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07:55 Uhr, 28.01.2026

Wacker Chemie verfehlt Jahresprognose und schreibt rote Zahlen

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DOW JONES--Wacker Chemie hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang und unter dem Strich einen hohen Verlust verbucht. Die Jahresprognose wurde im vergangenen Jahr nicht erreicht. Ausschlaggebend dafür sei eine geringere Auslastung der Produktionsanlagen in allen Geschäftsbereichen, zum Teil niedrigere Absatzmengen und Preise sowie negative Währungseffekte gewesen, teilte der Spezialchemiekonzern aus München mit und monierte zudem, dass die Energiekosten in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin nicht wettbewerbsfähig seien.

"2025 ist die chemische Industrie insbesondere in Deutschland und Europa massiv unter Druck geraten", sagt Vorstandschef Christian Hartel laut der Mitteilung. "Darauf müssen wir reagieren. Wir konzentrieren uns auf Wachstum, Cash und Kosten", sagte er mit Verweis auf das im Oktober gestartete Sparprogramm, mit dem der MDAX-Konzern 300 Millionen Euro pro Jahr einsparen will.

Auf Basis vorläufiger Zahlen erzielte Wacker Chemie im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 5,49 Milliarden Euro, das waren rund 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das berichtete Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 42 Prozent auf rund 430 Millionen Euro. Die entsprechende Marge schrumpfte von 13,0 auf 7,8 Prozent. Zuletzt hatte Wacker Chemie einen Umsatz am unteren Ende der Spanne von 5,5 Milliarden bis 5,9 Milliarden Euro und ein EBITDA in der unteren Hälfte der Spanne von 500 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Mit 605 Millionen Euro fielen die Abschreibungen deutlich höher aus als die 473 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis wurde zudem durch eine Rückstellung in Höhe von rund 100 Millionen Euro belastet, die im Rahmen des laufenden Sparprogramms im vierten Quartal gebildet wurde. Vor Sonderaufwendungen lag das EBITDA bei rund 530 Millionen Euro und damit 29 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Analysten hatten zuletzt einen Umsatz von im Schnitt 5,48 Milliarden Euro und ein EBITDA von 558 Millionen erwartet.

Unter dem Strich erwartet Wacker Chemie einen Konzernverlust von 800 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 261 Millionen im Jahr zuvor.

Der Netto-Cashflow verbesserte sich auf minus 5 Millionen von minus 326 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/mgo

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