Zweifel an der KI-Erzählung
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach.
Mehr erfahren Nein, danke
KI-Werte unter Druck, Pharma gesucht
Am Freitag beschleunigte sich die Abwärtsbewegung an der Nasdaq, als Intel nach der Vorlage enttäuschender Quartalszahlen einen Rekord-Kurssturz um 28,6 % erlebte und zahlreiche weitere Titel aus dem Halbleiter-Universum mit in die Tiefe zog. Der S&P 500 verlor 1,8 % auf 7.580 Punkte, der Nasdaq-Index sogar 2,9 %. An Europas Börsen gerieten diejenigen Titel unter Druck, die ebenfalls als Ausrüster vom KI-Boom profitieren. ASML, Infineon und Siemens Energy verloren jeweils mehr als 6 %. DAX (-0,9 % auf 25.818 Punkte) und Euro Stoxx 50 (-1,2 %) hielten sich aber besser, weil andere Werte ein Gegengewicht bildeten. Bayer stieg um 5,5 %, da ein Gericht in Missouri eine weitere Glyphosat-Klage zurückgewiesen hatte. Sanofi legte nach guten Quartalszahlen und einer Prognoseerhöhung um 4,7 % zu. Asiens Börsen drehten heute Morgen nach anfänglichen Verlusten ins Plus.
Inflationsdruck schafft Unmut
Am Wochenende kam es in mehreren europäischen Ländern zu heftigen Straßenprotesten. In Frankreich lebte die Gelbwestenbewegung wieder auf, der Schwerpunkt hat sich von Missständen im Bildungssystem auf die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten verschoben. Die am Freitag veröffentlichten Inflationsdaten wirkten als Bestätigung: In Frankreich legten die Preise zum Vorjahr in nationaler Berechnung um 3,4 % zu, in Italien sogar um 5,4 %. In Deutschland wirkte der Tankrabatt als Bremse (2,8 %). Einziger Lichtblick ist das trotz Krise am Persischen Golf, recht stabile BIP-Wachstum. Eurostat meldete am Freitag EU-weit ein Plus von 0,5 % zum Vorquartal. Deutschland schlug sich mit +0,2 % deutlich besser als Frankreich (-0,1 %) und Italien (0,0 %).
Verhandlungen in Katar
Vom Persischen Golf kommen zurzeit widersprüchliche Signale. Berichte über (indirekte) Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Katar ließen am Montagmorgen den Ölpreis wieder etwas zurückfallen. Der am Freitag ausgelaufene Brent-Kontrakt hatte ein Sechsmonatshoch markiert. Verantwortlich für die Hausse sind die verständlicherweise stark gestiegenen Transportkosten. Am Wochenende wurden aus der Straße von Hormus erneute Angriffe auf Tanker gemeldet. Eine Wiederaufnahme der militärischen Kampfhandlungen nach den US-Wahlen erscheint durchaus möglich.
Midterm-Wahlen im Blick
Die beginnende Woche ist mit Konjunkturzahlen dicht bestückt. Heute Nachmittag misst der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe der US-Industrie den Puls. Wir erwarten einen Stand von 55, was einem soliden Wachstumskurs entspräche. Aus China wurde heute früh ein solider Stand von 52,0 gemeldet. Die Berichtssaison läuft auf Hochtouren, heute stehen die Zahlen von Apple im Mittelpunkt. Das Hauptereignis bilden aber die Zwischenwahlen in den USA an Dienstag. Im Repräsentantenhaus gilt ein Machtwechsel nahezu als sicher. Jüngsten Umfragen zufolge liegen aber auch die Senatskandidaten der Demokraten in den umkämpften Bundesstaaten leicht vorne. Fielen beide Häuser des Kongresses an die Opposition, kann sich Washington auf Untersuchungsausschüsse und Blockaden einstellen.
Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |
