Kommentar
04:00 Uhr, 27.10.2026

Milliarden in riskanten Krypto-Anlagen: Droht der nächste DeFi-Kollaps?

Fünf Verwalter kontrollieren fast 70 Prozent des Kapitals in Krypto-Vaults. Was passiert, wenn einer von ihnen ins Wanken gerät?

Vier Jahre ist es her, dass die Krypto-Kreditplattform Celsius sämtliche Auszahlungen stoppte und Hunderttausende Anleger nicht mehr an ihre Kryptowährungen kamen. Zuvor hatte das Unternehmen mit attraktiven Zinsen geworben und die Kundengelder in riskante Geschäfte fließen lassen. Aktuell erlebt ein ähnliches Geschäftsmodell wie das von Celsius einen starken Aufschwung. Mehr als zehn Milliarden US-Dollar liegen inzwischen in den sogenannten DeFi-Vaults, über die Anleger ihre Kryptowährungen gegen Zinsen verleihen können und neuste Untersuchungen ergeben ein höchst beunruhigendes Bild. Demnach kontrollieren wenige Vermögensverwalter einen Großteil des Kapitals und vermeintlich sichere Stablecoin-Anlagen hängen teilweise am Bitcoin-Kurs. Zudem haben mehrere Angriffe bereits Schäden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht. Wie groß ist die Gefahr eines erneuten Zusammenbruchs?

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