Werbung
Kommentar
00:14 Uhr, 08.07.2026

Neue ETFs bringen Struktur ins Depot

ETFs haben sich längst zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Dafür gibt es mehrere Gründe, angefangen von der Partizipation an Assetklassen wie Aktien oder Anleihen über eine günstige Kostenstruktur bis hin zur Möglichkeit, das Depot auf einfache Weise zu diversifizieren.

Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld kann ein ausgewogen aufgebautes Depot hilfreich sein, Schwankungen besser abzufedern. Die neuen ETFs der UniCredit unterstützen Anlegerinnen und Anleger dabei, ihre Anlagestrategie mit den passenden Produkten strukturiert umzusetzen. Die Auswahl an ETFs wächst seit Jahren kontinuierlich. In Europa stehen Anlegerinnen und Anlegern mittlerweile mehrere tausend ETFs zur Verfügung. Braucht es angesichts dieses umfangreichen Angebots noch neue Produkte? Die Antwort hängt vor allem davon ab, ob sie einen Mehrwert für Investmentsuchende bieten können. Genau hier setzen die sieben neuen onemarkets Aktien- und Renten-ETFs der UniCredit an.

Besonderheiten der neuen onemarkets ETFs

Die neuen onemarkets ETFs sind keine klassischen Standardlösungen, sondern gezielte Bausteine für zeitgemäße Portfolios.

Die vier Aktien-ETFs basieren auf den etablierten MSCI-Indizes MSCI World, MSCI USA, MSCI Europe und MSCI Emerging Markets, allerdings jeweils in der sogenannten Universal-Variante. Diese nutzt einen transparenten, regelbasierten Ansatz, der sowohl die ESG-Qualität von Unternehmen als auch deren Fortschritte bei Nachhaltigkeitsthemen berücksichtigt. ESG steht dabei für Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Unternehmen, die bei diesen Kriterien führend sind oder sich verbessern, werden im Index entsprechend höher gewichtet. Die Integration von ESG- und Nachhaltigkeitsfaktoren in den Investmentprozess sowie erweiterte Monitoring- und Engagement-Aktivitäten können Auswirkungen auf die Wertentwicklung der Indizes in der Universal-Variante im Vergleich zur Standard-Variante haben und zu abweichenden Renditen führen.

Das Angebot wird um drei Renten-ETFs auf europäische Staats- und Unternehmensanleihen ergänzt. Die Produkte basieren auf den Indizes MSCI Eurozone 1M–1Y Select Government Bond, MSCI Eurozone Government Bond und MSCI EUR IG Universal Corporate Bond. Letzterer berücksichtigt über die Universal-Methodik ebenfalls ESG-Kriterien. Die ETFs decken die Bereiche kurzlaufende Staatsanleihen, klassische Euro-Staatsanleihen sowie Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Rating ab. Im Vergleich zum Kauf einzelner Anleihen ermöglichen diese ETFs eine breite Streuung über viele Emittenten hinweg. Zudem sind einzelne Anleihen häufig erst ab höheren Mindestanlagesummen sinnvoll investierbar, während die onemarkets Renten-ETFs bereits mit kleineren Beträgen einen Zugang zum europäischen Anleihemarkt ermöglichen.

Einen Überblick zu den neuen onemarkets ETFs finden Sie hier.

ETFs: Bausteine eines modernen Portfolios

Langfristig ausgerichtete Portfolios können mit ETFs im Baukastenprinzip strukturiert werden. Ein häufig gewählter Ansatz ist dabei die sogenannte Core-Satellite-Strategie. Dahinter steckt die Idee, das Depot im Kern (Core) diversifiziert und möglichst kosteneffizient aufzubauen, beispielsweise mit ETFs auf internationale Aktien- und Anleiheindizes. Die breite Aufstellung der Kerninvestments, die den Schwerpunkt des Depots bilden, soll Renditechancen nutzen und dem Depot zugleich Stabilität verleihen. Ergänzt werden diese Kerninvestments durch kleinere Beimischungen (Satellites). Damit lassen sich Trendthemen und Regionen stärker gewichten und zusätzliche Chancen gezielt nutzen.

Stabiles Kerninvestment bilden

Mit den drei onemarkets ETFs auf die Regionen USA, Europa und Emerging Markets lässt sich beispielsweise ein großer Teil des weltweiten Aktienuniversums abdecken. Anlegerinnen und Anleger können dadurch regionale Schwerpunkte setzen – je nachdem, welche Märkte sie als attraktiver einschätzen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Regionen nicht nur geografisch, sondern auch hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken:

  • Die USA profitieren aktuell von ihrer Rolle als Nettoenergieexporteur und von den weiterhin robusten Gewinnerwartungen zahlreicher Unternehmen. Hinzu kommt ihre technologische Führungsrolle im Bereich der künstlichen Intelligenz. Zudem investieren derzeit viele Unternehmen massiv in Automatisierung und Effizienzsteigerungen, was sich perspektivisch positiv auf Gewinne und Margen auswirken könnte. Allerdings sind viele US-Aktien nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Jahre vergleichsweise hoch bewertet.
  • Schwellenländer bieten hingegen häufig andere Wachstumstreiber. Dazu zählen unter anderem günstige demografische Entwicklungen, große Handelsräume sowie bedeutende Rohstoffvorkommen. Gerade Länder in Lateinamerika könnten von der steigenden Nachfrage nach Rohstoffen profitieren, die für Elektrifizierung und Digitalisierung benötigt werden. Dem stehen jedoch häufig höhere politische Risiken sowie stärkere Währungs- und Aktienkursschwankungen gegenüber.
  • Europa weist derzeit vergleichsweise günstige Bewertungen auf. Allerdings ist die Wachstumsdynamik der Gewinne bei vielen Unternehmen nicht so stark wie bei ihren US-Pendants. Zudem stehen einzelne Branchen vor größeren Herausforderungen, beispielsweise durch die Zollthematik oder eine schwächere Nachfrage aus China, welche Automobil- oder Medizintechnikunternehmen belasten kann.

Wer es einfacher halten möchte, kann mit dem onemarkets MSCI World Universal UCITS ETF bereits mit nur einem Produkt in eine Vielzahl von Unternehmen aus den entwickelten Industrieländern investieren. Da klassische MSCI-World-Indizes jedoch keine Schwellenländer enthalten, kann eine dahingehende Ergänzung sinnvoll sein.

In einem ausgewogenen Portfolio spielen neben Aktien auch Anleihen eine wichtige Rolle. Die onemarkets ETFs auf europäische Staats- und Unternehmensanleihen ermöglichen Investments in verschiedene Laufzeiten – von kurzlaufenden Staatsanleihen bis hin zu Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Rating. Während Aktien vor allem auf langfristiges Wachstum abzielen, sollen Anleihen meist stabilisierend wirken und laufende Erträge liefern. Allerdings reagieren Anleihekurse sensibel auf Veränderungen des Zinsumfelds. Steigende Zinsen können daher insbesondere bei länger laufenden Anleihen zu Kursverlusten führen. Zusätzlich besteht das Risiko, dass der Emittent seinen Verpflichtungen zur Zinszahlung und/oder Rückzahlung des Kapitals bei Fälligkeit nicht nachkommt.

Aussichtsreiche Satelliten beimischen

Ergänzend dazu können sogenannte Satellite-Investments eingesetzt werden, um zusätzliche Renditechancen zu erschließen oder das Portfolio breiter zu diversifizieren. Dazu zählen beispielsweise Edelmetalle wie Gold oder Silber, die häufig als Absicherung in unsicheren Marktphasen gelten. Auch Bitcoin kann für einige Anlegerinnen und Anleger als Beimischung interessant sein – etwa über ETNs (Exchange-Traded Notes) oder Kapitalschutzzertifikate. Solche Satelliten-Investments sind in der Regel chancenorientierter und mit höheren Schwankungen verbunden. Entsprechend werden sie häufig nur als kleinere Ergänzung zum breit diversifizierten Kernportfolio eingesetzt.

Einmalkauf und Sparplan möglich

Die onemarkets ETFs können wie Aktien börsentäglich gehandelt werden und sind über Xetra verfügbar. Anlegerinnen und Anleger können die Produkte daher bei nahezu jedem Broker oder jeder Bank im Rahmen einer klassischen Einmalanlage kaufen und verkaufen.

Darüber hinaus eignen sich ETFs auch für den langfristigen Vermögensaufbau mittels Sparplänen. Anstatt einen größeren Betrag auf einmal zu investieren, wird dabei regelmäßig ein fester Betrag angelegt, beispielsweise monatlich. Dies kann gerade in unsicheren oder schwankungsreichen Marktphasen zweckmäßig sein. Durch die regelmäßigen Käufe werden bei niedrigeren Kursen automatisch mehr Anteile erworben als bei höheren Kursen. Dadurch kann sich der durchschnittliche Einstiegspreis langfristig reduzieren (Cost-Average-Effekt).

Auch das HVB Investmentsparen nutzt diese Flexibilität. Sparpläne sind hier bereits ab 25 Euro möglich und können jederzeit angepasst, pausiert oder beendet werden. Besonders interessant: Für die onemarkets ETFs fällt im Rahmen des HVB Investmentsparens aktuell keine Kaufprovision an.

Anlegerinnen und Anleger sollten sich bewusst sein, dass ein ETF die Wertentwicklung seines Referenzindex nicht vollständig nachbildet. Gründe hierfür sind Gebühren, Kosten für Neugewichtung, Sampling-Methoden oder Indexänderungen. ETFs mit synthetischer Nachbildung unterliegen zusätzlich dem Kontrahentenrisiko, während ETFs mit physischer Nachbildung möglicherweise Ineffizienzen bei der vollständigen Abbildung der Indexzusammensetzung aufweisen können.


4 Fragen an Anlageexpertin Claudia Barth

Claudia Barth, Expertin für Anlage- und Hebelprodukte, UniCredit Bank GmbH

ETFs sind längst mehr als nur einfache Indexfonds. Viele Anlegerinnen und Anleger nutzen sie heute gezielt, um ihr Portfolio breiter aufzustellen, regionale Schwerpunkte zu setzen oder Trends gezielt zu spielen. Im Interview erläutert Claudia Barth, Expertin für Anlagelösungen bei onemarkets by UniCredit, worauf Anlegerinnen und Anleger bei der ETF-Auswahl achten sollten und wie sich die neuen onemarkets ETFs sinnvoll in eine moderne Anlagestrategie integrieren lassen.

onemarkets: Der ETF-Markt wächst seit Jahren und Anlegerinnen und Anleger haben mittlerweile die Wahl zwischen Tausenden Produkten. Worauf sollte man bei der Auswahl eines ETFs achten?

Claudia Barth: Ich würde nicht allein auf vergangene Renditen schauen und wohlklingenden Namen vertrauen. Viel wichtiger sind die Kosten sowie die tatsächliche Abbildung des Index (Tracking Difference). Außerdem sollte man auf Replikationsmethode (Art der Indexabbildung), Fondsgröße und Liquidität achten. Ergänzend spielen die Ertragsverwendung und die Qualität des Anbieters eine Rolle. Am Ende gilt: Der ETF muss zum eigenen Anlageziel und dem persönlichen Risikoprofil passen sowie den gewünschten Markt effizient und kostengünstig abbilden.

onemarkets: Ganz neu am Markt sind die onemarkets Aktien- und Renten-ETFs der UniCredit. Warum hat man sich gerade für diese Startauswahl entschieden?

Barth: Uns war es wichtig, keine weiteren Standard-ETFs auf den Markt zu bringen. Stattdessen wollten wir Produkte entwickeln, die sich als sinnvoller Baustein für ein modernes Portfolio eignen und einen echten Mehrwert bieten. Deshalb haben wir uns bewusst bei fünf von sieben ETFs für die MSCI Universal Indizes entschieden. Sie kombinieren eine breite Streuung mit einem regelbasierten ESG-Ansatz und unterscheiden sich damit von vielen klassischen Marktindizes. Gleichzeitig war uns wichtig, sowohl Aktien- als auch Renten-ETFs anzubieten, denn nur so lässt sich ein möglichst ausgewogenes Portfolio aufbauen.

onemarkets: Warum wird der onemarkets MSCI Emerging Markets Universal UCITS ETF als Einziger der neuen onemarkets ETFs synthetisch nachgebildet?

Barth: Der Hauptgrund ist, dass die einzelnen Schwellenländer sehr unterschiedlich funktionieren und nicht überall die gleichen Handelsbedingungen herrschen. In einigen Märkten erschweren beispielsweise Handelsbeschränkungen, geringe Liquidität oder hohe Transaktionskosten den direkten Kauf der im Index enthaltenen Aktien. In solchen Fällen kann eine synthetische Nachbildung die effizientere Lösung sein. Das ermöglicht in der Regel eine sehr präzise und zugleich günstige Umsetzung.

onemarkets: Zu guter Letzt wüssten wir noch gerne, welche Trends Sie für die nächsten Jahre bei ETFs erwarten?

Barth: ETFs werden immer relevanter. Zusätzlichen Rückenwind könnte die Einführung des Altersvorsorgedepots ab 2027 bringen. Daher erwarte ich, dass die Nachfrage nach Produkten, die präzise auf bestimmte Anlageziele zugeschnitten sind, steigen wird. Das Thema Nachhaltigkeit steht nicht mehr so sehr als Einstiegsthema im Fokus, sondern eher als Variante eines Kern-Investments. Außerdem werden aus meiner Sicht thematische ETFs weiterhin gefragt sein. Der Fokus dürfte dabei aber stärker auf Themen liegen, die von langfristigen Entwicklungen geprägt sind und auf einem nachvollziehbaren Anlagekonzept basieren statt auf kurzfristigen Trends oder Börsenhypes.


Was sind ETFs?

ETFs (Exchange-Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die in der Regel einen bestimmten Index nachbilden, beispielsweise einen Aktien-, Anleihen-, Regionen- oder Branchenindex. Die Abbildung der Indizes erfolgt entweder physisch über den Kauf der Werte, die der Index beinhaltet, oder über eine Derivatekonstruktion (Swap). Anlegerinnen und Anleger investieren damit nicht in ein einzelnes Wertpapier, sondern in viele Unternehmen oder Märkte gleichzeitig. Dadurch ergibt sich automatisch eine breite Streuung. Gleichzeitig gelten ETFs als vergleichsweise einfache, transparente und kostengünstige Alternative zu Einzelaktien und Investmentfonds. Hinzu kommt ihre hohe Flexibilität, denn sie können jederzeit an der Börse gehandelt werden.


Altersvorsorgedepot 2027: ETFs könnten dabei eine wichtige Rolle spielen

Mit dem geplanten Altersvorsorgedepot möchte die Politik die private Altersvorsorge in Deutschland attraktiver gestalten. Vorgesehen ist ein langfristig ausgerichtetes Wertpapierdepot, das steuerlich gefördert werden soll und Anlegerinnen und Anlegern mehr Flexibilität als klassische Vorsorgeprodukte bieten könnte. Im Mittelpunkt stehen dabei der langfristige Vermögensaufbau und das eigenverantwortliche Investieren.

Gerade ETFs könnten für ein solches Konzept besonders attraktiv sein. Durch ihre breite Streuung, ihre vergleichsweise niedrigen Kosten und ihre hohe Transparenz eignen sie sich grundsätzlich gut für einen langfristigen Vermögensaufbau über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Zudem ermöglichen sie bereits mit kleineren regelmäßigen Sparbeträgen einen diversifizierten Zugang zu unterschiedlichen Märkten und Anlageklassen. Die neuen onemarkets ETFs der UniCredit könnten somit für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die ihre Altersvorsorge gezielt und strukturiert aufbauen möchten.

Das könnte Dich auch interessieren