Kommentar
19:42 Uhr, 23.04.2026

Tether CEO: "USDT ist kein sicherer Hafen für illegale Aktivitäten"

Stablecoin-Anbieter Tether hat 344 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten eingefroren. Es handelt sich um den bislang größten Eingriff.

Der Stablecoin-Herausgeber Tether hat USDT im Gegenwert von 344 Millionen US-Dollar eingefroren. Es handelt sich um den bislang größten bekannten Zugriff auf entsprechende Vermögenswerte. Betroffen sind zwei Wallet-Adressen, die von US-Behörden als mit mutmaßlich illegalen Aktivitäten verbunden eingestuft wurden.

Tether Supports Freeze of More Than $344 Million in USD₮ in Coordination with OFAC and U.S. Law Enforcement
Learn more: https://t.co/PFMCimX9hV

— Tether (@tether) April 23, 2026

Die Maßnahme erfolgte laut Unternehmensangaben in Abstimmung mit dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) sowie weiteren US-Strafverfolgungsbehörden. Die betroffenen Gelder seien unmittelbar blockiert wurden, um weitere Transaktionen zu unterbinden.

Laut Tether habe es konkrete Hinweise auf Sanktionsverstöße, Betrugsnetzwerke und Geldwäsche gegeben. Konkrete Details wurden nicht genannt. CEO Paolo Ardoino erklärte: “USDT ist kein sicherer Hafen für illegale Aktivitäten. Wenn glaubwürdige Verbindungen zu sanktionierten Akteuren oder kriminellen Netzwerken identifiziert werden, handeln wir sofort und entschlossen”.

Follow the money

Nach Unternehmensangaben arbeitet Tether derzeit mit mehr als 340 Strafverfolgungsbehörden in 65 Ländern zusammen und hat bislang über 2.300 Ermittlungsverfahren unterstützt. Insgesamt wurden dabei Vermögenswerte im Umfang von mehr als 4,4 Milliarden US-Dollar eingefroren, davon über 2,1 Milliarden US-Dollar in Fällen mit Bezug zu US-Behörden.

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Die zentrale Struktur von USDT ermöglicht es Tether, Wallet-Adressen gezielt zu sperren und Transaktionen unmittelbar zu stoppen. Über öffentlich einsehbare Blockchain-Daten lassen sich Geldflüsse nachverfolgen und verdächtige Aktivitäten identifizieren. Der Stablecoin-Anbieter kündigte an, weiterhin auf Echtzeitüberwachung und enge Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden zu setzen.

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