ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche HVPI-Inflation sinkt im Februar auf 2,0 Prozent
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im Februar leicht nachgelassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) auf 2,0 (Vormonat: 2,1) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 27. Februar. Gegenüber dem Vormonat stieg der HVPI um 0,4 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
Ölpreise bleiben größter Markttreiber
Die Ölpreise werden weiterhin der größte Markttreiber sein und die anstehenden US-Inflationszahlen für Februar in den Schatten stellen, schreibt der Pepperstone-Analyst Michael Brown in einer Research Note. Die Marktteilnehmer hätten eine gewisse Beruhigung gefunden, nachdem Präsident Trump gesagt habe, dass der Konflikt sehr bald enden werde, meint Brown. Dennoch würden die Märkte weiterhin von Schlagzeile zu Schlagzeile handeln und dabei auf jegliche Anzeichen einer Deeskalation achten, merkt er an. Obwohl die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten normalerweise ein wichtiges Ereignis sei, dürfte der im Laufe des Tages anstehende Bericht kaum etwas bewegen, weder aus Marktsicht noch im Hinblick auf den Ausblick für die Fed-Politik, meint er.
IEA schlägt bislang größte Freigabe strategischer Reserven vor - Kreise
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben informierter Offizieller die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte vorgeschlagen, um die Rohölpreise zu senken. Die Preise sind während des Krieges der USA und Israels mit dem Iran in die Höhe geschnellt. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel Öl übersteigen, die die IEA-Mitgliedsländer im Jahr 2022 in zwei Tranchen auf den Markt brachten, als Russland seine umfassende Invasion in der Ukraine startete, so die Offiziellen. Der Vorschlag wurde am Dienstag auf einer Dringlichkeitssitzung von Energie-Vertreter aus den 32 Mitgliedsländern der IEA in Umlauf gebracht. Es wird erwartet, dass die Länder am Mittwoch über den Vorschlag entscheiden.
Iran legt Minen in der Straße von Hormus
Der Iran hat in den vergangenen Tagen nach Angaben von US-Offiziellen Minen in der Straße von Hormus verlegt. Dies sei eine Eskalation mit dem Ziel, einen lebenswichtigen wirtschaftlichen Durchgangsweg zu sperren, was US-Präsident Donald Trump dazu veranlasste, mit rascher Vergeltung zu drohen. Der Iran habe weniger als zehn Minen in der Meerenge verlegt und es sei unklar, ob er beabsichtige, in naher Zukunft weitere hinzuzufügen, sagten sie. Ein US-Vertreter sagte, es könnte ein politisches Signal an die USA sein, dass Teheran die Weltwirtschaft gewaltsam abwürgen kann. Nachdem CNN zuvor berichtet hatte, dass der Iran die Schifffahrtsroute vermint habe, sagte Trump am Dienstag, der Iran werde in einem "nie zuvor gesehenen Ausmaß" angegriffen, falls die Minen nicht entfernt würden.
China für Energiepreisschock durch Iran-Konflikt gut aufgestellt
Der Nahost-Konflikt dürfte das Wachstum Chinas kaum wesentlich beeinträchtigen, da die Wirtschaft weniger von Öl und Gas abhängig ist als viele andere große Volkswirtschaften, heißt es in einer Research Note von Capital Economics. Chinas schnelle Einführung von Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien habe einen Teil der Nachfrage nach Öl und Gas verdrängt, während der Energiemix des Landes weiterhin von Kohle dominiert werde, so Julian Evans-Pritchard, Leiter der China-Volkswirtschaft bei CE. Pekings große Rohölreserven könnten zudem genutzt werden, um die Weitergabe höherer Preise an die heimischen Verbraucher zu begrenzen.
DJG/DJN/apo
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