Kommentar
11:55 Uhr, 12.10.2026

Robinhood Chain verliert 42 Prozent ihrer Transaktionen: Geht dem Netzwerk die Luft aus?

Kaum drei Monate nach dem Start wird auf der Robinhood Chain immer seltener gehandelt. Ist der Hype vorbei?

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Erst im Juli brachte der US-Neobroker Robinhood seine eigene Blockchain an den Start und konnte innerhalb weniger Wochen Millionen Transaktionen und Milliarden US-Dollar an Handelsvolumen verzeichnen. Doch inzwischen scheint die anfängliche Euphorie deutlich nachzulassen. Zwischen dem 2. und 8. Oktober wurden auf der Robinhood Chain durchschnittlich nur noch 6,2 Millionen Transaktionen pro Tag abgewickelt. Mitte September waren es noch 10,8 Millionen gewesen, was einem Rückgang von 42 Prozent entspricht. Allein gegenüber der Vorwoche sank die Aktivität um weitere 20 Prozent.

Auch die Handelsaktivität bricht ein

Dass es sich nicht nur um einen vorübergehenden Rückgang einzelner Kennzahlen handelt, zeigen die weiteren Daten der Robinhood Chain. So sank die Zahl der aktiven Blockchain-Adressen seit Mitte September um 31 Prozent auf 322.000 und auch auf den dezentralen Handelsplattformen des Netzwerkes wird inzwischen weniger gehandelt. Dort fiel das wöchentliche Spot-Handelsvolumen von 9,46 auf 7,45 Milliarden US-Dollar um 21 Prozent. Zudem entfiel mit 77 Prozent der Großteil des Handels auf die Plattform Uniswap. Und die Netzwerkgebühren sanken von acht Millionen US-Dollar am stärksten Tag des Netzwerkes Anfang September auf nur noch 65.000 US-Dollar täglich.

Eine Milliarde US-Dollar bleibt im Netzwerk

Von einem vollständigen Rückzug der Anleger kann dennoch keine Rede sein. Das in den DeFi-Anwendungen hinterlegte Kapital stieg zuletzt sogar um zwei Prozent auf 1,04 Milliarden US-Dollar. Zudem erhöhte sich der Bestand an Stablecoins auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass ein großer Teil des Kapitals im Netzwerk bleibt, aber seltener für Handelsgeschäfte eingesetzt wird.

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Auch der Derivatehandel entwickelt sich gegen den allgemeinen Trend positiv. So stieg das wöchentliche Handelsvolumen mit unbefristeten Futures zuletzt um 26 Prozent auf 7,35 Milliarden US-Dollar. Robinhood versucht unterdessen, die Aktivität mit finanziellen Anreizen zu stabilisieren und übernimmt weiterhin die Netzwerkgebühren für Token-Tauschgeschäfte im Wert von mehr als 50 US-Cent, die über die Robinhood Wallet abgewickelt werden. Die ursprünglich bis Ende September geplante Aktion wurde inzwischen bis zum 31. Dezember verlängert.

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