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09:01 Uhr, 17.02.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsche HVPI-Inflation steigt im Januar auf 2,1 Prozent

Der Inflationsdruck in Deutschland ist im Januar leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) auf 2,1 (Vormonat: 2,0) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 30. Januar. Gegenüber dem Vormonat sank der HVPI um 0,1 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Weltweites Wachstum dürfte Erwartungen übertreffen - Zolleffekte lassen nach

Das globale Wirtschaftswachstum dürfte die Konsensprognosen übertreffen, gestützt durch nachlassende Zolleffekte, fiskalische Unterstützung und lockerere Finanzierungsbedingungen, schreibt Jan Hatzius, Chefvolkswirt von Goldman Sachs, in einer Research Note. Er erwarte, dass sich die Inflation in den meisten Volkswirtschaften dem Zielwert annähern werde, was auf nachlassende Zoll- und administrierte Preiseffekte sowie ein moderateres Lohn- und Mietwachstum zurückzuführen sei. Goldman Sachs sehe zwar in den letzten Monaten einen merklichen Rückgang der Beschäftigung im Technologiesektor, erwarte aber keine durch KI verursachte Job-Apokalypse.

Protokoll der RBA-Sitzung deutet auf weitere Zinserhöhungen hin

Das Protokoll der Februar-Sitzung der RBA deutet darauf hin, dass die Zentralbank wahrscheinlich mehr Zinserhöhungen vornehmen muss, als die NAB derzeit mit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr erwartet. "Oberflächlich betrachtet, implizieren die Prognosen der RBA und die aktualisierte Bewertung der Finanzbedingungen" dies, schreibt Gareth Spence von der NAB in einem Kommentar. Allerdings erwartet die NAB für die nächsten beiden Quartale kleine negative Überraschungen bei den Inflationsprognosen der RBA.

RBA geht Risiko ein - Spielt Anstieg des Austral-Dollars herunter

Das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia spiele die Rolle des steigenden Wechselkurses bei der Eindämmung der Inflation ziemlich herunter, meint Luci Ellis, Chefvolkswirtin bei Westpac. Zwar spiegele ein Großteil der jüngsten Aufwertung des australischen Dollars die veränderten Zinssaussichten wider und es werde daher bereits erwartet, dass dies einen geringen disinflationären Effekt habe, sagt sie. Der jüngste Ausverkauf des US-Dollars sei jedoch ein unabhängiger Faktor, den die RBA anscheinend nicht vollständig berücksichtigt habe, fügt Ellis hinzu.

RBA dürfte Zinsen erneut anheben - Kapazitätsdruck nimmt zu

Aus dem Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia im Februar war hervorgegangen, dass "es nicht möglich sei, ein hohes Maß an Vertrauen in einen bestimmten Pfad für den Leitzins zu haben." Dennoch gebe es Gründe anzunehmen, dass eine weitere Zinserhöhung eher wahrscheinlich sei, meint Andrew Boak, Chefvolkswirt bei Goldman Sachs. Die Prognosen der RBA beruhten auf der technischen Annahme, dass weitere Zinserhöhungen erforderlich sein würden.

+++ Konjunkturdaten +++

GB/Anträge auf Arbeitslosengeld Jan +28.600

GB/ILO-Arbeitslosenzahl 3 Mon per Dez +93.794, Quote 5,2%

GB/Durchschnittslöhne (inkl. Boni) 3 Mon per Dez +4,2%

DJG/DJN/apo

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