Neue Zuversicht bei Halbleitern
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Freundlicher Wochenauftakt an den Märkten
Aktien und Anleihen starteten am Montag mit Rückenwind in die neue Woche. Sinkende Ölpreise und die Erwartung eines Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sorgten für Zuversicht. Der S&P 500 legte um 1,5 % zu, der DAX stieg um 1,1 %. Die starke Resonanz auf Metas neuen KI-Agenten beflügelte zudem Technologiewerte. Meta-Aktien gewannen rund 11 % hinzu; AMD überschritt erstmals die Marke von einer Billion USD Börsenwert. Auch US-Staatsanleihen profitierten. Die Rendite 10j.-Treasuries fiel um 5 Bp. auf 4,95 %, die Rendite 10j. Bundesanleihen ging um 7 Bp. auf 3,45 % zurück. Der jüngste Ölpreis-Rückgang dämpfte die Sorge, höhere Energiekosten könnten den Inflationsdruck erneut verstärken. Bitcoin erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Januar. Die asiatischen Aktienmärkte öffneten heute Morgen nach den positiven Vorgaben der Wall Street ebenfalls mit Gewinnen. Der MSCI-Index Asia stieg um rund 1 % und steuerte damit auf den fünften Handelstag mit Gewinnen in Folge zu. Besonders gefragt waren Halbleiterwerte: Samsung Electronics und SK Hynix profitierten von der Erholung ihrer amerikanischen Wettbewerber. Der südkoreanische Kospi gewann 1,8 %, während der taiwanische Leitindex zeitweise ein Rekordhoch erreichte.
Ölpreisrückgang und diplomatische Signale
Der seit vier Tagen anhaltendende Rückgang bei den Ölpreisen gewann gestern an Dynamik. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent fiel von 104 auf 101 USD zurück. Gund hierfür sind erneute diplomatische Bemühungen zwischen den USA und dem Iran. Trump erklärte dem Sender Fox News, er sei "wahrscheinlich" zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian am Rande der UN-Generalversammlung in dieser Woche bereit. Zugleich deutet sich eine Entspannung in der Straße von Hormus an. Die Öl- und Flüssiggastransporte durch die strategisch bedeutsame Wasserstraße haben trotz der jüngsten Angriffe auf Öl-Tanker den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht. Offenbar zeigen der Schutz durch die US-Marine und die Minenräummaßnahmen Wirkung. Des Weiteren nähren die Rückmeldungen aus den Gesprächen zwischen China und den USA ein positives Narrativ. Ein direktes Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatspräsident Xi Jinping ist für Donnerstag in Washington geplant.
Dieselpreis steigt in den USA auf Rekordniveau
Trotz des jüngsten Rückgangs beim Rohölpreis stieg der Preis für Dieselkraftstoff in den USA gestern erstmals über die Marke von 6 USD je Gallone. Auch in Deutschland war der Anstieg beim Dieselpreis in diesem Jahr weitaus stärker als beim Rohölpreis. Hauptgrund hierfür ist der Engpass an weltweiten Raffineriekapazitäten. Neben beschädigten Raffinerien am Persischen Golf fehlt Angebot an Diesel aus Russland. Ukrainische Drohnenangriffe haben erbliche Teile der russischen Raffineriekapazitäten beschädigt oder zeitweise komplett lahmgelegt. Dadurch kann Russland weniger Rohöl in Benzin und Diesel umwandeln.
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