ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
DIW-Konjunkturbarometer steigt zum dritten Mal in Folge
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im Februar seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Es stieg um 2,7 Punkte auf 90,4 Zähler. Es ist der dritte Anstieg in Folge. Damit liegt der Barometerwert aber weiter klar unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. "Die Chancen stehen gut, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal zumindest nicht weiter sinkt", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum sechsten Mal in Serie
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar zum sechsten Mal in Folge gesunken. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fiel um 0,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat auf 98,3 Punkte. Das European Labour Market Barometer hingegen stieg das erste Mal seit fünf Monaten und lag im Februar bei 99,5 Punkten.
Euroraum-Inflation bleibt in nächsten Monaten über 2%
Die Inflation im Euroraum wird nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer nur noch im Februar sinken. "Unser Quant-Modell für die Inflation im Euroraum auf der Grundlage von maschinellem Lernen erwartet weiterhin einen zähen Kampf gegen die Inflation. Die Modellprognose im Februar bleibt im Vergleich zum Januar kaum verändert und prognostiziert für die kommenden Monate eine Inflation über dem Ziel der EZB von 2 Prozent", schreibt Stamer in einem Kommentar.
Deutsche HVPI-Teuerung sinkt im Februar auf 2,7%
Deutsche-Bank-Volkswirt Sebastian Becker rechnet damit, dass der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) im Deutschland im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen ist und um 2,7 (Januar: 2,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lag. "Für den Kern-HVPI rechnen wir mit Anstiegen von 0,5 und 3,3 (3,6) Prozent schreibt er in seinem Ausblick auf die Veröffentlichung der Daten am Freitag. Becker nimmt an, dass die Kernteuerungsraten in den nächsten Monaten im Zuge einer rückläufigen Inflation bei den Dienstleistungspreisen sinken und bis zum zweiten Halbjahr die Marke von 2,5 Prozent unterschreiten wird.
Euroraum-Inflation dürfte im Februar nachlassen
Die Barclays-Analysten Balduin Bippus und Mark Cus Babic erwarten, dass die Verbraucherpreise im Euroraum im Februar mit einer Jahresrate von nur noch 2,3 (Januar: 2,5) Prozent gestiegen sind und die Kernverbraucherpreise um 2,6 (2,7) Prozent. Ursache ist einerseits ihre Annahme, dass die Energieinflation auf 0,1 (1,9) Prozent zurückgegangen ist, wohinter ein Rückgang der regulierten Strompreise in Frankreich und Basiseffekte bei den Treibstoffpreisen strecken. "Außerdem rechnen wir mit einem Rückgang der Dienstleistungspreisinflation auf 3,7 (3,9) Prozent", schreiben sie in ihrem Ausblick auf die Datenveröffentlichung am 3. März. Hier sehen sie sowohl Preisrückgänge auf Monatssicht als auch Basiseffekte am Werk.
Von der Leyen präsentiert "Clean Industrial Deal"
Die Europäische Kommission hat einen umfassenden Plan zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums durch Investitionen in saubere Industrie vorgelegt. "Europa ist nicht nur ein Kontinent der industriellen Innovation, sondern auch ein Kontinent der industriellen Produktion", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Die Nachfrage nach sauberen Produkten hat sich jedoch verlangsamt, und einige Investitionen sind in andere Regionen abgewandert", sagte sie.
China plant Kapitalspritze für seine größten Banken - Agentur
China erwägt einem Medienbericht zufolge in den kommenden Monaten eine Kapitalspritze von mindestens 400 Milliarden Yuan (gut 53 Milliarden Euro) für einige seiner größten Banken. Zu der ersten Gruppe gehören demnach die Agricultural Bank of China und die Bank of Communications, wie Bloomberg unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet. Das Vorhaben sei Teil eines umfassenderen Plans zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Ukraine willigt in Abkommen mit USA über Bodenschätze ein
Die Ukraine hat einem Abkommen über Bodenschätze mit den USA zugestimmt, das laut Präsident Trump am Freitag bei einer Unterzeichnungszeremonie im Weißen Haus mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgeschlossen werden soll. Aus Verhandlungskreisen verlautete, man habe sich nun auf den Text geeinigt, und die USA hätten ihre frühere Forderung nach dem Recht auf 500 Milliarden Dollar an potenziellen Einnahmen aus der Erschließung der ukrainischen Bodenschätze fallen gelassen, berichtet das Wall Street Journal.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 21. Feb -1,2% auf 212,3 (Vorwoche: 214,9)
US/MBA Purchase Index Woche per 21. Feb +0,2% auf 144,3 (Vorwoche: 144)
US/MBA Refinance Index Woche per 21. Feb -3,6% auf 572,5 (Vorwoche: 593,6)
DJG/DJN/apo
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