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Kommentar
15:06 Uhr, 06.11.2026

GBE Börsenbrief – KW 46/2026


Moin aus Hamburg!

Die US-Zwischenwahlen haben in dieser Handelswoche für erhebliche Turbulenzen an den internationalen Aktienmärkten gesorgt. Nachdem die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit gewinnen konnten, rückten mögliche Veränderungen in der amerikanischen Wirtschafts- und Regulierungspolitik in den Mittelpunkt. Zunächst reagierte die Wall Street am Mittwoch noch mit deutlichen Kursgewinnen. Bereits einen Tag später folgte jedoch ein massiver Ausverkauf.

Besonders stark gerieten Technologieunternehmen und Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz unter Druck. Anleger befürchten, dass die neue politische Konstellation strengere Vorschriften und eine Verlangsamung beim Ausbau von KI-Rechenzentren nach sich ziehen könnte. Damit wachsen auch die Zweifel an den hohen Investitionen und den zukünftigen Wachstumserwartungen der Branche.

Besonders stark gerieten Technologieunternehmen und Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz unter Druck. Anleger befürchten, dass die neue politische Konstellation strengere Vorschriften und eine Verlangsamung beim Ausbau von KI-Rechenzentren nach sich ziehen könnte. Damit wachsen auch die Zweifel an den hohen Investitionen und den zukünftigen Wachstumserwartungen der Branche.

Die Folgen waren am Donnerstag deutlich zu spüren: Der technologielastige Nasdaq Composite verlor rund 5,5 Prozent und rutschte damit tiefer in den Korrekturbereich. Der S&P 500 büßte etwa 4,4 Prozent ein, während der Dow Jones mit einem Minus von rund 1.833 Punkten beziehungsweise 3,4 Prozent ebenfalls kräftig nachgab. Besonders Halbleiterwerte wie Nvidia, AMD und Micron standen unter erheblichem Verkaufsdruck.

Neben den politischen Unsicherheiten belasten weiterhin die hohen Bewertungen vieler Technologieunternehmen sowie die Frage, wann sich die milliardenschweren KI-Investitionen tatsächlich auszahlen werden. Die kommenden Handelstage dürften daher zeigen, ob sich die Märkte nach dem jüngsten Ausverkauf stabilisieren können oder ob sich die Korrektur weiter ausdehnt.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Quelle: https://www.investing.com/

DAX Tageschart (DE40.c)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Eine Achterbahnfahrt, die kaum turbulenter hätte sein können. Nach einem zunächst verhaltenen Start in die Handelswoche legte der deutsche Leitindex im Anschluss an die US-Zwischenwahlen am Mittwoch um mehr als 800 Punkte zu und markierte bei 26.633 Punkten ein neues Allzeithoch. Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Bereits am Donnerstag machte sich unter den Marktteilnehmern an der Wall Street deutliche Ernüchterung breit, die auch den DAX erfasste und eine kräftige Korrektur auslöste. Bis Freitag waren die beeindruckenden Kursgewinne vom Mittwoch nahezu vollständig wieder aufgezehrt.

Charttechnischer Ausblick DAX:

Der DAX hat in den vergangenen beiden Handelstagen eine kräftige Korrektur erlebt. Dennoch ist dies noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Der deutsche Leitindex hat mittlerweile eine wichtige Unterstützungszone erreicht, von der aus eine erneute Gegenbewegung nach oben möglich wäre. Als erste Widerstandszone rückt dabei der Bereich zwischen 25.846 und 25.903 Punkten in den Fokus. Genau hier nahm die starke Aufwärtsbewegung vom Mittwoch ihren Ursprung. Darüber warten weitere, kleinere Widerstände bei 25.997, 26.069 und 26.134 Punkten. Ein besonders markanter Bereich auf der Oberseite liegt bei 26.616 Punkten. Diese Marke konnte der Index am Mittwoch zwar erreichen, allerdings folgte bereits am Donnerstag eine ebenso dynamische Abwärtsbewegung.

Auf der Unterseite bleibt die Lage dagegen angespannt. Entscheidend wird sein, ob sich die kräftige Abwärtsbewegung der vergangenen beiden Handelstage fortsetzt oder sogar weiter beschleunigt. Eine erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 25.664 Punkten. Darunter folgen das mittlere Bollinger-Band sowie die 50-Tage-Linie, die aktuell im Bereich zwischen 25.600 und 25.500 Punkten verlaufen. Ebenfalls in dieser Zone liegt bei 25.513 Punkten eine altbekannte Unterstützung, die zusätzlich durch ein 23,6-%-Fibonacci-Retracement verstärkt wird. Angesichts der derzeit hohen Volatilität sind jedoch auch größere Kursbewegungen nicht auszuschließen. Sollte der Verkaufsdruck weiter zunehmen, könnten die tiefer liegenden Unterstützungsbereiche bei 25.155 und 24.909 Punkten in den Fokus rücken.

Unterstützungen:

  • 25.664 Punkte
  • 25.513 Punkte
  • 25.155 Punkte
  • 24.909 Punkte

Widerstände:

  • 25.846 / 25.903 Punkte
  • 25.997 Punkte
  • 26.134 Punkte
  • 26.339 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

In der Vorwoche testete der weiterhin schwächelnde Euro erneut das 50,0-%-Fibonacci-Retracement und konnte sich dort zunächst stabilisieren. Auch am Devisenmarkt sorgten die US-Zwischenwahlen am Mittwoch für erhöhte Volatilität. Der US-Dollar geriet zwischenzeitlich unter Druck, wodurch der Euro kurzfristig an Stärke gewann. Zum Wochenausklang wendete sich jedoch das Blatt: Der US-Dollar legte erneut deutlich zu und drückte den EUR/USD-Wechselkurs vom Widerstand bei 1,1276 US-Dollar kräftig nach unten.

Charttechnischer Ausblick:

Ein Blick auf den Wochenchart des Währungspaares EUR/USD zeigt, dass sich trotz zwischenzeitlicher Kursschwankungen insgesamt nur wenig verändert hat. Der Wechselkurs notiert derzeit nahezu auf dem Niveau des vergangenen Freitags. Entsprechend behalten die bereits in der Vorwoche genannten charttechnischen Marken weiterhin ihre Gültigkeit. Auf der Oberseite bildet zunächst das mittlere Bollinger-Band zusammen mit der Marke bei 1,1201 US-Dollar einen ersten potenziellen Widerstandsbereich. Darüber wartet das obere Bollinger-Band bei aktuell 1,1255 US-Dollar. Eine weitere wichtige Widerstandszone befindet sich bei 1,1275 US-Dollar, die im Verlauf der Handelswoche bereits kurzzeitig getestet wurde. Sollte es dem Euro gelingen, diese Hürden zu überwinden, könnten anschließend die 50-Tage-Linie sowie weitere übergeordnete Widerstände in den Fokus rücken.

Auch auf der Unterseite bleibt das charttechnische Bild weitgehend unverändert. Eine wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,1132 US-Dollar. Hier verläuft das übergeordnete 50,0-%-Fibonacci-Retracement aus dem Wochenchart, das aktuell zusätzlich durch das untere Bollinger-Band verstärkt wird. Sollte diese Zone unterschritten werden, rückt zunächst die Marke bei 1,1044 US-Dollar als mögliches nächstes Kursziel in den Fokus. Nimmt der Abwärtsdruck weiter zu, beispielsweise durch neue geldpolitische Impulse der US-Notenbank Fed, könnten auch die tiefer liegenden Unterstützungsbereiche zwischen 1,0945 und 1,0904 US-Dollar wieder an Bedeutung gewinnen.

Unterstützungen:

  • 1,1131 US-Dollar
  • 1,1044 US-Dollar
  • 1,0945 / 1,0904 US-Dollar
  • 1,0862 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1275 US-Dollar
  • 1,1354 US-Dollar
  • 1,1391 US-Dollar
  • 1,1415 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Am letzten Handelstag im Oktober schloss der Goldpreis auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Doch entgegen der zunächst schwachen Ausgangslage setzte das Edelmetall zum Start in die neue Handelswoche seine Abwärtsbewegung nicht fort, sondern leitete eine Gegenbewegung ein. Im Zuge dieser Erholung gelang es dem Goldpreis, die wichtige Marke von 4.000 US-Dollar zurückzuerobern. Trotz der jüngsten Kursgewinne bleibt das übergeordnete Chartbild jedoch angeschlagen, da sich Gold weiterhin in einem intakten Abwärtstrend befindet.

Charttechnischer Ausblick:

Nachdem der Goldpreis zuletzt wieder etwas Boden gutmachen konnte, besteht die Möglichkeit, dass sich die begonnene Aufwärtsbewegung in den kommenden Handelstagen weiter fortsetzt. Ein erstes mögliches Kursziel liegt bei 4.109 US-Dollar. Diese Marke wurde bereits am Donnerstag und Freitag getestet, konnte bislang jedoch nicht nachhaltig überwunden werden. Darüber rückt die wichtige Widerstandszone bei 4.156 US-Dollar in den Fokus. Eine weitere bedeutende Hürde wartet bei 4.206 US-Dollar, wo aktuell auch die 50-Tage-Linie in unmittelbarer Nähe verläuft. Diese Marke bildete noch vor Kurzem die Obergrenze einer kurzfristigen Seitwärtsrange. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich könnte daher ein positives charttechnisches Signal liefern und die laufende Erholung weiter unterstützen.

Auf der Unterseite richtet sich der Blick zunächst auf die Marke bei 4.043 US-Dollar, die der Goldpreis erst kürzlich zurückerobern konnte. Darunter folgt die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar, die durch weitere Unterstützungen bei 3.973, 3.928 und 3.886 US-Dollar ergänzt wird. Letztere liegt in etwa auf dem Niveau des jüngsten Wochentiefs und stellt damit eine besonders wichtige Orientierung dar. Sollte der Goldpreis auch diesen Unterstützungsbereich unterschreiten, könnte sich der Abwärtsdruck erneut verstärken. In diesem Fall wären weitere Kursrückgänge in Richtung 3.834 oder sogar 3.773 US-Dollar denkbar.

Unterstützungen:

  • 4.043 US-Dollar
  • 4.000 / 3.973 US-Dollar
  • 3.928 US-Dollar
  • 3.886 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.109 US-Dollar
  • 4.156 US-Dollar
  • 4.206 US-Dollar
  • 4.264 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die erste Wochenhälfte verlief für die US-Aktienmärkte zunächst durchaus positiv. Das deutliche Wahlergebnis bei den US-Zwischenwahlen beseitigte einige Unsicherheiten unter den Marktteilnehmern und sorgte für kräftige Kursgewinne. Doch die anfängliche Euphorie hielt nicht lange an. Bereits am Donnerstag setzte deutliche Ernüchterung ein, als mögliche politische und wirtschaftliche Folgen des Wahlsiegs der Demokraten stärker in den Fokus rückten. Die Stimmung an der Wall Street kippte und löste einen massiven Ausverkauf aus. Besonders hart traf es den S&P 500, der an nur einem Handelstag mehr als 340 Punkte verlor und damit den größten absoluten Tagesverlust seiner Geschichte verzeichnete.

Charttechnischer Ausblick:

Das Chartbild des S&P 500 präsentiert sich nach dem kräftigen Ausverkauf vom Donnerstag alles andere als freundlich. Allerdings hat der US-Leitindex mittlerweile seine orange eingezeichnete 200-Tage-Linie erreicht, die als wichtige Unterstützung dienen und eine kurzfristige Gegenbewegung ermöglichen könnte. Ein erstes mögliches Kursziel auf der Oberseite liegt bei 7.363 Punkten. Darüber rückt die Marke bei 7.445 Punkten als nächste potenzielle Anlaufstelle in den Fokus. Eine besonders wichtige Widerstandszone befindet sich bei 7.531 Punkten. Hier liegen die jüngsten Verlaufstiefs, die zuvor als Unterstützung dienten und nach ihrem Bruch nun als Widerstand fungieren könnten. Erst ein nachhaltiger Anstieg über diesen Bereich würde das angeschlagene Chartbild wieder deutlich aufhellen.

Auf der Unterseite bleibt die Lage hingegen angespannt. Sollte der S&P 500 die 200-Tage-Linie nachhaltig unterschreiten, könnte sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigen. Dabei rückt zunächst die Marke bei 7.292 Punkten in den Fokus, die bereits am Freitag angelaufen wurde. In diesem Bereich befinden sich wichtige Verlaufstiefs aus dem Wochenchart, die dem Index zunächst Halt bieten könnten. Sollte auch diese Unterstützung nicht standhalten, wären weitere Kursrückgänge in Richtung 7.246 und anschließend 7.161 Punkte denkbar. Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Volatilität müssen sich die Marktteilnehmer weiterhin auf größere Kursschwankungen einstellen.

Unterstützungen:

  • 7.333 Punkte
  • 7.292 Punkte
  • 7.246 Punkte
  • 7.161 Punkte

Widerstände:

  • 7.445 Punkte
  • 7.531 Punkte
  • 7.591 Punkte
  • 7.692 Punkte

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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