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08:34 Uhr, 14.09.2026

13 Milliarden und KI im All: SpaceX zielt auf 2027

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Das Wichtigste in Kürze

  1. 01Start ab 2027: Elon Musk ist sehr zuversichtlich, dass SpaceX 2027 einen für den Orbit optimierten Nvidia-NVL72-AI-Computer starten wird.
  2. 02Milliardenvertrag ab Dezember: Der neue AI-Hosting-Vertrag soll ab 1. Dezember 2026 monatlich 1,1 bis 1,11 Milliarden US-Dollar Umsatz bringen.
  3. 03Nvidia als Lieferant: SpaceX und xAI wollen künftig exklusiv Nvidia-GPUs einsetzen, darunter angepasste Vera-Rubin-NVL72-Hardware.

Musks neue Ansage zielt auf 2027

KI im All rückt bei SpaceX näher an die praktische Planung. Elon Musk schrieb am 14. September 2026 auf X, er sei sehr zuversichtlich, dass SpaceX 2027 Nvidia-VR-NVL72-AI-Computer in den Orbit bringen werde. Das berichtete ETtoday. In seinem Beitrag vertauschte Musk die Buchstaben und schrieb NLV72 statt NVL72.

Musk hatte bereits am 5. August angekündigt, SpaceX wolle ab 2027 einen für den Einsatz im All optimierten Vera-Rubin-NVL72-Rechner starten. Das Projekt trägt die Bezeichnung „Starmind AI“-Satellit. Economic Times CIO berichtete am 25. August, SpaceX und Nvidia hätten dafür ein speziell für den Orbit angepasstes System entwickelt. Als Startzeitraum nannte das Medium das vierte Quartal 2027.

The Register schrieb ebenfalls, SpaceX wolle 2027 ein vollständiges NVL72-Racksystem als Teil von Datacenter-Satelliten ins All bringen. Damit geht der Plan über einzelne Chips oder kleinere Rechenmodule hinaus. Vorgesehen ist demnach ein System, das sich in seiner Grundstruktur an Nvidias kompletten Vera-Rubin-Rechenracks orientiert.

Der neue Vertrag bringt 13 Milliarden pro Jahr

Der wirtschaftliche Teil der AI-Strategie beginnt früher. SpaceX-CFO Bret Johnsen erklärte am 11. September auf der Goldman-Sachs-Konferenz Communacopia + Technology 2026, dass SpaceX Anfang September einen AI-Compute-Vertrag mit einem nicht genannten Kunden abgeschlossen habe. Die Zahlungen sollen am 1. Dezember 2026 beginnen.

Johnsen bezifferte den monatlichen Umsatz aus dem Hosting-Vertrag auf rund 1,1 bis 1,11 Milliarden US-Dollar. Auf zwölf Monate hochgerechnet entspricht das einer annualisierten Umsatzrate von etwa 13 bis 13,3 Milliarden US-Dollar. Der einzelne Vertrag würde damit rechnerisch rund 13 Prozent zu dem von SpaceX angestrebten annualisierten Jahresumsatz von 100 Milliarden US-Dollar beitragen.

Johnsen sagte, der Vertrag bringe SpaceX dem Ziel näher, diese Umsatzrate bis Ende 2026 zu erreichen. Der Zeitbezug ist dabei wichtig: Die 13 bis 13,3 Milliarden US-Dollar sind eine Hochrechnung der monatlichen Vertragsleistung. Sie bedeuten nicht, dass SpaceX diesen Betrag bereits im Jahr 2026 vollständig als Umsatz verbucht.

Was annualisierter Umsatz bedeutet

Eine annualisierte Umsatzrate rechnet einen aktuellen Monatswert auf zwölf Monate hoch. Bei 1,1 bis 1,11 Milliarden US-Dollar pro Monat ergeben sich rund 13 bis 13,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Der Wert beschreibt eine laufende Größenordnung, nicht den bereits vereinnahmten Jahresumsatz.

In einem NVL72-Rack stecken 108 Hauptprozessoren

Das geplante System ist technisch weit größer als ein einzelner AI-Beschleuniger. Ein Vera-Rubin-NVL72-Rack kombiniert 72 Rubin-GPUs mit 36 Vera-CPUs. Hinzu kommen ConnectX-9-SuperNICs und BlueField-4-DPUs. Die Komponenten verteilen sich auf 18 Compute-Trays und neun NVLink-Switch-Trays.

Nvidia gibt den Leistungsbedarf eines solchen Racks mit rund 120 Kilowatt an. Das System benötigt außerdem eine flüssigkeitsbasierte Kühlung. Für das Starmind-Konzept müssen diese Eigenschaften an den Einsatz im Orbit angepasst werden. Energieversorgung, Kühlung und ein zuverlässiger Betrieb im All bestimmen damit, ob aus dem angekündigten Satelliten ein nutzbares orbitales Rechensystem werden kann.

Parallel dazu plant SpaceX laut Moomoo bis Ende 2026 den Aufbau von rund zwei Gigawatt bodenbasierter Rechenleistung. Für 2027 sei die erste Tranche orbitaler Compute-Satelliten vorgesehen. Die beiden Vorhaben liegen damit zeitlich dicht beieinander: Zunächst soll die Rechenkapazität am Boden wachsen, anschließend soll ein Teil der AI-Infrastruktur den Schritt in den Orbit machen.

SpaceX bindet sich bei AI-Hardware an Nvidia

Die Zusammenarbeit betrifft nicht nur den angekündigten Satelliten. Musk erklärte am 5. August, dass SpaceX und xAI künftig exklusiv Nvidia-GPUs einsetzen werden. Er bezeichnete die Vera-Rubin-Architektur als den besten AI-Computer. Slicast berichtete ebenfalls, SpaceX habe sich für Raumfahrtanwendungen auf Nvidia-GPUs und optimierte Vera-Rubin-NVL72-Chips festgelegt.

Für Nvidia würde sich damit ein zusätzlicher Einsatzbereich seiner Rechensysteme öffnen. SpaceX wiederum verbindet drei Bereiche, die bislang getrennt betrachtet wurden: den Betrieb von Weltrauminfrastruktur, die Bereitstellung von Konnektivität und das Hosting großer AI-Rechenlasten. Der neue Hosting-Vertrag liefert dafür bereits eine konkrete Umsatzgröße, während das NVL72-Projekt den geplanten technischen Ausbau ab 2027 beschreibt.

Die Termine zeigen zugleich, welcher Teil zuerst wirtschaftlich wirksam werden soll. Die Zahlungen aus dem AI-Compute-Vertrag beginnen nach den bisherigen Angaben am 1. Dezember 2026. Der erste für den Orbit optimierte NVL72-Rechner ist für 2027 vorgesehen. Für SpaceX steht damit zunächst das Hosting-Geschäft am Boden im Vordergrund, bevor Starmind AI die Rechenleistung ins All erweitern soll.

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