch bei abgeschlagenen 6 bis 8% notieren. Auch beim landesweiten „Popular Vote“ für das Haus liegen die Demokraten mit rund 95% vorn. US-Senat: Obwohl die Republikaner aktuell die Mehrheit (53 zu 47 Sitze) halten, sehen die Wettmärkte auch hier die Demokraten klar im Vorteil. Die Wahrscheinlichkeit für eine demokratische Senatsmehrheit liegt bei 68 bis 70% (erwartet werden rund 52 Sitze), gegenüber 30 bis 32% für die Republikaner. Getrieben wird dieser Vorsprung vor allem dadurch, dass die Demokraten in wichtigen Schlüsselstaaten.
Für das Szenario, dass die Demokraten beide Kammern gewinnen („Democrats Sweep“), liegt die Quote aktuell bei 66 bis 70 %. Ein geteilter Kongress (Repräsentantenhaus an die Demokraten, Senat bleibt bei den Republikanern) wird mit 25 bis 27% gehandelt. Dass die Republikaner beide Kammern verteidigen („Republicans Sweep“), halten die Wetter nur noch zu 8% für wahrscheinlich.
Trump wird seine Quittung dafür bekommen, dass er die USA mit dem Irankrieg in eine verfahrene Situation manövriert hat. Ölpreisschock, der Preis der Ölderivate wie Diesel und Kerosin geht durch die Decke, die Inflation frisst sich durch die Lieferketten. In der Folge ist die US-Notenbank gezwungen, länger geldpoltisch restriktiv zu agieren, die US-Renditen drücken nach oben, die Finanzierungsbedingungen für den KI-Boom verschlechtern sich, der Aktienmarkt beginnt in Teilen zu kippen.


Demokraten gewinnen. Heftiger Dip um allen Optimismus zu killen. 3, 4 Tage Wunden lecken und dann skyrocket to the moon. Alles wieder long rein danach. Bis es soweit ist, cash horten und bereit sein, wenn die ersten Entspannungssignale kommen.