Kommentar
12:00 Uhr, 16.07.2019

VW, Ford und Softbank – Autobauer und Hightech starten gemeinsam in die Zukunft

Autonomes Fahren ist ein Schlüsselthema der automobilen Zukunft. In diesem Zusammenhang kommt es zu immer mehr Allianzen der Hersteller.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat auch Auswirkungen auf die Geschäfte der Softbank. Die US-Behörde CFUS beispielsweise, zuständig für Investitionen ausländischer Firmen in den USA, überprüfte das Unternehmen im Rahmen von Sicherheitsbedenken. Hintergrund ist ein milliardenschwerer Einstieg in die Roboterauto-Tochter von General Motors, Cruise.

Produkte auf General Motors Co.

Die CFUS genehmigte Softbank nun das 2,25 Milliarden Dollar Investment in Cruise. „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, unser Ziel zu erreichen, selbstfahrende Autos zu entwickeln und in großen Stückzahlen einzusetzen“, begrüßte Cruise-Chef Dan Ammann den Schritt.

Für Softbank ist das Cruise-Investment ebenfalls bedeutsam, da es dem Konzern so eine Position im milliardenschweren Zukunftsgeschäft rund um das Thema Autonomes Fahren sichert. In diesem Bereich sind nicht nur mehrere große Autokonzerne aktiv sondern auch Hightech-Riesen wie Google.

Erst Ende der vergangenen Woche hatte auch VW erklärt, seine Kräfte mit Ford bei der Entwicklung von E-Autos und autonom fahrenden Automobilen zu bündeln. Hierfür wird VW rund 2,6 Mrd. Euro in die Ford-Tochter Argo AI investieren, die Produktionsplattformen für die zugehörige Technik von selbstfahrenden Autos entwickelt. Mittelfristig werden die beiden Autobauer je die Hälfte an dem Unternehmen halten. VW-Chef Herbert Diess wertete diese Partnerschaft als Win-Win-Situation für beide Firmen.

Produkte auf Ford Motor Co.

Bei dieser Zusammenarbeit profitiert VW von der Expertise rund um das autonome Fahren von Ford, im Gegenzug wird Ford den Zugang zu Bauteilen für E-Autos von VW bekommen. VW kündigte an, Milliarden in diese Bereiche zu investieren, bis 2023 sollen insgesamt mehr als 30 Milliarden Euro in selbstfahrende und E-Automobile fließen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fahrzeugen mit Batterieantrieb, da andere Antriebsformen die strengen Abgasnormen künftig wohl nicht erfüllen werden.

Die hohen Kosten für das autonome fahren führen auch bei anderen Autobauern zu Kooperationen. So haben Daimler und BMW beschlossen, ihre Anstrengungen beim autonomen Fahren gemeinsam weiterzuentwickeln. Außerdem haben die Konzerne ihre Car-Sharing-Dienstleister Drive Now und Car2Go bereits zusammengelegt. BMW geht noch einen Schritt weiter und will mit dem britischen Hersteller Jaguar Land Rover die nächsten Modelle von E-Antrieben entwickeln.

Produkte auf BMW

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Quelle: HSBC

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Autor: Jewgeni Ponomarev

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Über den Experten

Julius Weiß
Julius Weiß
Zertifikate-Experte bei HSBC Deutschland

Bereits in der Schulzeit entdeckte Julius Weiß seine Leidenschaft für die Welt der Kapitalmärkte. Direkt nach seinem 18. Geburtstag durfte er erste Trading-Erfahrungen mit Standard-Optionsscheinen auf Indizes und Währungspaare sammeln.

Nach seinem Abitur begann er ein duales Studium bei der HSBC und konnte durch Praxiseinsätze in insgesamt zwölf Abteilungen der Bank seine Kenntnisse über finanzwirtschaftliche Thematiken vertiefen. Während dieser Zeit fokussierte er sich mehr und mehr auf Kapitalmarktprodukte. Nun vermittelt er sein Börsen- und Tradingwissen regelmäßig in Webinaren sowie über Vorträge auf Anlegermessen. Zudem beantwortet er sowohl für institutionelle als auch für private Marktteilnehmer alle Fragen rund um das Produktangebot von HSBC.

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