Zinsentscheid der US Fed ohne Überraschung
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US Fed hält still
Die Mitglieder des FOMC haben gestern Abend das Zielband für den Tagesgeldsatz bei 3,75 % bis 4,00 % zu belassen. Der Einlagesatz für Überschussreserven (IO-ER) bleibt bei 3,90 %. Im September hatten die Ausschussmitglieder einstimmig eine Zinsanhebung abgenickt. Nun stimmten zwei Notenbanker gegen eine unveränderte Geldpolitik und votierten für eine abermalige Anhebung des Tagesgeldzielbands um 25 Bp. Die Wirtschaft wachse mit starkem Tempo, so die Fed. Die Inflation sei erhöht geblieben. Die heutige Entscheidung rechtfertigte die Fed damit, dass eine Sammlung weiterer Informationen dem Offenmarktausschuss helfen werde, den angemessen geldpolitischen Kurs zur Einhegung der Inflation festzulegen. Notenbankchef Kevin Warsh verzichtete einmal mehr auf eine explizite Forward Guidance. Die Tür für eine Zinsanhebung gegen Jahresende bleibt damit offen. Die Märkte reagierten nur wenig verändert auf die Fed-Entscheidung samt Pressekonferenz.
Warten auf die EZB
Der anstehende Zinsentscheid der EZB und auch die anschließende Pressekonferenz sollten die Einschätzung der Marktakteure zur künftigen Zinsentwicklung nicht maßgeblich verändern. Wir erwarten heute auch keine Zinsänderung. Die jüngsten Äußerungen aus dem EZB-Rat deuteten aber eine klare Tendenz zu einer moderaten Straffung an. Wir rechnen bis zum Frühjahr 2027 mit insgesamt zwei weiteren Zinserhöhungsschritten bzw. mit einem Leitzinsgipfel bei 3 %.
Heute voller Datenkalender
Neben dem EZB-Entscheid stehen heute noch eine Reihe weiterer wichtiger Daten an. So erwarten wir das EWU Wirtschaftsvertrauen für Oktober etwas verbessert bei 98,1 (nach 97,9 im September). Die Hinweise auf eine gewisse Belebung der Konjunktur im Euroraum würden sich damit verdichten. Das Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal 2026 erwarten wir etwas beschleunigt bei 2,5 % (Q-Q annualisiert). Der Konsens schätzt allerdings optimistischere 3,0 %. Sollten wir recht behalten, könnten leichte Enttäuschungsreaktionen am Markt erkennbar werden. Bei der US PCE Kernrate im September sind wir d¿accord mit dem Konsens: 3,1 % sollten es hier sein, nach 3,0 % im Vormonat. Die US-Inflationsentwicklung spräche damit weiterhin für eine Zinserhöhung in den USA.
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