Kommentar
07:46 Uhr, 29.10.2026

Nach Fed-Entscheid: Bitcoin kämpft mit der 80.000‑US-Dollar-Marke – das wird jetzt wichtig

Bitcoin hat sich nach einem Rücksetzer unter 80.000 US-Dollar wieder leicht erholt. Doch die Fed, schwache Tech-Aktien und hohe Liquidationen sorgen für Unsicherheit am Krypto-Markt. Wie geht es jetzt weiter?

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Der Bitcoin-Kurs hat sich nach einem zwischenzeitlichen Rückgang unter 80.000 US-Dollar wieder leicht erholt. Nach der gestrigen Fed-Sitzung war die Kryptowährung von über 81.700 auf rund 79.600 US-Dollar gefallen und hatte damit ihre zweitägige Erholung beendet. Auslöser waren neben der restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank auch Kursverluste an den asiatischen Aktienmärkten.

Samsung und Robinhood belasten Märkte

Besonders die enttäuschenden Quartalszahlen von Samsung belasteten die Stimmung. Zwar verzeichnete der Konzern einen deutlichen Gewinnanstieg im Halbleitergeschäft, verfehlte damit jedoch die Erwartungen der Analysten. Die Samsung-Aktie verlor daraufhin mehr als fünf Prozent, der südkoreanische Kospi gab um über zwei Prozent nach.

Für zusätzliche Verluste sorgten die Quartalszahlen von Robinhood. Der Krypto-Umsatz des Brokers brach im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 120 Millionen US-Dollar ein, woraufhin die Aktie nachbörslich zeitweise zehn Prozent verlor.

Fed-Entscheid sorgt für Unsicherheit

Mehr noch: Neue Unsicherheit brachte die Zinsentscheidung der Federal Reserve am gestrigen Mittwochabend. Die US-Notenbank beließ den Leitzins wie erwartet bei 3,75 bis 4,00 Prozent, stellte jedoch keine baldige Lockerung ihrer Geldpolitik in Aussicht. Fed-Chef Kevin Warsh verwies auf den weiterhin hohen Inflationsdruck, weshalb eine erneute Zinserhöhung im Dezember möglich bleibt.

Weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed könnte der für den heutigen Donnerstag erwartete PCE-Inflationsbericht liefern. BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck erklärt: "Für die PCE-Kernrate lautet die Prognose 3,1 Prozent im Jahresvergleich, nach 3,0 Prozent im Vormonat. Bestätigt sich der Anstieg oder liegt er sogar oberhalb der Analystenerwartungen, würden Anleger wohl einen weiteren Zinsschritt im Dezember einpreisen, was Risiko-Anlagen belasten könnte." Bleibt er auf dem Vormonatsniveau oder darunter, könnte das Hoffnung auf eine ruhigere Geldpolitik nähren und Bitcoin Rückenwind geben, heißt es weiter.

Liquidationen verstärken den Verkaufsdruck bei Bitcoin und Co.

Wie stark der Kursrückgang durch gehebelte Positionen verstärkt wurde, zeigen die Liquidationsdaten von Coinglass. Innerhalb von 24 Stunden wurden Futures-Positionen im Wert von 356 Millionen US-Dollar aufgelöst. Mit 205 Millionen US-Dollar entfiel der Großteil auf Long-Positionen.

Allein bei Bitcoin summierten sich die Liquidationen auf 94 Millionen US-Dollar, bei Ethereum waren es 72 Millionen US-Dollar. Entsprechend hat auch der Ethereum-Kurs nachgegeben, ETH handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 2.312 US-Dollar.

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