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12:05 Uhr, 15.10.2026

Midday-Flash: Infineon stürzt nach US-Inflationsdaten 7,6 Prozent ab

Nach den US-Inflationsdaten vom Vortag reißt es Halbleiterwerte weltweit nach unten: Infineon verliert im DAX mittags 7,6 Prozent, Siemens Energy 7,2 Prozent.

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Halbleiter- und Technologiewerte geraten nach den überraschend hohen US-Inflationsdaten vom Vortag weltweit unter Verkaufsdruck. Infineon und Siemens Energy ziehen auch den DAX ins Minus: Der Leitindex verliert mittags 0,37 % auf 25.204,87 Punkte, der Nasdaq-100-Future mehr als 1 %. Unter den Einzelwerten fallen zudem Ericsson, Drägerwerk und Nordea mit deutlichen Kursbewegungen auf.

Marktbericht

Der DAX notiert mittags 0,37 % schwächer bei 25.204,87 Punkten. Die überraschend hohen US-Inflationsdaten vom Vortag lösen weltweit Verkäufe von Halbleiter- und Technologiewerten aus, die im Leitindex besonders Infineon und Siemens Energy treffen.

Auch die US-Futures geben nach. Der S&P-500-Future verliert 0,24 % auf 7.700,18 Punkte, der technologielastige Nasdaq-100-Future 1,06 % auf 29.633,45 Punkte. Die jeweiligen Kassaindizes hatten am Vortag bei 7.718,94 beziehungsweise 29.950,82 Punkten geschlossen.

Bitcoin verliert 2,66 % auf 81.161,27 USD, begleitet von deutlichen Nettoabflüssen aus US-Spot-ETFs, darunter BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC. Auch Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse. Zugleich erweitert sich der Marktzugang: Russlands größte Bank Sberbank erhält die Genehmigung für direkten Bitcoin-Handel, die SEC lässt erstmals Binär-Optionen auf Krypto-Kennzahlen wie das Handelsvolumen von Coinbase oder die Bitcoin-Produktion von Minern zu. EUR/USD steigt um 0,53 % auf 1,12, Gold um 1,69 % auf 4.177,4 USD. Brent verliert dagegen 2,51 % auf 106,07 USD je Barrel: Spanien gibt im Oktober 4,4 Mio. Barrel aus strategischen Reserven frei; laut Kreml erreicht russischer Diesel wieder verstärkt die Weltmärkte. Das zusätzliche Angebot dämpft den Inflationsdruck.

Konjunktur

Großbritannien meldet am Morgen durchweg bessere Konjunkturdaten als erwartet. Das BIP wächst im August zum Vormonat um 0,1 % statt des erwarteten Rückgangs um 0,1 %; im Juli hatte das Plus 0,4 % betragen. Die Industrieproduktion steigt um 0,8 %, verglichen mit einer Prognose von minus 0,1 % und zuvor plus 0,3 %. Das Warenhandelsdefizit liegt mit 18,01 unter den erwarteten 21,8 und dem Vorwert von 19,3. In der Eurozone sinkt die Industrieproduktion im August dagegen um 0,5 % zum Vormonat statt der erwarteten Stagnation. Im Juli hatte der Rückgang 0,3 % betragen.

Um 14:30 Uhr folgen US-Konjunkturdaten. Nach den Inflationszahlen vom Vortag erhalten die Erzeugerpreise für September besonderes Gewicht: Erwartet wird ein Anstieg um 0,5 % zum Vormonat nach 0,4 % im August. Zeitgleich erscheinen die Einzelhandelsumsätze, für die ein Plus von 0,3 % nach 1,2 % prognostiziert wird, sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einer Erwartung von 200.000 nach 197.000.

Top-Mover

Wert Aktuell
flatexDEGIRO +6,11 %
Scout24 SE NA O.N +4,20 %
Deutsche Telekom +2,93 %
Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz -14,92 %
AIXTRON -9,24 %
SUSS MicroTec -8,62 %

Aktien-News

Die Verkäufe im Halbleiter- und Technologiesektor nach den US-Inflationsdaten erfassen zahlreiche deutsche Einzelwerte. Infineon (Aktuelle Analyse) verliert 7,6 % , Siemens Energy 7,2 %; auch Süss MicroTec und Aixtron geben deutlich nach. Der Netzwerkausrüster Ericsson gewinnt dagegen rund 8,7 %: Mit einem bereinigten EBITA von 10,1 Mrd. SEK und einem Umsatzwachstum von 6 % übertreffen die Schweden im dritten Quartal die Erwartungen deutlich. Der finnische Konkurrent Nokia verliert 5,4 %.

Im Finanzsektor stehen Aktienrückkäufe im Mittelpunkt. flatexDEGIRO beantragt bei der BaFin ein Rückkaufprogramm über bis zu 100 Mio. EUR. Die Aktie des Onlinebrokers springt rund 5 % an die MDax-Spitze. Die skandinavische Großbank Nordea kündigt wegen einer laufenden EZB-Prüfung der Kapitalbasis vorerst keine weiteren Rückkäufe an. Höhere Risikovorsorge und eine niedrigere Zinsmarge lassen zudem den Quartalsgewinn um 4 % auf 1,18 Mrd. EUR sinken. Die Aktie verliert 5,4 % auf den tiefsten Stand seit Ende Juni.

Unterschiedlich fallen die Zahlen im Gesundheitssektor aus. Drägerwerk (Aktuelle Analyse) bestätigt die Jahresziele, doch das EBIT sinkt im dritten Quartal um rund 15 %, weil die Kosten stärker steigen als der Umsatz . Ein Händler bemängelt, eine Zollrückerstattung von über 16 Mio. EUR habe das operative Ergebnis geschönt; ohne sie liege es deutlich unter den Erwartungen. Die Vorzugsaktie verliert 14,9 %. Die Online-Apotheke DocMorris beschleunigt dagegen ihr Wachstum im dritten Quartal, erreicht die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA früher als erwartet und hebt die Jahresprognose an. Ihre Aktie hatte vorbörslich rund 6 % zugelegt, Konkurrent Redcare gut 1 % gewonnen.

Lufthansa hatte am Mittwoch den Zuschlag für zunächst knapp 45 % an der portugiesischen Staatsairline TAP erhalten. Für gut 1 Mrd. EUR übernimmt der Konzern als Minderheitseigner die operative Führung und erwartet bereits im ersten vollen Jahr jährliche Synergien von bis zu 450 Mio. EUR. Der Maschinenbauer Trumpf kehrt 2025/26 mit 393,5 Mio. EUR Überschuss nach 23,4 Mio. EUR Vorjahresverlust in die Gewinnzone zurück. Der Auftragseingang steigt um 6,6 % auf 4,5 Mrd. EUR; für das laufende Geschäftsjahr stellt das Unternehmen weiteres Wachstum in Aussicht.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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