Aktienmärkte erholen sich vor den Zinsentscheidungen von Fed und EZB
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DAX und US-Aktien haben die neue Woche mit Gewinnen begonnen. In Deutschland verbesserte sich das ifo-Geschäftsklima, während die Berichtssaison an Fahrt gewinnt. Gleichzeitig bleiben die Energiepreise hoch. In den kommenden Tagen folgen die Zinsentscheidungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank sowie neue Daten zu Wachstum, Einkommen und Konsum in den USA.
DAX startet mit Gewinnen in die Woche
Der DAX legte am Montag um rund 0,9 Prozent auf etwa 25.410 Punkte zu. Damit machte er einen Teil der Vorwochenverluste wett: In der vergangenen Handelswoche hatte der Leitindex 1,7 Prozent verloren. Zum Wochenauftakt begleiteten die verbesserten deutschen Stimmungsdaten und nachgebende Ölpreise die Erholung.
DAX40 chart von TradingView
ifo Geschäftsklima verbessert sich im Oktober
Der ifo-Geschäftsklimaindex erhöhte sich im Oktober auf 90,2 Punkte, nach 89,9 Punkten im September. Laut ifo Institut blickten die befragten Unternehmen zuversichtlicher auf die kommenden Monate. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten sie dagegen etwas schlechter. Die Verbesserung des Gesamtindex beruhte damit auf den Erwartungen und nicht auf einer günstigeren Beurteilung der laufenden Geschäfte.
Der Index bündelt die Einschätzungen von Unternehmen und liefert damit ein Stimmungsbild der deutschen Wirtschaft. Die unterschiedlichen Bewegungen von Lage und Erwartungen sind bei der Einordnung relevant: Eine optimistischere Einschätzung der nächsten Monate ist zunächst ein Befragungsergebnis und noch kein gemessener Anstieg von Produktion oder Wirtschaftsleistung.
Auch die US Börsen schließen höher
An der Wall Street stieg der S&P 500 am Montag um 0,7 Prozent auf 7.676,77 Punkte. Der Dow Jones gewann 0,3 Prozent auf 52.361,58 Punkte, der Nasdaq Composite legte um 0,8 Prozent auf 26.169,38 Punkte zu. Damit starteten alle drei großen US-Indizes mit Gewinnen in die Woche.
KI-bezogene Aktien blieben zugleich ein wechselhaftes Marktsegment. Die anstehenden Quartalsberichte großer Unternehmen rücken Umsätze, Ergebnisse und Investitionsausgaben erneut in den Mittelpunkt. Aus dem Technologiesektor sind für Mittwoch die Berichte von Alphabet und Microsoft angekündigt; am Donnerstag folgt Amazon. In Deutschland stehen im Wochenverlauf unter anderem BASF, Deutsche Bank, Mercedes-Benz und Volkswagen auf dem Berichtskalender.
Öl bleibt trotz Entlastung teuer
Brent-Rohöl kostete am frühen Montagabend knapp 112 US-Dollar je Barrel. Damit lag die Notierung wieder etwas unter dem zuvor erreichten Fünfmonatshoch. Das hohe Energiepreisniveau blieb trotz dieses Rückgangs ein Bestandteil des Marktumfelds. Die Preisangabe ist eine Momentaufnahme vom Montagabend.
Crude Oil chart von TradingView
Ausblick auf Fed und EZB Entscheidungen
Die US-Notenbank berät am 27. und 28. Oktober über ihre Geldpolitik. Für Mittwoch ist die Bekanntgabe um 19:00 Uhr MEZ angesetzt, die Pressekonferenz folgt um 19:30 Uhr. Im Mittelpunkt stehen der Beschluss zum Leitzins und die Erläuterungen zur Einschätzung von Inflation, Arbeitsmarkt und Konjunktur. Zum Datenstand dieses Beitrags liegt das Ergebnis noch nicht vor.
Am Donnerstag, dem 29. Oktober, endet die geldpolitische Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt; anschließend findet die Pressekonferenz statt. Damit folgen die europäischen und amerikanischen Zinsbeschlüsse innerhalb von zwei Tagen aufeinander. Die Entscheidungen und ihre Begründungen werden erst mit der jeweiligen Veröffentlichung bekannt.
Neue US Wachstums und Konsumdaten am Donnerstag
Ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht das US-Handelsministerium um 13:30 Uhr MEZ die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal. Zeitgleich erscheinen die Daten zu persönlichen Einkommen und Konsumausgaben im September. Dazu gehören auch die PCE-Preisindizes, die die Preisentwicklung der privaten Konsumausgaben abbilden.
Die Veröffentlichungen beleuchten unterschiedliche Bereiche: Das Bruttoinlandsprodukt misst die gesamtwirtschaftliche Leistung, während die Einkommens- und Konsumdaten Angaben zur finanziellen Lage und zu den Ausgaben der privaten Haushalte liefern. Zusammen mit den Firmenberichten ergänzen sie in dieser Woche die Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung.
Zeitangaben in MEZ. Da die USA erst am 1. November auf Normalzeit umstellen, liegen US-Termine in dieser Woche aus deutscher Sicht eine Stunde früher als üblich.
Quellen:
1 | tagesschau | Klare Gewinne zum Wochenstart
2 | ifo Institut | Geschäftsklimaindex gestiegen
3 | Associated Press | How major US stock indexes fared Monday
4 | Federal Reserve | Kalender Oktober 2026
5 | Europäische Zentralbank | Sitzungskalender
6 | Bureau of Economic Analysis | Veröffentlichungskalender
7 | GBE brokers | Swap Rechner | Grundlage des Newsletter Zusatzmoduls
Die kommenden Wirtschaftstermine
Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.
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