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13:30 Uhr, 18.02.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Vorzeitiger Amtswechsel an der EZB-Spitze nicht ausgeschlossen

Ein vorzeitiger Abschied Christine Lagardes von der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nicht mehr auszuschließen. Ein EZB-Sprecher sagte am Mittwoch, Lagarde habe keine Entscheidung bezüglich des Endes ihrer Amtszeit getroffen. Das muss sie eigentlich auch nicht, denn dieses Ende steht fest: Oktober 2027. Die Reaktion des Sprechers ist jedoch eine indirekte Bestätigung eines Berichts der Financial Times (FT), die unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Person gemeldet hatte, Lagarde wolle vorzeitig gehen. Auswirkungen auf die Geldpolitik der EZB hätte ein solcher Schritt allerdings kaum.

Vorzeitiger Abgang Lagardes wäre schlecht für das Ansehen der EZB

Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang von EZB-Präsidentin Christine Lagarde seien kein gutes Zeichen für die Zentralbank, schreibt Andrew Kennigham von Capital Economics in einer Research Note. Lagarde soll ihren Posten Ende 2027 aufgeben, aber die Financial Times habe berichtet, dass sie vorzeitig zurücktreten könnte, um dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor den französischen Wahlen im nächsten Jahr Einfluss auf die Wahl ihres Nachfolgers zu ermöglichen. Der Bericht, der glaubwürdig klinge, könnte das Ansehen der EZB als eine der unabhängigsten Zentralbanken der Welt untergraben, meint Kennigham.

Britische Inflationsdaten ändern für BoE nichts

Die jüngsten Inflationsdaten aus Großbritannien dürften die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März kaum wesentlich verändern, schreibt James Smith von ING in einer Research Note. Die Zahlen seien durchwachsen ausgefallen, meint er. Die Lebensmittelinflation sei stark gesunken, was die Nervosität bezüglich der Aufwärtsrisiken für das Preiswachstum beruhigen dürfte. Die Inflation bei den Dienstleistungen habe sich jedoch als hartnäckiger als erwartet erwiesen.

Ökonom Feld fordert wegen Schulden Kürzung der Sozialausgaben

Der Ökonom Lars Feld hat wegen eines drohenden Anstieg der deutschen Staatsverschuldung in Richtung 100 Prozent der Wirtschaftsleistung Kürzungen bei den Sozialausgaben verlangt. In einem als "Ökonomischer Aschermittwoch" bezeichneten Vortrag sagte der Direktor des Freiburger Walter-Eucken-Instituts, wenn Deutschland trotz rückläufiger Beschäftigtenzahlen wachsen wolle, müsse es die Arbeitskosten senken. Handlungsbedarf sieht er unter anderem bei Renten- und Pflegeversicherung.

+++ Konjunkturdaten +++

US/MBA Market Index Woche per 13. Feb +2,8% auf 339 (Vorwoche: 329,9)

US/MBA Purchase Index Woche per 13. Feb -2,7% auf 157,1 (Vorwoche: 161,5)

US/MBA Refinance Index Woche per 13. Feb +7,1% auf 1.375,9 (Vorwoche: 1.284,6)

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