MÄRKTE USA/Technologierally dürfte weiterlaufen
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DOW JONES--Die jüngste Rally an der Wall Street mit Rekordständen dürfte am Mittwoch in eine neue Runde gehen. Der Aktienterminmarkt deutet einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt an - angeführt von der technologielastigen Nasdaq. Die positive Stimmung im Technologiesektor wird gestützt vom Nvidia-Zulieferer SK Hynix aus Südkorea. Der Konzern hat im Schlussquartal 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Der weltweite KI-Boom heizt die starke Nachfrage nach Speicherchips weiter an.
Dazu gesellen sich auch aus Europa positive Sektorschlagzeilen, denn ASML überzeugt mit Geschäftsausweis und Ausblick. Zudem befeuert im Halbleitersegment Texas Instruments die optimistische Stimmung mit einem starken Ausblick - der Kurs steigt vorbörslich um 7 Prozent. Anleger sehen daher handfeste Gründe, auf ein Anhalten des KI-Booms zu setzen. Diese Hoffnung könnte mit den Geschäftsausweisen von Meta Platforms, IBM und Microsoft neue Nahrung erhalten, wobei die drei Technologieriesen erst nach der Schlussglocke berichten.
Die im späten Verlauf erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank verspricht nur indirekt Spannung. Denn eine Änderung des Zinsniveaus gilt als nahezu ausgeschlossen. Aber US-Notenbankgouverneur Jerome Powell könnte zum Ende seiner Amtszeit die sonst übliche politische Zurückhaltung ablegen und klare Worte finden zum weiteren Zinspfad und vielleicht auch zur Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump.
Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen am langen Ende des Marktes, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,24 Prozent. Die Erwartungen konzentrierten sich weiterhin auf zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten vor Jahresende, merkt Analyst Abdelaziz Albogdady von FXEM mit Blick auf die sinkenden Renditen am kurzen Ende des Marktes an.
Derweil wertet der US-Dollar weiter ab. Der Dollar-Index büßt nach seiner jüngsten Talfahrt weitere 0,1 Prozent ein. Trump hat den aktuellen Dollar-Ausverkauf als "großartig" bezeichnet. Der Greenback verbucht gerade die heftigste Viertagesabwertung seit Trump die umfangreichen reziproken Zölle im April 2025 verhängt hatte. Auch zuletzt schwache Daten und der drohende erneute Regierungsstillstand belasten den Greenback. "All diese Faktoren trugen zu bereits bestehenden Bedenken bei, die den Dollar nach unten drückten, einschließlich Fragen zur Unabhängigkeit der Fed, der Unsicherheit in der Zollpolitik und der haushaltspolitischen Entwicklung", erläutert Makrostratege Henry Allen von der Deutschen Bank die Dollar-Schwäche.
Die Hausse im Goldpreis setzt sich fort. Die Feinunze markiert weitere Allzeithochs und verteuert sich um 1,8 Prozent. Auch in Euro ist sie so teuer wie nie. Damit ist das Edelmetall bereits den meisten Jahresprognosen enteilt. Die Deutsche Bank hält nun einen Anstieg auf 6.000 Dollar noch in diesem Jahr für möglich - genauso Nigel Green von DeVere. Während US-Präsident Donald Trump niedrige Zinsen in Aussicht stellt, wird am Markt unter anderem die polnische Notenbank als Käufer ausgemacht.
Die Ölpreise ziehen mit wachsenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA leicht an. Trump teilte auf Truth Social mit, eine riesige Armada befinde sich auf dem Weg zum Iran. Im Verlauf könnten die Rohöllagerbestandsdaten in den USA für Impulse sorgen.
Weiter gute Nachrichten aus dem Technologiesektor
Die positiven Schlagzeilen reißen indes nicht ab. China hat erstmals Käufe von Nvidias beliebtem KI-Chip H200 genehmigt und mehreren chinesischen Kunden des Unternehmens die entsprechende Autorisierung erteilt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Der Kurs steigt vorbörslich um 1,7 Prozent. Seagate Technology schnellen um 9,5 Prozent enpor, der Laufwerkanbieter hat Analystenschätzungen im vierten Quartal geschlagen. Der Konzern hofft, auch zukünftig von der Nachfrage durch KI-Datenzentren zu profitieren.
Die Wettbewerbertitel Western Digital ziehen um 7,6 Prozent an - Sandisk ziehen um 6,6 Prozent an, Micron Technology um 4,1 Prozent. F5 ziehen um 9,3 Prozent an, die Cloud-Software-Gesellschaft überzeugt mit starken Geschäftszahlen und einem verbesserten Ausblick. Gegen den Trend im Sektor brechen Qorvo um 11,1 Prozent ein - der Hersteller von speziellen Halbleitern verschreckt mit einem schwachen Ausblick.
GE Vernova geben 2,6 Prozent ab, obwohl die Gesellschaft nach soliden Geschäftszahlen den Ausblick für das kommende Jahr angehoben hat. Das Windsegment schnitt jedoch schwach ab. AT&T legen um 3,3 Prozent zu, der Telekommunikationskonzern hat die Markterwartungen in der Schlussperiode 2025 überboten.
Amazon (+0,3%) streicht erneut Stellen. Der Einzelhandelsgigant trennt sich von rund 16.000 Mitarbeitern in der Verwaltung. Im Oktober hatte Amazon bereits den Abbau von 14.000 Stellen angekündigt. Johnson & Johnson (+0,3%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für eine Behandlung bestimmter Patienten mit multiplem Myelom erhalten - einer unheilbaren Form von Blutkrebs.
=== DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:20 Uhr % YTD EUR/USD 1,1975 -0,6% 1,2042 1,1883 +2,5% EUR/JPY 182,71 -0,4% 183,41 183,01 -0,4% EUR/CHF 0,9186 +0,2% 0,9170 0,9210 -1,5% EUR/GBP 0,8690 -0,1% 0,8697 0,8673 -0,2% USD/JPY 152,57 +0,2% 152,30 154,00 -2,8% GBP/USD 1,3780 -0,5% 1,3847 1,3701 +2,8% USD/CNY 6,9741 +0,1% 6,9638 6,9865 -0,9% USD/CNH 6,9429 +0,1% 6,9334 6,9502 -0,5% AUS/USD 0,7002 -0,1% 0,7009 0,6928 +5,1% Bitcoin/USD 89.775,90 +0,7% 89.151,10 87.394,20 +0,5% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 62,70 62,39 +0,5% 0,31 +8,3% Brent/ICE 67,79 67,57 +0,3% 0,22 +10,5% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.270,50 5.176,95 +1,8% 93,55 +19,9% Silber 112,67 112,18 +0,4% 0,49 +57,3% Platin 2.214,14 2.198,89 +0,7% 15,25 +25,5% Kupfer 5,91 5,86 +0,9% 0,05 +2,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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