Analyse

ZALANDO - Bastelt die Aktie an einer Bodenbildung?

Die chronisch schwache Aktie des Online-Modehändlers präsentiert sich aktuell erstaunlich robust. Nach dem Fehlausbruch unter das Allzeittief aus 2014 versuchen jetzt die Käufer ihr Glück.

Erwähnte Instrumente

  • Zalando SE - WKN: ZAL111 - ISIN: DE000ZAL1111 - Kurs: 19,370 € (XETRA)

Ein starker Abverkauf zum Jahresbeginn führte zum kurzzeitigen Einbruch unter das Allzeittief aus 2014. Größerer Verkaufsdruck kam jedoch nicht auf, die Käufer zeigten sich schnell wieder und zogen den Wert über das alte Tief zurück. Die Folge war eine Kaufwelle, welche im Chart ein V-Reversal hinterlässt. Zudem zeigen sich die Konturen einer kleinen, inversen SKS (iSKS) als potenzielle Bodenformation. Die Nackenlinie dieser Formation bei knapp 20 EUR wird aktuell attackiert. Hier liegt der zentrale Kreuzwiderstand.

Die Trigger klar definiert

Der Preisbereich bei 19,60 - 20,40 EUR bildet den kurzfristig zentralen Triggerbereich. Dort liegen neben einer langfristigen Pullbacklinie (grün) auch der EMA50, das alte Oktobertief sowie die Nackenlinie (schwarz) einer SKS als Fortsetzungsformation aus dem vierten Quartal.

Erst wenn der Aktie ein nachhaltiger Ausbruch über 20,40 EUR gelingt, entstehen erste Kaufsignale. Bei 23,30 - 25,00 EUR liegt dann auch die nächste Hürde. Erst oberhalb von 25 EUR würden dann auch mittel- bis langfristige Kaufsignale entstehen, erste Ziele lägen bei 32,17 - 32,84 und später 45,88 EUR.

Kippt die Aktie jetzt jedoch am Widerstandskreuz bei 19,60 - 20,40 EUR nach unten weg und fällt per Tagesschluss unter 18 EUR zurück, könnte das alte 2014er Tief bei 17,01 EUR nochmals getestet werden. Darunter entstehen neue Verkaufssignale für einen Test des Allzeittiefs bei 15,95 oder der Trendkanalunterkante bei 14,40 EUR.

Fazit: Die bullischen Tendenzpfeile im Chart sind reines Wunschdenken. Aus analytischer Sicht sind optimistische Prognoseszenarien mit großer Vorsicht zu genießen, da sich die Aktie noch unterhalb wichtiger Chartmarken und damit eindeutig auf bärischem Terrain notiert. Dennoch sind die vorsichtig bullischen Ansätze (Fehlausbruch, V-Reversal, iSKS) zu erkennen. Das Überraschungsmoment liegt hier auf Seiten der Bullen, ein Ausbruch über die genannten Marken wäre für Handelssignale aber zwingend erforderlich.

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Über den Experten

André Rain
André Rain
Technischer Analyst und Trader

André Rain ist seit dem Jahr 2000 im Aktienhandel aktiv. Hier startete er bereits mit seiner autodidaktischen Ausbildung in Chartanalyse. Die Faszination für die Charttechnik führte ihn im Mai 2005 zu GodmodeTrader, dem Vorgänger-Portal von stock3.com, wo er als Technischer Analyst mit Schwerpunkten auf Aktien- und Indexanalysen tätig ist. Seit 2004 handelt er privat intensiv Aktien und Hebelzertifikate im kurzfristigen Zeitfenster von wenigen Minuten bis mehreren Stunden. Dabei hat er sich auf den Handelsstil des Ausbruchstradings spezialisiert, mit dem er an kurzen, dynamischen Marktbewegungen partizipiert. Seiner Meinung nach ist der Chart das beste Instrument zur Auswertung und Prognose von Bewegungen an den Finanzmärkten. Als Mitglied unseres Premium-Services Trademate handelt er im kurzfristig orientierten Bereich und kommentiert das tägliche Marktgeschehen durch die charttechnische Brille.

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