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15:55 Uhr, 23.07.2024

MÄRKTE EUROPA/Erholung hält an - Quartalszahlen liefern Impulse

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FRANKFURT (Dow Jones) - Nach dem Rücksetzer in der Vorwoche hält die Erholung an den europäischen Börsen am Dienstag bereits den zweiten Tag in Folge an. Der DAX steigt um 0,8 Prozent auf 18.548 Punkte, gestützt auch durch das Plus im Schwergewicht SAP nach Zahlen. Der Euro-Stoxx-50 erhöht sich um 0,4 Prozent auf 4.919 Punkte. Ihn bremst die Schwäche der Minenwerte aus, deren Sub-Index 1,6 Prozent verliert.

Die Erleichterung über die Neuaufstellung der US-Demokraten zur nächsten Präsidentschaftswahl treibt weiter, heißt es. Der enorme Spendenzufluss für die Partei am Vortag von geschätzt 100 Millionen Dollar zeige, dass die Nominierung von Kamala Harris auf breite Unterstützung treffe. "Je größer die Chancen von Harris werden, desto mehr Trump-Trades werden liquidiert. Der Wahlausgang gelte jetzt wieder als deutlich offener. Eine spannende Wahl ist an den Börsen meist auch mit erhöhter Volatilität verbunden. Von daher dürften die kommenden 3,5 Monate in der Politik und an der Börse gleichermaßen spannend werden", so QC Partners.

   SAP nach überzeugenden Zahlen auf Rekordhoch 

SAP hat Zahlen vorgelegt, die alle Erwartungen erfüllten, der Gewinnausblick für 2025 ist sogar noch leicht erhöht worden. Der Anstieg des Cloud-Ordereingangs um währungsbereinigt 28 Prozent im zweiten Quartal ist nach Ansicht der Analysten von JP Morgan vor dem Hintergrund der Rückgänge und Warnungen im Software-Sektor als stark einzustufen. Außerdem habe das Management in der Telefonkonferenz von einem starken Start im Juli gesprochen und gesagt, dass es keine Beeinträchtigungen durch das makroökonomische Umfeld gebe. Insgesamt habe SAP in einem Software-Umfeld, das zunehmend unter Druck stehe, ein solides Ergebnis abgeliefert. Die Aktie notiert 6,5 Prozent im Plus - mit 196,98 Euro wurde zudem ein Rekordhoch markiert.

Die guten Zahlen und vor allem den Ausblick vom US-Mitbewerber Danaher machen Händler für die Gewinne bei Sartorius (+7,8%) verantwortlich. Danaher rechne zwar mit einem leichten Umsatzrückgang für das dritte Quartal, dies gefährde jedoch nicht das Jahresziel 2024.

Porsche AG fallen um 5,6 Prozent. Der Autohersteller musste den Ausblick auch wegen Problemen bei einem Zulieferer senken. "Wenn es bei Porsche regnet, dann schüttet es", so die Bernstein-Analysten, denn die Produktionsverzögerungen aufgrund von Lieferproblemen seien nur das jüngste in einer Reihe von Problemen, die den Aktienkurs belasten. Die Verzögerungen, die laut Bernstein durch Überschwemmungen bei einem Schweizer Zulieferer von Spezialaluminiumlegierungen verursacht werden, würden zu einem Verlust von mindestens 10.000 Fahrzeugen im zweiten Halbjahr führen. In der Folge geht es auch für die Aktie der Porsche Holding um 3,6 Prozent nach unten.

   Für Autozulieferer läuft es weiter nicht rund 

Weiter nicht rund läuft es für Autozulieferer. Die am Vorabend vorgelegten Zahlen von Vitesco (-3,4%) und damit auch der sie übernehmenden Schaeffler (-3,9%) werden von Händlern als enttäuschend bezeichnet. Als Belastung erweise sich unter anderem das überschätzte Interesse an der E-Mobilität, was für eine geringere Auslastung als erhofft gesorgt habe. Bei Vitesco wurde daher die Prognose für den ohnehin schon negativen Cashflow noch weiter gesenkt. Damit musste auch Schaeffler die Prognose senken.

Auch Givaudan (-4,2%) legte Geschäftszahlen vor, die nicht in allen Punkten überzeugten. Das organische Umsatzwachstum ist im zweiten Quartal mit 12,3 Prozent unter der Jefferies-Schätzung von 14,7 Prozent geblieben, übertraf allerdings die Konsenserwartung von 12,1 Prozent. Das EBITDA liegt leicht über der Jefferies- wie auch der Marktschätzung. Verfehlt wurden die Erwartungen allerdings in der Sparte Taste & Wellbeing.

Thales verlieren 6,4 Prozent, hier verfehlte laut Jefferies das organische Umsatzwachstum von 6 Prozent im ersten Halbjahr die Konsensschätzung von 7,1 Prozent. Auch der Free Cashflow habe die Erwartungen nicht erreicht. Beim Ausblick habe der Konzern die Schätzung für den Umsatz zwar an das obere Ende der Guidance angepasst, bei der Marge aber an das untere. Rheinmetall geben im Gefolge um 0,6 Prozent nach, Hensoldt um 0,3 Prozent.

Akzo Nobel verlieren nach schwächeren Zahlen und Ausblick 3,3 Prozent. Der niederländische Farbenhersteller verfehlte beim Ergebnis die Erwartungen der Analysten und zeigte sich für den operativen Gewinn im Gesamtjahr pessimistischer.

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Aktienindex              zuletzt        +/- %       absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           4.919,19        +0,4%         21,75      +8,8% 
Stoxx-50                4.474,27        +0,3%         11,68      +9,3% 
DAX                    18.547,58        +0,8%        140,51     +10,7% 
MDAX                   25.267,87        -0,6%       -150,41      -6,9% 
TecDAX                  3.346,57        +0,8%         25,45      +0,3% 
SDAX                   14.257,54        -1,7%       -253,04      +2,1% 
FTSE                    8.161,95        -0,4%        -36,83      +6,0% 
CAC                     7.599,80        -0,3%        -22,22      +0,8% 
 
Rentenmarkt              zuletzt                    absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       2,45                      -0,05      -0,12 
US-Zehnjahresrendite        4,23                      -0,02      +0,35 
 
DEVISEN                  zuletzt        +/- %  Di, 7:35 Uhr  Mo, 17:08   % YTD 
EUR/USD                   1,0848        -0,4%        1,0889     1,0886   -1,8% 
EUR/JPY                   169,31        -0,9%        170,30     170,79   +8,8% 
EUR/CHF                   0,9672        -0,2%        0,9683     0,9680   +4,2% 
EUR/GBP                   0,8402        -0,2%        0,8423     0,8427   -3,1% 
USD/JPY                   156,09        -0,5%        156,39     156,92  +10,8% 
GBP/USD                   1,2913        -0,1%        1,2927     1,2917   +1,5% 
USD/CNH (Offshore)        7,2910        -0,1%        7,2891     7,2954   +2,4% 
Bitcoin 
BTC/USD                66.247,30        -2,4%     66.409,80  66.791,30  +52,1% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settlem.         +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  77,17        78,40         -1,6%      -1,23   +8,2% 
Brent/ICE                  81,54        82,40         -1,0%      -0,86   +7,4% 
GAS                               VT-Settlem.                  +/- EUR 
Dutch TTF                   31,5        31,89         -1,2%      -0,39   -0,8% 
 
METALLE                  zuletzt       Vortag         +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             2.402,47     2.398,00         +0,2%      +4,47  +16,5% 
Silber (Spot)              29,04        29,23         -0,6%      -0,19  +22,1% 
Platin (Spot)             946,87       951,80         -0,5%      -4,93   -4,6% 
Kupfer-Future               4,12         4,18         -1,4%      -0,06   +4,8% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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