NFP-Schock, Bitcoin-Crash & KI-Aktien unter Druck: Was passiert jetzt?
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Wenige Tage vor der US-Notenbanksitzung erwarteten wir heute mit Spannung die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai. Im Vorfeld waren bereits mehr Stellenausschreibungen vermeldet worden, welche über die JOLTS einen robusten Arbeitsmarkt zulassen könnten. Andererseits stiegen die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfen erneut an. Dieser Mix und das starke Wachstum im KI-Sektor machen die Daten so brisant. Zudem wird zum ersten Mal der neue Fed-Präsident am Mittwoch in seinem Amt das Thema Inflation und Zinsentwicklung erörtern.
Der DAX schien die Daten ebenfalls abzuwarten und berührte erneut das 25.000er-Level. Ein Ausbruch darüber blieb ihm bisher verwehrt, sodass vom Wochenstart noch ein GAP auf der Oberseite geöffnet blieb. Gänzlich anders sah es bei den US-Indizes aus. Der Dow Jones brach aus seiner Seitwärtsphase aus und hatte mit Notierungen über 51.000 neue Rekorde erzielt. Beim S&P500 und dem Nasdaq ließ die Rekordlaune jedoch merklich nach. Insbesondere wegen sehr hohen Erwartungen und dem Enttäuschungspotenzial nach Quartalszahlen, kommen die Kurse im Tech-Bereich momentan etwas zurück. Die runde Marke von 30.000 Punkten steht im Nasdaq vorbörslich auf der Agenda und wird somit getestet.
Wesentlich schwächer notieren die Krypton. Im Bitcoin steuern wir auf die runde Marke von 60.000 US-Dollar zu, was dem schwächsten Wert seit rund 2 Jahren entspricht. Noch dramatischer verliert Ethereum, vor allem wegen hoher Mittelabflüsse.
Während im Ölpreis weiterhin das Abwarten auf einen Frieden im Iran dominiert, testet der Goldpreis parallel seine 200-Tagelinie. Ein spannendes Level, wie Charttechniker immer wieder betonen.
Zu den NFP-Daten selbst gab es erneut (wie schon im Vormonat) eine positive Überraschung zu vermelden. Die Zahl der neuen Stellen liegt bei 172.000 und damit deutlich über der Erwartung von +85.000. Zudem wurde der Monat März von +185.000 neuen Stellen auf nun +214.000 nach oben revidiert und der April von +115.000 auf nun +179.000 Stellen. Damit wurden die beiden Vormonate um insgesamt 93.000 Stellen nach oben revidiert, während die Arbeitslosenquote mit 4,3% genau in der Prognose blieb und dort seit 3 Monaten verharrt.
In einer ersten Reaktion stiegen die US-Futures kurz an, gaben diesen Impuls aber direkt ab und rutschten wieder leicht ab in Richtung Tagestief. Damit testet der Nasdaq aller Wahrscheinlichkeit zum Opening der Wall Street die runde Marke von 30.000 Punkten.
Beim Thema Rekorde waren wir auch schnell im Aktienteil, denn trotz eines schwächeren Index dominieren starke Bewegungen im Chip- und KI-Sektor derzeit die Marktmeldungen. Broadcom meldete beispielsweise starke Zahlen, aber ruderte im Ausblick zurück. Die Aktie unterbricht somit ihre Rallye der letzten Wochen und sucht nach einem möglichen Support. Ebenso Micron Technology und Marvell Technologies, die auch sehr stark und fast schon heiß gelaufen waren. Noch mehr Prozent generierte Sandisk in diesem Jahr, kam daher im allgemeinen Markttrend gestern auch deutlicher zurück.
Vielleicht sehen wir eine Marktrotation zu den anderen Technologieführern, die in der letzten Rallye nicht so stark gefragt waren. Ein Vorreiter ist Crwodstrike, die bereits vor den Quartalszahlen stark nach oben liefen. Folgen nun Microsoft oder Alphabet? Auf diese Schwergewichte blickten wir ebenso wie auf Aktien aus einem gänzlich anderen Sektor.
Lululemon spürt die Zurückhaltung der Konsumenten deutlich und hat ein "Markenproblem". Dieses soll eine neue CEO ab September lösen, doch mit ihren Erfahrungen bei Nike stellt sich die Frage: Ist dies ein guter Schachzug? Auch deren Kurs ist, wie Lululemon, in einem Abwärtstrend gefangen.
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