Kursverluste zum Wochenausklang
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DJ XETRA-SCHLUSS/Kursverluste zum Wochenausklang
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit einem Minus ins Wochenende verabschiedet. Für den DAX ging es um 0,6 Prozent auf 23.902 Punkte nach unten. Neue Inflationsdaten aus EU-Ländern wie auch aus den USA bewegten kaum, zumal sie nah an den Erwartungen ausgefallen waren. Entsprechend bewegten sich die Erwartungen an Zinssenkungen in ruhigem Fahrwasser. Weiter wird allgemein davon ausgegangen, dass die US-Notenbank auf der kommenden Sitzung am 18. September den Leitzins um 25 Basispunkte senken wird, während die Europäische Zentralbank ihren Leitzins am 11. September stabil halten dürfte.
Der Euro zog nach den Preisdaten aus den USA an, er kostete zuletzt 1,1697 Dollar. Am Anleihemarkt siegen die Renditen etwas, nachdem die Teuerung in Deutschland einen Tick über den Prognosen ausgefallen war. Wie bereits in den Vormonaten sei der Anstieg der Lebenshaltungskosten in Deutschland im August höher ausgefallen als sie erwartet habe, sagte Ulrike Kastens, Volkswirtin Europa der DWS. Während die Inflation in Frankreich, Italien und Spanien leicht unter den Erwartungen geblieben sei, seien die Preise in Deutschland um 2,2 Prozent gestiegen - nach 2,0 Prozent im Juli. Die deutsche Inflation sei damit deutlich hartnäckiger.
Gesucht waren Rüstungsaktien gesucht. Von der Vorstellung, dass es schon bald zu einer diplomatischen Lösung im Ukraine-Konflikt kommen könnte, haben sich die Anleger verabschiedet. Derweil verzeichnet die Europäische Kommission eine starke Nachfrage ihrer Mitgliedsstaaten nach günstigen Krediten für Verteidigungsausgaben, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte. Die Deutsche Bank rechnet bis ins erste Halbjahr 2026 mit andauernd starken Auftragseingängen bei Rheinmetall. Rheinmetall gewannen 3,2 Prozent und waren damit Tagessieger im DAX. Im MDAX ging es für Hensoldt um 3,4 und für Renk um 2,7 Prozent nach oben.
Klares DAX-Schlusslicht waren Infineon mit einem Abschlag von 3,7 Prozent, wobei Chipaktien europaweit verkauft wurden. Auf die Stimmung drückte, dass das US-Chipunternehmen Marvell Technology mit seinem Ausblick für Enttäuschung sorgte. Im TecDAX ging es für Aixtron um 2,6 Prozent abwärts und für Suss Microtec um 3,7 Prozent.
Schaeffler stiegen um 5,5 Prozent, nachdem die Citi-Analysten die Aktie auf "Buy" hochgestuft hatten. Schaeffler biete angesichts des Engagements im Verteidigungsbereich und des hauseigenen Start-ups für humanoide Roboter eine günstige Option auf einen Megatrend.
Thyssenkrupp zeigten sich wenig bewegt nach der Forderung, die EU solle den Zeitplan für die Reduzierung von CO2-Verschmutzungsrechten deutlich verlangsamen.
INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD DAX 23.902,21 -0,6% +20,7% DAX-Future 23.950,00 -0,6% +18,7% XDAX 23.918,10 -0,6% +21,3% MDAX 30.286,90 -0,2% +18,6% TecDAX 3.703,58 -1,1% +9,5% SDAX 16.843,67 -0,7% +23,7% zuletzt +/- Ticks Bund-Future 129,46 -21 YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Aktien Umsatz Vortag Aktien Vortag DAX 10 30 0 3.218,3 45,7 2.705,6 42,3 MDAX 14 35 1 476,5 21,9 500,3 22,0 TecDAX 7 23 0 731,7 13,8 614,7 13,4 SDAX 18 48 4 103,4 9,1 162,4 14,9 Umsätze in Millionen Euro bzw. Stück
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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