Ledger-Skandal zieht Kreise: Jetzt reagieren auch Trezor und OneKey
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Der Sicherheitsvorfall beim Hardware-Wallet-Hersteller Ledger zieht immer größere Kreise. Nachdem Berichte über manipulierte Geräte und mutmaßliche Krypto-Diebstähle in Millionenhöhe bekannt geworden waren, ziehen nun auch die Konkurrenten Trezor und OneKey Konsequenzen. Beide Unternehmen haben ihre Zusammenarbeit mit dem asiatischen Wiederverkäufer CryptoBilis beendet, über den die betroffenen Ledger-Geräte vertrieben wurden. Auch der deutsche Elektronikhändler MediaMarkt hat reagiert und Ledger-Produkte vorerst aus seinem Sortiment genommen.
Trezor und OneKey trennen sich von CryptoBilis
Wie Trezor mitteilt, wurde CryptoBilis vorsorglich aus der Liste autorisierter Wiederverkäufer entfernt und der Verkauf von Trezor-Geräten über den Händler eingestellt. Zudem betonte das Unternehmen, dass es bislang noch keine Hinweise darauf gibt, dass eigene Geräte von dem Sicherheitsvorfall betroffen sind.
Auch OneKey hat die Zusammenarbeit mit CryptoBilis beendet und setzt vorübergehend die Zulassung neuer Vertriebspartner aus. Außerdem überprüft das Unternehmen sein bestehendes Händlernetzwerk. Kunden, die zwischen dem 1. März und dem 12. Oktober 2026 ein OneKey-Gerät bei CryptoBilis erworben haben, bietet das Unternehmen einen kostenlosen Austausch an. Entsprechende Anträge können bis zum 31. Dezember eingereicht werden.
Mutmaßliche Schäden übersteigen 100 Millionen Dollar
Hintergrund sind die seit Freitag bekannten Manipulationsvorwürfe gegen die Hardware-Wallets des französischen Unternehmens Ledger. Der Hersteller bestätigte inzwischen, dass sie in ihren Produkten nicht autorisierte elektronische Komponenten entdeckt haben. Nach bisherigem Erkenntnisstand können solche Implantate die bei der Einrichtung angezeigten Wiederherstellungswörter auslesen und über eine Mobilfunkverbindung an die Angreifer übertragen. Die daraus resultierende Schadenssumme beläuft sich derweil auf über 102 Millionen US-Dollar, verteilt auf 324 Wallets.
Du willst auch die Artikel mit dem + lesen? Dann hol Dir BTC-ECHO Plus+
Mit Deinem Abo bekommst Du:
- Unbegrenzten Zugang zu allen Inhalten
- Exklusive Artikel, Interviews & Analysen
- Detaillierte Reports & Hintergrundberichte
- Technische Chartanalyse & Kursziele
Es sollen noch mehr Vorteile sein? Via Web und App hast Du geräteübergreifend Zugriff auf alle Beiträge. Damit verschaffen wir Dir ein optimales Lesevergnügen und du bleibst jederzeit flexibel.
