Schwere Vorwürfe gegen Bittensor – TAO-Kurs fällt deutlich
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Bittensor erlebt einen herben Rückschlag. Ausgerechnet Covenant AI, bislang einer der größten Builder im TAO-Ökosystem, kehrt dem Netzwerk den Rücken. Der Markt reagiert sofort: TAO fällt rund 18 Prozent und zählt damit zu den schwächsten Kryptowährungen des Tages.
Covenant erhebt schwere Vorwürfe gegen das Netzwerk
Covenant-Gründer Sam Dare spart in seinem öffentlichen Statement nicht mit Kritik. Er spricht von einem “Dezentralisierungstheater” und davon, dass das zentrale Versprechen von Bittensor “eine Lüge” sei. Der Kernvorwurf: Mitgründer Jacob Steeves übe deutlich mehr Kontrolle aus, als das öffentliche Bild eines offenen, dezentral organisierten KI-Netzwerks vermuten lasse.
— covenant (@covenant_ai) April 9, 2026
Konkret nennt das Team ausgesetzte Emissionen für eigene Subnets, entzogene Moderationsrechte, die einseitige Abwertung der eigenen Infrastruktur und wirtschaftlichen Druck durch sichtbare Tokenverkäufe in einer Phase des Konflikts. Das sind gravierende Anschuldigungen. Gesichert ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch zunächst nur, dass Covenant diese Vorwürfe öffentlich erhebt und seinen Ausstieg damit begründet. Eine unabhängige Bestätigung liegt bislang nicht vor.
Warum Covenant AI für Bittensor so wichtig war
Der Bruch trifft Bittensor an einem empfindlichen Punkt. Covenant AI war nicht irgendein Projekt, sondern eng mit dem Narrativ verbunden, das TAO zuletzt Rückenwind verlieh. Besonders Covenant-72B galt vielen Marktteilnehmern als Beleg dafür, dass leistungsfähiges KI-Training auch dezentral organisiert werden kann. In einem Paper auf arXiv beschreibt das Team Covenant-72B als 72-Milliarden-Parameter-Modell, das mit offenen, nicht vorab freigegebenen Teilnehmern über das Internet trainiert wurde. Auch aus dem Bittensor-Umfeld wurde der Lauf als größtes dezentrales LLM-Pretraining seiner Art hervorgehoben.
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Der Konflikt ist auch deshalb heikel, weil er genau den Anspruch berührt, mit dem Bittensor selbst wirbt. In seiner Charter betont das Projekt, man wolle zentralisierte Kontrolle aktiv verhindern, auf offene Eigentumsstrukturen setzen und Transparenz stärken. Wenn nun ein prominenter Builder genau diese Grundsätze öffentlich infrage stellt, trifft das den Markenkern des Netzwerks.
Was der Bruch für den Investmentcase von TAO bedeutet
Der heftige Kursrutsch kommt also nicht aus dem Nichts. Ein wesentlicher Teil der Bewertung speist sich aus der Hoffnung, dass Bittensor im Bereich dezentraler KI eine Sonderrolle einnehmen kann. Gerät ausgerechnet die Governance ins Zwielicht, gerät nicht nur ein Konflikt in den Fokus des Marktes, sondern der Investmentcase selbst.
Darum wiegt der Abgang von Covenant so schwer. Das Team war Teil der Bull-Story und wird nun zum Kronzeugen gegen das Netzwerk. Dieser Rollenwechsel wiegt schwerer als der operative Verlust eines einzelnen Builders. Ein Subnet lässt sich im Zweifel ersetzen, aber verlorenes Vertrauen deutlich schwerer.
Exploits are what teach a system its weak spots.
The quicker you find them the faster you learn.
The outcome of this eventful evening is that Bittensor will invent lock-based subnet ownership — specifically: ownership of a subnet determined by a team's long term economic… https://t.co/dUMYXjAmU6
— const (@const_reborn) April 10, 2026
Immerhin gibt es erste Signale, dass der Streit strukturelle Folgen haben könnte. Aus dem Umfeld von Jacob Steeves wurde öffentlich angekündigt, Bittensor wolle ein lock-basiertes Modell für Subnet-Eigentum entwickeln, bei dem Besitz stärker an gebundene Token geknüpft wird. Das lässt sich als Reformansatz lesen. Zugleich legt es nahe, dass die bisherigen Regeln im Umgang mit Eigentum und Kontrolle im Ökosystem vielleicht nicht ausgereicht haben.
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