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08:07 Uhr, 27.10.2026

Teurer Winter voraus? Wie Hormus Gas, Sprit und Inflation antreibt

Wer in diesen Wochen und Monaten tankt oder seinen Heizöltank füllt, bekommt wegen des Iran-Kriegs die Lage an der Straße von Hormus im Portemonnaie zu spüren. Der Brent-Ölpreis notierte zuletzt wieder über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel.

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Der Preisverlauf bleibt angesichts widersprüchlicher Meldungen und neuer Angriffe volatil. Anfang Juli war Brent zeitweise auf knapp über 70 US-Dollar und damit auf das Vorkriegsniveau gefallen.

Zudem rückt der Winter näher, während Deutschland mit deutlich niedrigeren Gasreserven als in den vergangenen Jahren in die Heizperiode gehen dürfte. Damit wächst das Risiko, dass ein kalter Winter oder erneute Lieferstörungen die Energiepreise weiter nach oben treiben. Höhere Öl- und Gaspreise können die Inflation erneut antreiben und die Kosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhen.

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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbozertifikaten. Turbozertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Hormus, Heizöl und Inflation: Energie als Preistreiber

Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Handelswegen für Öl und Flüssiggas: Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases läuft durch die Meerenge. Europa bezieht nur rund fünf Prozent seiner Lieferungen direkt über diese Route, bekommt die Preise über den Weltmarkt aber trotzdem zu spüren. Nach einer Phase der Beruhigung ist der Schiffsverkehr dort zuletzt wieder zurückgegangen, von Normalität kann keine Rede sein. Die Transportmengen haben sich zwar wieder stabilisiert jedoch zeigen andauernde Angriffe auf Schiffe, wie schnell sich die Lage wieder zuspitzen kann. In Folge halten deutlich erhöhte Frachtkosten, schwierige Logistik und ein knappes Angebot an Raffinerieprodukten (Stichwort "Dieselknappheit") den Ölpreis volatil, eine nachhaltige Entspannung ist bislang nicht erkennbar.

Bei den Verbrauchern kommt das längst im Geldbeutel an. Dabei schien die Inflation in diesem Jahr auf einem guten Weg: Laut Statistischem Bundesamt lag sie im Februar mit 1,9 Prozent noch unter der Zwei-Prozent-Marke, während die Energiepreise sogar gesunken waren. Mit Beginn des Iran-Konflikts hat die Teuerung spürbar angezogen: Im September lag die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt bei 3,3 Prozent. Haupttreiber sind Energiekosten, während die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel deutlich ruhiger bleibt. Vor allem Heizöl und Sprit sind teurer geworden, und mit dem Ende des ersten Tankrabatts im Sommer fiel zusätzlich eine Entlastung an der Zapfsäule weg.

Seit dem 1. Oktober gilt zwar erneut eine befristete Entlastung an der Zapfsäule: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde um 14 Cent je Liter gesenkt; einschließlich des darauf entfallenden Umsatzsteuereffekts entspricht das rund 17 Cent je Liter. Sie gilt bis zum 31. Dezember 2026. Wie viel davon tatsächlich bei den Verbrauchern ankommt, hängt auch von der Preisgestaltung der Anbieter ab.

Die Haushalte reagieren mit Zurückhaltung. Viele rechnen mit weniger Kaufkraft und legen lieber Geld zur Seite. Das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) misst eine Sparneigung, die ähnlich hoch ist wie zuletzt in der Finanzkrise 2008. Die Konjunktur hält bislang dagegen, denn Forschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen zuletzt angehoben. Beim Öl ist der Preisschub bereits in den Daten angekommen. Beim Gas dagegen schlägt sich ein höherer Preis nicht sofort in der Rechnung nieder. Genau das macht die Gasversorgung vor dem Winter so brisant.

Gas: Warum die Speicher im Winter zählen

Beim Gas rückt der Preisdruck erst jetzt näher. Die deutschen Speicher waren Anfang Oktober zu knapp 60 Prozent gefüllt, erheblich weniger als vor früheren Heizperioden. Deutschland hat zwar mehr Bezugswege als 2022, etwa eigene LNG-Terminals und Lieferungen über die Nachbarländer. Ein besonders kalter Winter würde den Verbrauch allerdings erhöhen.

Ein Teil des weltweit gehandelten LNG wird durch die Straße von Hormus transportiert. Europas Gasversorgung ist jedoch nur begrenzt direkt von dieser Route abhängig. Störungen können sich trotzdem über den globalen LNG-Markt und die Preise auswirken. Teurer beschaffte Mengen können Versorger mit zeitlicher Verzögerung an ihre Kunden weitergeben.

Für die Energiekonzerne hat die Lage zwei Seiten. Hohe Preise für Öl und Gas erhöhen die Einnahmen, in der Krisenregion fällt dagegen ein Teil der Fördermenge aus. Nach Einschätzung von Experten der DZ BANK überwogen bisher die Preiseffekte. Entscheidend ist deshalb, wer sowohl Öl als auch Gas fördert und zusätzlich Flüssiggas liefern kann.

TotalEnergies: Zwischen Gasgeschäft und Krisenregion

TotalEnergies deckt alle drei Bereiche ab. Der französische Konzern fördert Öl und Gas und hat einen Schwerpunkt im Flüssiggas, das vor dem Winter stärker gefragt ist, weil die Speicher schnell aufgefüllt werden müssen. Im Nahen Osten ist er stark engagiert, dort fällt wegen des Konflikts ein Teil der Fördermenge aus. Das kostet Einnahmen, die aber bisher durch die höheren Preise mehr als ausgeglichen wurden.

Für den Winter hängt vieles vom Wetter ab. Ein kalter Winter bei niedrigen Speicherständen könnte am europäischen Gasmarkt zu Extremsituationen führen, von denen der Konzern nach Einschätzung der Analysten profitieren würde. Bleibt es mild und beruhigt sich die Lage am Golf, fällt dieser Effekt schwächer aus.

Wie schnell sich der Rückenwind drehen kann, hat der Ölpreis im Sommer gezeigt. Für die Aktie bleiben deshalb Wetter, Speicherstände und die Lage am Golf die entscheidenden Faktoren.

So könnten Anleger handeln

Für risikofreudige Anleger, die davon ausgehen, dass die Lage im Persischen Golf angespannt bleiben wird und TotalEnergies von anhaltend hohen Energiepreisen und einer starken Nachfrage nach Flüssiggas weiter profitieren wird, könnte ein Open End Turbo Long mit der WKN DN3Y1C eine mögliche Handlungsoption darstellen. Ein Turbo Long Zertifikat ermöglicht es Anlegern, mit einem Hebel überproportional an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts zu partizipieren.

Anleger, die hingegen eine Normalisierung der Preise und der verfügbaren Menge erwarten, was sich belastend auf den stark angestiegenen Aktienkurs auswirken dürfte, könnten sich mit einem Endlos Turbo Short mit der WKN DU8VSG positionieren.

Sollte sich die Markterwartung der Anleger nicht erfüllen, kann es zum Totalverlust des Einsatzkapitals kommen – etwa dann, wenn der Basiswert die jeweilige Knock-Out Barriere erreicht, auf null fällt oder wenn der Emittent den Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund von Insolvenz oder behördlicher Anordnung nicht nachkommen kann.

Erläuterungen und Risikohinweise zu den Produkten

Diese Werbung richtet sich nur an Personen mit Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter https://www.dzbank-wertpapiere.de/DN3Y1C bzw. https://www.dzbank-wertpapiere.de/DU8VSG (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung ebenfalls auf der Internetseite der DZ BANK unter https://www.dzbank-wertpapiere.de/DN3Y1C bzw. https://www.dzbank-wertpapiere.de/DU8VSG (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbozertifikaten. Turbozertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

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