Analyse

NASDAQ 100 - Welche Auswirkungen hat der Einbruch vom Freitag?

Der Nasdaq 100 erlebte am Freitag einen Schwächeanfall. Welche Auswirkungen könnten sich daraus ergeben?

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  • Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 15.202,40 Pkt (Nasdaq)

Der Nasdaq 100 befindet sich seit einem Tief bei 10.440 Punkten aus dem Oktober 2022 in einer Rally. In dieser Rally durchbrach der Index seinen Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus dem November 2021 bei 16.764 Punkten und kletterte auf ein Hoch bei 15.932 Punkte.

Nach diesem Hoch vom 19. Juli startete eine Korrekturwelle. Diese führte zu einem Tief bei 14.557 Punkten. Von dort aus kam es zu einer deutlichen Erholung an das Gap vom 02. August 2022. Dieses Gap wurde teilweise geschlossen. Es verbleibt ein Rest zwischen 15.618 und 15.636 Punkten.

Nach einem Rückfall auf 15.138 Punkte erholte sich der Index wieder, scheiterte aber am Donnerstag am Widerstandsbereich um 15.496 Punkte. Am Freitag fiel der Index deutlich ab. Er durchbrach den kurzfristigen Aufwärtstrend der letzten Tage und fiel fast auf das Tief vom 07. September zurück.

Der Aufwärtstrend seit Dezember 2022 ist intakt. Dieser Trend verläuft am Montag bei 15.122 Punkten.

Der RSI (14) notiert auf Wochenbasis bei 60,50 Punkten und damit nahe am neutralen Bereich. Er kommt von oben. Ende Juli war der Nasdaq 100 auf Wochenbasis überkauft. Auf Tagesbasis notiert er bei 48,12 Punkten und läuft dort seit einiger Zeit seitwärts, nachdem er sich Mitte August dem untere Extrembereich stark angenähert hatte. Auf Stundenbasis läuft er knapp oberhalb des unteren Extrembereichs seitwärts.

Im MACD liegt auf Wochenbasis seit Anfang August ein aktives Verkaufssignal vor. Auf Tagesbasis ergab sich Ende August ein Kaufsignal. Dieses ist gerade noch so gültig. Auf Stundenbasis gab es am Freitag in der Eröffnung ein neues Verkaufssignal.

Der Nasdaq 100 befindet sich seit dem Jahreshoch vom 19. Juli in einer Korrekturbewegung. Der Idealzielbereich für diese Korrektur liegt im Bereich des log. 38,2 %-Retracements der Aufwärtsbewegung ab März 2023 bei 14.157 Punkten bzw. am gebrochenen Abwärtstrend seit dem Allzeithoch, der in dieser Woche bei 14.009 Punkten.

Allerdings werden diese Idealzielbereiche oft verfehlt. Indices oder Aktien drehen oft etwas vor den diesen Zielbereich nach oben. Damit wäre das Tief bei 14.557 Punkten bereits ein möglicher Endpunkt der Korrektur seit dem Jahreshoch.

Die Bewegungsmuster seit diesem Tief geben aber kein klares Bild ab. Es gab seitdem zwei klare Rallyphasen. Die zweite ist nur leicht länger als die erste. Das ist eher typisch für ein Korrekturmuster. Der erwartete klare Aufschwung nach dem Überwinden des „Nvidiahochs“ vom 23. August trat nicht ein. Auch das spricht eher dafür, dass die Aufwärtsbewegung ab Mitte August nur eine Korrektur im Abwärtstrend seit Juli war und nicht der Start einer neuen Rally.

Aber die Muster seit dem Hoch vom 01. September 2023 bei 15.618 Punkten sind bisher ähnlich korrektiv wie die Muster in der Aufwärtsbewegung vom 18. August bis 01. September. Die Bewegung der letzten Tage könnte sich zu einer bullischen Flagge entwickeln. Dabei wäre ein schwacher Wochenbeginn und ein Rückfall in den Unterstützungsbereich zwischen 15.079 Punkte und 15.035 Punkte ideal. Von dort aus sollte der Index aber stark anziehen. Problem bei einem solchen Rückfall ist, dass auch der Aufwärtstrend seit Dezember 2022 gebrochen werden würde, was schon wieder eine Art Bestätigung für die Erwartung einer nochmaligen Abwärtsbewegung in den Bereich um 14.157-14.009 Punkte wäre.

Fazit: Die Muster der letzten Tage und Wochen lassen zum aktuellen Zeitpunkt aus meiner Sicht kaum konkrete Schlüsse über den Verlauf der nächsten Tage und wenigen Wochen zu. Allerdings ist das mittelfristige Bild bullisch. Hier befindet sich der Index in einem Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend ab dem Allzeithoch. Nach diesem Pullback sollte der Index wieder nach oben blicken und zunächst das Jahreshoch bei 15.932 Punkten und später das Allzeithoch bei 16.764 Punkten anstreben.

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Über den Experten

Alexander Paulus
Alexander Paulus
Technischer Analyst und Trader

Alexander Paulus kam zunächst über Börsenspiele in der Schule mit der Börse in Kontakt. 1997 kaufte er sich seine erste Aktie. Nach einigen Glückstreffern schmolz aber in der Asienkrise 1998 der Depotbestand auf Null. Da ihm das nicht noch einmal passieren sollte, beschäftigte er sich mit der klassischen Charttechnik und veröffentlichte seine Analysen in verschiedenen Foren. Über eine Zwischenstation kam er im April 2004 zur stock3 AG (damals BörseGo AG) und veröffentlicht seitdem seine Analysen auf stock3.com (ehemals GodmodeTrader.de)

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