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Kommentar
00:15 Uhr, 08.07.2026

onemarkets Alternatives – innovative Lösungen abseits traditioneller Märkte

Aktien und Anleihen sind aus den meisten Depots nicht wegzudenken. Doch die börsennotierten Assets bilden nur einen Teil der Unternehmenswelt ab. Zahlreiche erfolgreiche Firmen befinden sich in privater Hand und waren für die breite Masse kaum zugänglich. Bis jetzt.


Eine regulatorische Weiterentwicklung ändert die Spielregeln. Alternative Investments wie Private Equity könnten dadurch auch für Privatanlegerinnen und Privatanleger an Bedeutung gewinnen.

Die Geldanlage ist in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden. Hohe Bewertungen in einzelnen Marktsegmenten, geopolitische Unsicherheiten, heftige Schwankungen und die starke Konzentration einiger Indizes auf wenige Schwergewichte lassen bei vielen Anlegerinnen und Anlegern den Wunsch aufkommen, ihre Depots breiter aufzustellen. Genau hier kommen sogenannte alternative Investments ins Spiel.

Warum sind alternative Investments interessant?

Zu den bekanntesten alternativen Investments zählen Immobilien, Infrastruktur, Private Debt, Hedgefonds und Private Equity. Ihnen ist gemeinsam, dass sie anderen Marktmechanismen folgen als traditionelle Anlageklassen. Das macht alternative Investments in mehrfacher Hinsicht interessant.

Alternative Investments können neben einer weiteren Ertragsquelle auch ein differenzierter Anlagebaustein sein, der zu stabileren Ergebnissen und einem ausgewogeneren Risikoprofil beitragen kann.

So wiesen Private-Equity-Buyout-Strategien im Zeitraum von 2000 bis 2025 eine vergleichsweise geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen auf. Buyout-Strategien investieren überwiegend in etablierte Unternehmen, die weiterentwickelt und später mit Gewinn veräußert werden sollen. Die Korrelation beschreibt, wie stark sich zwei Anlagen gemeinsam entwickeln. Eine hohe positive Korrelation bedeutet, dass sie sich häufig in dieselbe Richtung bewegen. Bei einer niedrigen Korrelation verlaufen die Wertentwicklungen dagegen weitgehend unabhängig voneinander. Eine negative Korrelation liegt vor, wenn sich zwei Anlagen tendenziell entgegengesetzt entwickeln. Eine niedrige oder sogar negative Korrelation kann dazu beitragen, Schwankungen im Gesamtportfolio zu reduzieren.

Risiken von alternativen Investments

So attraktiv die Aussicht auf zusätzliche Renditechancen auch sein mag, sie geht mit spezifischen Risiken einher. Ein wesentliches Merkmal vieler alternativer Investments ist ihre eingeschränkte Liquidität. Da die zugrunde liegenden Vermögenswerte häufig nicht täglich gehandelt werden, sind Rückgaben oftmals nur zu bestimmten Zeitpunkten möglich, beispielsweise monatlich oder quartalsweise.
Hinzu kommt, dass die Bewertung vieler alternativer Anlagen nicht fortlaufend über einen Börsenkurs erfolgt. Der tatsächliche Marktwert einer Beteiligung oder eines Vermögenswerts lässt sich daher nicht immer so transparent bestimmen wie der einer börsennotierten Aktie.

ELTIFs als Zugang zu alternativen Investments

Um möglichst vielen Anlegerinnen und Anlegern Investitionen außerhalb der Börse zu ermöglichen, hat die Europäische Union im Jahr 2015 den European Long-Term Investment Fund (ELTIF) eingeführt. Mit der im Jahr 2024 in Kraft getretenen ELTIF-2.0-Regulierung wurden die Rahmenbedingungen nochmals verbessert und viele Zugangshürden abgebaut.

Im Gegensatz zu Produkten für institutionelle Investoren liegt die Mindestanlagesumme bei ELTIFs meist zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass ihr Kapital in der Regel länger gebunden ist und die Kosten im Vergleich zu Investmentfonds oder ETFs höher sind.

Welche Anlageklasse sich hinter einem ELTIF verbirgt, hängt von der jeweiligen Strategie ab. Eine der bekanntesten Anlageklassen innerhalb der Alternative Investments ist Private Equity. Darunter versteht man Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden.

Private Equity: der verborgene Teil der Wirtschaft

Die Börse vermittelt oft den Eindruck, die gesamte Wirtschaft abzubilden. Tatsächlich ist sie jedoch nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. In den USA gibt es etwa zwei Millionen Unternehmen relevanter Größe, von denen nur rund 4.000 an der Börse notiert sind. In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Während hierzulande rund 460 Unternehmen börsennotiert sind, bilden Tausende mittelständische Firmen sowie rund 21.500 Großunternehmen das Fundament der Wirtschaft.

Zudem hat die Bedeutung der Börse für die Unternehmensfinanzierung in den vergangenen Jahrzehnten tendenziell abgenommen. So ist die Zahl der börsennotierten Unternehmen in den USA in den letzten 25 Jahren um rund 40 Prozent zurückgegangen, während das in Private Markets verwaltete Vermögen im gleichen Zeitraum um mehr als das 20-Fache gewachsen ist. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich also dafür, länger privat zu bleiben oder ganz auf einen Börsengang zu verzichten.

Gleichzeitig hat sich das Profil der Unternehmen, die den Schritt an die Börse wagen, verändert. Während Anfang der 1990er-Jahre noch rund 85 Prozent der neuen börsennotierten Unternehmen profitabel waren, lag dieser Anteil im Jahr 2024 nur noch bei etwa 35 Prozent. Bei vielen Börsengängen, vor allem von Technologieunternehmen, stehen heute hohe Wachstumserwartungen und Zukunftsvisionen stärker im Vordergrund als Erträge und Gewinne.

Private Equity Buyout & Mezzanine Capital investieren dagegen bevorzugt in profitable Unternehmen mit bewährten Geschäftsmodellen und nachhaltigen Wachstumsperspektiven. Im Fokus stehen dabei oftmals Branchen und Unternehmen, die die Realwirtschaft unmittelbar widerspiegeln, wie beispielsweise Industrie- und Infrastrukturunternehmen, Konsumgüterhersteller und Dienstleistungsunternehmen. Anstelle kurzfristiger Kurszuwächse steht hier die langfristige Wertschöpfung im Vordergrund.

(Quellenangaben im Original zu den Zahlen dieses Abschnitts: World Bank Group 2024, KFF 2024, Statistisches Bundesamt/Destatis 2023, Deutsche Börse 2026, Preqin, S&P Capital IQ, Prof. Jay Ritter/University of Florida.)

Wie schafft Private Equity Mehrwert?

Während Aktionärinnen und Aktionäre nach dem Kauf einer Aktie meist eine passive Rolle einnehmen und auf steigende Kurse oder Dividenden hoffen, verfolgen Private-Equity-Investorinnen und -Investoren in der Regel einen deutlich aktiveren Ansatz. Ihr Ziel ist es, den Wert eines Unternehmens über mehrere Jahre hinweg zu steigern und die Anteile anschließend gewinnbringend zu veräußern.

Die Wertschöpfung basiert dabei im Wesentlichen auf drei Faktoren. Einer der zentralen Treiber sind häufig operative Verbesserungen. Dazu zählen beispielsweise die Erschließung neuer Märkte, die Optimierung von Geschäftsprozessen, Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung oder die Professionalisierung von Vertrieb und Management.

Ein weiterer Hebel ist die Entwicklung der Unternehmensbewertung. Mitunter steigt der Wert eines Unternehmens nicht nur durch höhere Umsätze oder Gewinne, sondern auch dadurch, dass Investorinnen und Investoren bereit sind, für Anteile am Unternehmen einen höheren Preis zu zahlen. Gründe können beispielsweise eine stärkere Marktposition, attraktive Zukunftsperspektiven oder eine höhere strategische Bedeutung sein. Auch gezielte Unternehmensübernahmen können diesen Effekt verstärken und so den Wert einer Beteiligung zusätzlich steigern.

Der dritte Werttreiber ist eine optimierte Kapitalstruktur. So kann der gezielte Abbau von Schulden beispielsweise den Wert des Eigenkapitals beeinflussen.

Der Erfolg einer Private-Equity-Investition hängt somit weniger von kurzfristigen Börsentrends und traditionellen Marktzyklen ab als von der Fähigkeit des Managements des Unternehmens sowie der Private-Equity-Investorinnen und Investoren.

Mit onemarkets Alternatives in Private Equity investieren

Mit onemarkets Alternatives bietet die UniCredit ein wachsendes Angebot alternativer Anlagestrategien, das auf der Expertise der UniCredit sowie dem Know-how führender Assetmanager basiert. Ein Beispiel für den Zugang zu Private Equity mit erfahrenem Management ist der onemarkets Alternatives Partners Group Private Equity Evergreen Fund.

Mindestens 85 Prozent des Vermögens werden in Private Equity investiert. Daneben kann ein kleinerer Anteil in Private-Equity-Strategien wie Infrastruktur sowie Liquiditätsanlagen fließen. Dadurch erhalten Anlegerinnen und Anleger Zugang zu unterschiedlichen Bereichen der Realwirtschaft und profitieren gleichzeitig von einer Diversifikation innerhalb der Private Markets.

Verantwortlich für die Anlagestrategie ist die Partners Group, einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Private Markets. Das Schweizer Unternehmen verwaltet rund 185 Milliarden US-Dollar und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung bei Investitionen in Private Markets. Gleichzeitig überwachen die Expertinnen und Experten der UniCredit die Strategie aktiv, um eine gleichbleibende Qualität sowie ein verlässliches Risiko-Rendite-Profil unter allen Marktbedingungen sicherzustellen.

Ein besonderes Merkmal des Fonds ist seine Evergreen-Struktur. Im Gegensatz zu klassischen Private-Equity-Fonds mit einer festen Laufzeit wird das Kapital hier fortlaufend investiert, Rückflüsse werden reinvestiert. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Portfolios. Gleichzeitig profitieren Anlegerinnen und Anleger von regelmäßigen Einstiegs- und definierten Ausstiegsmöglichkeiten, wenngleich diese aufgrund der geringeren Liquidität der zugrunde liegenden Vermögenswerte eingeschränkt sind.

So investiert der Fonds

Die Umsetzung des mehrstufigen Investmentprozesses erfolgt durch die auf Private-Markets-Anlagen spezialisierte Partners Group. Zunächst analysiert das Investmentteam weltweit Tausende potenzielle Beteiligungen und identifiziert Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen, wachstumsstarken Marktsegmenten, hohen Margen und einem erfahrenen Managementteam. Nur ein kleiner Teil der analysierten Kandidaten schafft es letztlich ins Portfolio – rund 99 Prozent fallen heraus. Aktuell sind es 26 Investitionen. Nach dem Erwerb begleiten die Investmentexpertinnen und -experten die Unternehmen aktiv bei ihrer Weiterentwicklung. Beispiele hierfür sind der Luxusuhrenhersteller Breitling, der sein Damensegment ausbaut und seine internationale Expansion vorantreibt, sowie der Technologiekonzern Rosen, der seine Produktentwicklung beschleunigt und den Vertrieb professionalisiert.

Regional liegt der Schwerpunkt des Fonds auf Nordamerika und Europa. Zu den Beteiligungen zählen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, beispielsweise aus den Bereichen Gesundheitswesen, Konsumgüter, Industrie, IT und Finanzwesen. Durch die breite Streuung über zahlreiche Beteiligungen, Branchen und Regionen soll das Risiko einzelner Unternehmensentwicklungen reduziert werden.

Der Fonds richtet sich an Privatanlegerinnen und -anleger, die ein Engagement in Private Markets anstreben und das Ziel eines langfristigen Kapitalwachstums verfolgen. Die empfohlene Haltedauer des Teilfonds beträgt fünf Jahre.

Anlegerinnen und Anleger sollten sich bewusst sein, dass sie bei aktiv gemanagten Fonds keine Kontrolle über die Auswahl der Anlagen haben, d. h. sie sind von der Expertise und den Entscheidungen des Portfoliomanagements abhängig. Wie andere Anlageprodukte unterliegen auch alternative Investments Marktbewegungen und können Schwankungen aufweisen, die zu Kapitalverlusten bis hin zum Totalverlust führen können.

onemarkets Alternatives Partners Group Private Equity Evergreen Fund
Fondsdaten
Fondstyp Evergreen Feeder-Alternative-Investmentfonds (AIF), der der ELTIF-2.0-Regulierung unterliegt
Anlageklasse Private Equity
Anlageverwalter Partners Group
Fondswährung EUR
Anteilsklasse* A
ISIN LU3285763689
Einstiegskosten max. 3,00 % des investierten Betrags
Gesamtkostenquote 4,90 % des Werts der Anlage pro Jahr**
Zeichnungen Monatliche Zeichnungen mit einer Ankündigungsfrist von 20 Geschäftstagen vor dem jeweiligen Handelstag
Rücknahmen*** Quartalsweise Rücknahmen mit einer Ankündigungsfrist von 70 Geschäftstagen vor dem jeweiligen Handelstag, frühestens ab 30.06.2027 (Lock-up Period)
Mindestanlage EUR 10.000,-
Sparplan nicht möglich
Weitere Informationen zum Produkt unter:
>> onemarkets Alternatives Partners Group Private Equity Evergreen Fund
*Weitere Anteilsklassen vorhanden.
**Kosten bei Ausstieg nach empfohlener Haltedauer von 5 Jahren. Der Master-Fonds kann dem Teilfonds Performancegebühren in Rechnung stellen. Weitere Informationen sind im Basisinformationsblatt (KID) zu finden.
***Rücknahmen aus dem Teilfonds erfolgen gemäß dem ELTIF-Rücknahmerahmen einschließlich quartalsweiser Handelstermine, Ankündigungsfristen und quantitativer Rücknahmebeschränkungen und können, wie im Verkaufsprospekt und im Basisinformationsblatt (KID) beschrieben, begrenzt oder ausgesetzt werden.
Bitte beachten Sie den Disclaimer unten. Weitere Informationen zum Fonds finden Sie auf onemarkets.de bei Eingabe der ISIN im Suchfeld.
Stand: 30.06.2026. Quelle: onemarkets (UniCredit Bank GmbH)

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