Midday-Flash: Iran-Sorgen treiben Brent – DAX gibt nach
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Mögliche US-Angriffe auf den Iran lassen die Energiepreise steigen und belasten den deutschen Aktienmarkt. Der DAX notiert zur Mittagszeit 0,79 % tiefer bei 24.907,29 Punkten, während auch steigende Anleiherenditen und enttäuschende Exportzahlen auf dem Index lasten. Unter den Einzelwerten fallen OPMobility nach einer Gewinnwarnung und Argenx nach einem Studienstopp deutlich zurück.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 24.907,29 Punkten, ein Minus von 0,79 %. Steigende Energiepreise schüren Inflationssorgen, zugleich ziehen die Anleiherenditen an. Hinzu kommen schwächer als erwartet ausgefallene deutsche Exportzahlen. Autozulieferer geraten nach der Prognosesenkung von OPMobility unter Druck.
Auch die US-Futures geben nach: Der S&P-500-Future verliert 0,41 % auf 7.769,68 Punkte, nachdem der Kassaindex am Vortag bei 7.801,77 Punkten geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Future fällt um 0,56 % auf 30.986,18 Punkte; der Kassaschluss am Vortag lag bei 31.160,08 Punkten.
Am Rohstoffmarkt steigt Brent um 3,14 % auf 108,38 USD je Barrel. Auslöser ist ein Bericht über mögliche US-Angriffe auf den Iran vor den Zwischenwahlen im November. Dieselbe Sorge treibt den europäischen Erdgaspreis TTF über 80 EUR je Megawattstunde. Gold legt um 0,13 % auf 4.146,1 USD je Feinunze zu, während EUR/USD um 0,13 % auf 1,12 nachgibt.
Bitcoin verliert 0,25 % auf 83.067,7 USD. Am Vortag hatten die US-Spot-Bitcoin-ETFs Netto-Abflüsse von 487 Mio. USD verzeichnet, angeführt von BlackRocks IBIT. Das war der größte Tagesabfluss seit Juni. Die US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichnen den siebten Handelstag in Folge Abflüsse.
Konjunktur
Deutschlands Handelsbilanzüberschuss beträgt im August 19,5 Mrd. EUR. Der Saldo liegt damit leicht über den erwarteten 19 Mrd. EUR, aber deutlich unter dem Vormonatswert von 21,6 Mrd. EUR. Die Exporte bleiben hinter den Prognosen zurück.
Am Nachmittag stehen um 14:30 Uhr die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Volkswirte erwarten 200.000 nach zuvor 197.000. Die Zahlen kommen eine Stunde vor der Eröffnung an der Wall Street.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| flatexDEGIRO | +1,97 % |
| RTL Group | +1,58 % |
| Rheinmetall | +1,03 % |
| AUMOVIO | -6,26 % |
| Salzgitter | -4,12 % |
| Siltronic | -3,93 % |
Aktien-News
OPMobility senkt die Prognose für den operativen Jahresgewinn von 490 auf 450 Mio. EUR und streicht 770 Stellen in Frankreich und Deutschland. Die Aktie des französischen Zulieferers fällt um knapp 20 % auf ein Jahrestief und zieht Valeo und Stellantis mit nach unten.
Dagegen gewinnt Daimler Truck 0,5 % und hält sich über der 40-EUR-Marke. Daimler Truck verkaufte im dritten Quartal 91.260 Fahrzeuge und damit 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum; in Nordamerika stiegen die Verkäufe um mehr als die Hälfte, während Busse und Elektro-Lkw schwächer liefen. Analyst Nick Housden verweist darauf, dass die Markterwartungen um 3 % übertroffen werden.
In der Intralogistik stuft die Bank of America Jungheinrich auf "Underperform" ab und senkt das Kursziel von 35 auf 21 EUR. Die Aktie verliert 6,5 % auf 20,86 EUR und erreicht den tiefsten Stand seit vier Jahren. Für Kion senkt die Bank das Kursziel von 66 auf 45 EUR; die Aktie gibt um 2,4 % nach.
Berenberg hält für flatexDEGIRO an der Kaufempfehlung fest, reduziert das Kursziel aber von 48 auf 44 EUR.
Argenx stoppt eine weit fortgeschrittene Phase-III-Studie mit Efgartigimod Sc zum Sjögren-Syndrom, weil die Zwischenanalyse das Studienziel verfehlt. Die Aktie war im frühen Handel um 17 % eingebrochen und liegt damit 20 % unter ihrem Jahreshoch. Der Wirkstoffkandidat FB102 erreicht in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Zöliakie sein Ziel und soll nun in Phase III gehen.
Samsung Electronics (Aktuelle Analyse) erzielt im dritten Quartal einen vorläufigen operativen Gewinn von rund 107 Bio. KRW und einen Umsatz von etwa 195 Bio. KRW. Trotz starken Wachstums verfehlen beide Kennzahlen die Analystenschätzungen. Die Aktie verliert in Seoul knapp 2 %.
Vodafone hebt die Prognose für das britische Geschäft an, über das der Konzern im laufenden Jahr die vollständige Kontrolle übernommen hat. Bis zum Geschäftsjahr 2032 erwartet das Management jährliche Kosteneinsparungen von 1 Mrd. GBP. Imperial Brands kündigt für das kommende Geschäftsjahr Aktienrückkäufe über 1,5 Mrd. GBP an.
Ryanair streicht im Winterflugplan rund 700.000 Sitzplätze, also 10 % des Deutschland-Angebots. Als Grund nennt die Airline hohe staatliche Gebühren und die Luftverkehrsteuer. Zum 24. Oktober schließt sie zudem ihre Basis am Flughafen Berlin-Brandenburg und streicht zwölf Strecken.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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