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22:19 Uhr, 18.02.2026

MÄRKTE USA/Freundlich - Indizes kommen nach Fed-Protokoll von Tageshochs zurück

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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach der Seitwärtstendenz an den Vortagen ist es am Mittwoch an der Wall Street mit den Indizes nach oben gegangen. Zum einen sorgten positive Konjunkturdaten für Kauflaune, zum anderen griffen die Anleger auch wieder bei Technologieaktien zu, die zuletzt aus Sorge über negative Folgen von KI-Anwendungen in Abseits geraten waren. Der US-Auftragseingang für langlebige Güter sank im Dezember nicht so stark wie befürchtet und die Industrieproduktion stieg im Januar stärker als erwartet.

Im späten Handel kamen die Kurse von den Tageshochs allerdings zurück, nachdem das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung etwas falkenhaft ausgefallen war und eher keine Neigung der Notenbanker zeigte, die Zinsen zu senken. Auf der Januar-Sitzung hatten "mehrere" Notenbanker den Wunsch geäußert, dass die Kommunikation nach der Sitzung eine neutralere Mehrdeutigkeit darüber signalisieren solle, ob der nächste Zinsschritt der Zentralbank eine weitere Senkung oder eine Anhebung sein werde.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 49.663 Punkte aus dem Tag, der breite S&P-500 stieg um 0,6 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes legten um bis zu 0,8 Prozent zu. Nach ersten Angaben gab es 1.544 (Dienstag: 1.483) Kursgewinner an der Nyse und 1.203 (1.281) -verlierer. Unverändert schlossen 59 (57) Titel.

Am Anleihemarkt ging es passend zu Konjunkturdaten und Fed-Protokoll mit den Renditen nach oben, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,08 Prozent. Die anziehenden Marktzinsen hievten den Dollar weiter nach oben - der Euro ging zuletzt mit 1,1785 Dollar um. Dazu trug auch eine gewisse Euro-Schwäche bei, nachdem die Financial Times Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied von EZB-Chefin Christine Lagarde aufgebracht hatte.

Beim Gold wurde nach dem Rücksetzer vom Vortag wieder zugegriffen. Der Preis erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 4.985 Dollar. Die Ölpreise holten die Einbußen vom Vortag mehr als wieder auf, sie stiegen um bis zu 5,0 Prozent. Preistreibend wirkten die weiter ergebnislosen US-iranischen Atomverhandlungen. Im Handel wurde daher über die Gefahr eines militärischen Einsatzes der USA spekuliert. "Wir haben eine Situation, die sich wirklich in beide Richtungen entwickeln kann, und wenn es um den Iran geht, ist das für den Ölmarkt ziemlich bedeutsam," sagte Ben Hoff von der Societe Generale. Er verwies auf die Fähigkeit des Irans, die Straße von Hormus zu kontrollieren und den ölproduzierenden Teilen der Welt Schaden zuzufügen. Dazu endeten die Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern ohne Anzeichen für einen Durchbruch, womit russisches Öl zunächst weiter sanktioniert bleiben dürfte.

Palo Alto unter Druck

Am Aktienmarkt waren Aktien aus dem Energiesektor gesucht vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Ölpreise. Ihr S&P-500-Index verbesserte sich um 2,0 Prozent.

Nvidia kletterten um 1,5 Prozent, nachdem die Facebook-Mutter Meta angekündigt hatte, "Millionen" der von Nvidia entwickelten Grafikprozessoren Blackwell und Rubin zu kaufen. Meta schlossen 0,6 Prozent fester.

Gesucht waren Aktien von Speichermedienherstellern. Seagate verteuerten sich um 2,0 Prozent und Sandisk stiegen um 1,7 Prozent, obwohl die frühere Mutter Western Digital angekündigt hatte, weitere Sandisk-Aktien zu veräußern. Western Digital zogen um 4,4 Prozent an.

Palo Alto sackten um 6,8 Prozent ab. Das Cybersicherheitsunternehmen übertraf zwar mit den Quartalszahlen die Erwartungen und hob die Prognose für den Jahresumsatzes an, doch enttäuschte die Gewinnprognose für das laufende Quartal.

Analog Devices wartete für das erste Geschäftsquartal mit einem höheren Gewinn und Wachstum der Auftragseingänge auf. Der Markt quittierte das mit einem Plus von 2,6 Prozent. Cadence Design Systems verbesserten sich um 7,5 Prozent, getrieben von stark ausgefallenen Geschäftszahlen.

Garmin machten einen Satz um 9,4 Prozent. Der Hersteller von Smartwatches und GPS-basierten Navigationsgeräten übertraf gewinnseitig die Prognosen und gab dazu eine starke Prognose für 2026 ab. Palantir Technologies zogen um 1,7 Prozent an, nachdem Mizuho die Aktie des Datenanalyseunternehmens von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft hatte.

Kenvue stiegen um 2,4 Prozent. Der Hersteller des Schmerzmittels Tylenol (Paracetamol) und Marken wie Listerine oder Neutrogena verdiente im Quartal mehr als erwartet. New York Times verteuerten sich um 2,0 Prozent, nachdem der Investor Berkshire Hathaway eine neue Beteiligung aufgebaut hat.

INDEX          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA         49.662,66   +0,3     129,47       49.533,19 
S&P-500       6.881,31   +0,6      38,09        6.843,22 
NASDAQ Comp  22.753,64   +0,8     175,25       22.578,38 
NASDAQ 100   24.898,87   +0,8     197,27       24.701,60 
 
DEVISEN        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
EUR/USD         1,1784   -0,6    -0,0069          1,1853 
EUR/JPY         182,42   +0,4     0,7100          181,71 
EUR/CHF         0,9108   -0,2    -0,0017          0,9125 
EUR/GBP         0,8727   -0,1    -0,0007          0,8734 
USD/JPY          154,8   +1,0     1,5200          153,28 
GBP/USD         1,3499   -0,5    -0,0068          1,3567 
USD/CNY          6,908   +0,1     0,0070          6,9080 
USD/CNH          6,892   +0,1     0,0090          6,8830 
AUS/USD         0,7041   -0,6    -0,0043          0,7084 
Bitcoin/USD  66.303,43   -2,0  -1.349,54       67.652,97 
 
ROHOEL         zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        65,42   +5,0       3,09           62,33 
Brent/ICE         70,6   +4,7       3,18           67,42 
 
Metalle        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.985,24   +2,2     107,98        4.877,26 
Silber           77,32   +5,3       3,86           73,46 
Platin        2.075,49   +3,4      67,55        2.007,94 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach der Seitwärtstendenz an den Vortagen ist es am Mittwoch an der Wall Street mit den Indizes nach oben gegangen. Zum einen sorgten positive Konjunkturdaten für Kauflaune, zum anderen griffen die Anleger auch wieder bei Technologieaktien zu, die zuletzt aus Sorge über negative Folgen von KI-Anwendungen in Abseits geraten waren. Der US-Auftragseingang für langlebige Güter sank im Dezember nicht so stark wie befürchtet und die Industrieproduktion stieg im Januar stärker als erwartet.

Im späten Handel kamen die Kurse von den Tageshochs allerdings zurück, nachdem das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung etwas falkenhaft ausgefallen war und eher keine Neigung der Notenbanker zeigte, die Zinsen zu senken. Auf der Januar-Sitzung hatten "mehrere" Notenbanker den Wunsch geäußert, dass die Kommunikation nach der Sitzung eine neutralere Mehrdeutigkeit darüber signalisieren solle, ob der nächste Zinsschritt der Zentralbank eine weitere Senkung oder eine Anhebung sein werde.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 49.663 Punkte aus dem Tag, der breite S&P-500 stieg um 0,6 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes legten um bis zu 0,8 Prozent zu. Nach ersten Angaben gab es 1.544 (Dienstag: 1.483) Kursgewinner an der Nyse und 1.203 (1.281) -verlierer. Unverändert schlossen 59 (57) Titel.

Am Anleihemarkt ging es passend zu Konjunkturdaten und Fed-Protokoll mit den Renditen nach oben, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,08 Prozent. Die anziehenden Marktzinsen hievten den Dollar weiter nach oben - der Euro ging zuletzt mit 1,1785 Dollar um. Dazu trug auch eine gewisse Euro-Schwäche bei, nachdem die Financial Times Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied von EZB-Chefin Christine Lagarde aufgebracht hatte.

Beim Gold wurde nach dem Rücksetzer vom Vortag wieder zugegriffen. Der Preis erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 4.985 Dollar. Die Ölpreise holten die Einbußen vom Vortag mehr als wieder auf, sie stiegen um bis zu 5,0 Prozent. Preistreibend wirkten die weiter ergebnislosen US-iranischen Atomverhandlungen. Im Handel wurde daher über die Gefahr eines militärischen Einsatzes der USA spekuliert. "Wir haben eine Situation, die sich wirklich in beide Richtungen entwickeln kann, und wenn es um den Iran geht, ist das für den Ölmarkt ziemlich bedeutsam," sagte Ben Hoff von der Societe Generale. Er verwies auf die Fähigkeit des Irans, die Straße von Hormus zu kontrollieren und den ölproduzierenden Teilen der Welt Schaden zuzufügen. Dazu endeten die Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern ohne Anzeichen für einen Durchbruch, womit russisches Öl zunächst weiter sanktioniert bleiben dürfte.

Palo Alto unter Druck

Am Aktienmarkt waren Aktien aus dem Energiesektor gesucht vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Ölpreise. Ihr S&P-500-Index verbesserte sich um 2,0 Prozent.

Nvidia kletterten um 1,5 Prozent, nachdem die Facebook-Mutter Meta angekündigt hatte, "Millionen" der von Nvidia entwickelten Grafikprozessoren Blackwell und Rubin zu kaufen. Meta schlossen 0,6 Prozent fester.

Gesucht waren Aktien von Speichermedienherstellern. Seagate verteuerten sich um 2,0 Prozent und Sandisk stiegen um 1,7 Prozent, obwohl die frühere Mutter Western Digital angekündigt hatte, weitere Sandisk-Aktien zu veräußern. Western Digital zogen um 4,4 Prozent an.

Palo Alto sackten um 6,8 Prozent ab. Das Cybersicherheitsunternehmen übertraf zwar mit den Quartalszahlen die Erwartungen und hob die Prognose für den Jahresumsatzes an, doch enttäuschte die Gewinnprognose für das laufende Quartal.

Analog Devices wartete für das erste Geschäftsquartal mit einem höheren Gewinn und Wachstum der Auftragseingänge auf. Der Markt quittierte das mit einem Plus von 2,6 Prozent. Cadence Design Systems verbesserten sich um 7,5 Prozent, getrieben von stark ausgefallenen Geschäftszahlen.

Garmin machten einen Satz um 9,4 Prozent. Der Hersteller von Smartwatches und GPS-basierten Navigationsgeräten übertraf gewinnseitig die Prognosen und gab dazu eine starke Prognose für 2026 ab. Palantir Technologies zogen um 1,7 Prozent an, nachdem Mizuho die Aktie des Datenanalyseunternehmens von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft hatte.

Kenvue stiegen um 2,4 Prozent. Der Hersteller des Schmerzmittels Tylenol (Paracetamol) und Marken wie Listerine oder Neutrogena verdiente im Quartal mehr als erwartet. New York Times verteuerten sich um 2,0 Prozent, nachdem der Investor Berkshire Hathaway eine neue Beteiligung aufgebaut hat.

INDEX          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA         49.662,66   +0,3     129,47       49.533,19 
S&P-500       6.881,31   +0,6      38,09        6.843,22 
NASDAQ Comp  22.753,64   +0,8     175,25       22.578,38 
NASDAQ 100   24.898,87   +0,8     197,27       24.701,60 
 
DEVISEN        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
EUR/USD         1,1784   -0,6    -0,0069          1,1853 
EUR/JPY         182,42   +0,4     0,7100          181,71 
EUR/CHF         0,9108   -0,2    -0,0017          0,9125 
EUR/GBP         0,8727   -0,1    -0,0007          0,8734 
USD/JPY          154,8   +1,0     1,5200          153,28 
GBP/USD         1,3499   -0,5    -0,0068          1,3567 
USD/CNY          6,908   +0,1     0,0070          6,9080 
USD/CNH          6,892   +0,1     0,0090          6,8830 
AUS/USD         0,7041   -0,6    -0,0043          0,7084 
Bitcoin/USD  66.303,43   -2,0  -1.349,54       67.652,97 
 
ROHOEL         zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        65,42   +5,0       3,09           62,33 
Brent/ICE         70,6   +4,7       3,18           67,42 
 
Metalle        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.985,24   +2,2     107,98        4.877,26 
Silber           77,32   +5,3       3,86           73,46 
Platin        2.075,49   +3,4      67,55        2.007,94 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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